Déjà-vu für Lugano
Irre Wende dank Ajoies Powerplay-Monster

Gibts denn das? Lugano gibt auch gegen Ajoie im 3. Drittel den Sieg her. Die Jurassier spielen sich in der Schlussphase in einen Rausch.
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Ajoie dreht die Partie gegen Lugano dank vier Toren im Schlussdrittel.
Foto: PETER SCHNEIDER
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Déjà-vu für Lugano: Wie schon am Dienstag in Langnau kassiert man gegen Ajoie im Schlussdrittel vier Tore und gibt so den fast sicher geglaubten Sieg noch her.

Die Jurassier müssen zunächst unten durch. Es spielen zu Beginn nur die Gäste und das trägt auch sogleich Früchte: Zach Sanford lenkt einen Pass von David Aebischer zur frühen Führung ab.

Die Hausherren, die sich mit zwei Strafen gegen Daniel Carr selber schwächen, kommen erst fünf Minuten vor der Pause zu ihrem ersten gefährlichen Abschluss – doch der ist direkt drin. Deniss Smirnovs trifft sehenswert per One-Timer. Die klar spielbestimmenden Luganesi lassen das aber nicht auf sich sitzen und stellen den Vorsprung kurz vor der ersten Pause wieder her. Calvin Thürkauf reagiert nach einem Abpraller bei Noah Patenaude am schnellsten.

Im Mitteldrittel kommen die Ajoulots besser in die Partie. In einer nun ausgeglicheneren Partie schnuppert Ajoie vor allem im einzigen Powerplay des Mitteldrittels am Ausgleich, Smirnovs verpasst ein Zuspiel vor dem fast leeren Tor. Direkt nach Ablauf der Strafe muss Patenaude allerdings eine Glanzparade auspacken, um sein Team vor einem höheren Rückstand zu bewahren (35.). Dasselbe gilt auf der Gegenseite für Niklas Schlegel, der in der Schlussphase vor der Pause eine Direktabnahme von Carr sackstark pariert und den Luganesi so die Führung bewahrt.

Viel los ist in Pruntrutt zu Beginn des Schlussabschnitts nicht, doch das sollte sich schnell ändern. Luca Fazzini entwischt der Ajoie-Abwehr und versorgt die Scheibe präzise im nahen Lattenkreuz. Die Messe scheint gelesen, doch dann beginnt der Ajoie-Wahnsinn.

Irre Wende im Schlussdrittel

Für das Überraschungsteam der Liga scheint es aktuell keine Mission Impossible zu geben. Unterstützt durch eine 2-plus-2-Minuten-Strafe gegen Santeri Alatalo wegen hohen Stocks, kommt Ajoie durch zwei Powerplay-Tore zum 3:3. Zweimal trifft Anttoni Honka, der nun auf sechs Treffer in den letzten fünf Spielen kommt.

Doch damit nicht genug: Lugano leistet sich eine weitere Strafe, Kyen Sopa bestraft auch diese zur erstmaligen Ajoie-Führung. Spätestens als dann auch noch Julius Nättinen – diesmal tatsächlich bei Fünf-gegen-Fünf – zum 5:3 trifft, gibt es auf den Rängen kein Halten mehr. Lugano kommt zwar noch auf 4:5 heran, zu mehr reicht es aber nicht mehr.

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Tore: 3. Sanford (Aebischer, Canonica) 0:1. 15. Smirnovs (Christe, Carr) 1:1. 20. Thürkauf (Bertaggia) 1:2. 45. Fazzini (Thomson, Müller) 1:3. 46. A. Honka (Carr, Nättinen/PP) 2:3. 48. A. Honka (Smirnovs, Nättinen/PP) 3:3. 54. Sopa (Nättinen, J. Honka/PP) 4:3. 56. Nättinen (Turkulainen, Tanus) 5:3. 57. Innala (Alatalo, Thomson/PP) 5:4.

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