Es werden Erinnerungen an das Jahr 2019 wach, als die Bieler gegen den SCB in der damaligen Halbfinal-Serie ebenfalls mit 2:0 führten, diese gute Ausgangslage aus der Hand gaben und am Ende mit 3:4 untergingen. Von den vier bisherigen Playoff-Duellen konnte Biel noch keines gewinnen und auch in diesem Jahr beginnt es plötzlich zu harzen. Am Freitag vor dem eigenen Anhang ist der Quali-Zweite zu einer Reaktion verpflichtet. So schnell kann es gehen.
Es ist in diesem Spiel 4 offensichtlich, dass allmählich die entscheidende Phase der Serie ansteht. Beide Teams halten die defensive Disziplin hoch. Dem SCB hat der 5:3-Auswärtssieg vom Samstag in Biel sichtlich gutgetan, er kann seine Fehlerquote sehr tief halten. Und Biel kehrt nach dem etwas waghalsigen Auftritt in Spiel 3 zunächst wieder in sein gewohntes Dispositiv zurück. Für mehr Ruhe in der heissen Zone sorgt auch Goalie Harri Säteri, der nach seinem Vaterschaftsurlaub am Wochenende wieder zwischen die Pfosten zurückkehrt. Bern erwischt den besseren Start, Biel ist in der Phase danach leicht besser. Aber klare Torchancen sind lange Mangelware.
SCB erzielt 2:1, als Biel Spiel in Griff bekommt
Und so braucht es einen grandiosen Bieler Spielzug zwischen Hischier, Cunti und Brunner, um die Schleusen zu öffnen. Nur 22 Sekunden nach Cuntis 1:0 schlägt der SCB aber zurück. Der junge Fahrni leistet die Vorarbeit, Goloubef und Sceviour sorgen für einen Flatterpuck aufs Tor und Moser ist für den Abpraller zur Stelle. Diese neue Ausgangslage beflügelt den SCB, er powert sogleich weiter. Just als sich die Seeländer fangen und das Spiel wieder in den Griff bekommen, kassieren sie das 1:2. Grossmann produziert nach einer Kahun-Vorlage ein Eigentor. Und dann zaubert beim 3:1 wiederum Fahrni gemeinsam mit Moser, der zum Doppeltorschützen avanciert. Mehr als den Anschlusstreffer schaffen die Bieler nicht mehr – stattdessen verlieren sie verletzungsbedingt auch noch Brunner.
Klar, der Weg in die Halbfinals ist für den SCB noch weit. Er braucht mindestens noch ein Break. Aber es ist schon eine bemerkenswerte Wandlung, die bei den Mutzen gerade vonstattengeht. Am besten manifestiert sich das alles an Chris DiDomenico, der vom eigensinnigen Wüterich zum mannschaftsdienlichen Musterprofi geworden ist. Verrückte Hockey-Welt!
Fans: 17'031.
Tore: 23. Cunti (Brunner, Hischier) 0:1. 23. Moser (Sceviour, Goloubef) 1:1. 37. Kahun (DiDomenico, Untersander/PP) 2:1. 46. Moser (Fahrni) 3:1. 55. Hofer (Kessler) 3:2.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 9 | 2 | 15 | |
3 | HC Fribourg-Gottéron | 8 | 6 | 14 | |
4 | HC Davos | 8 | 1 | 13 | |
5 | SCL Tigers | 8 | 1 | 12 | |
6 | HC Ajoie | 8 | 0 | 11 | |
7 | Lausanne HC | 8 | -3 | 11 | |
8 | HC Ambri-Piotta | 8 | -6 | 11 | |
9 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
10 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 8 | -9 | 9 | |
11 | HC Lugano | 6 | 1 | 8 | |
12 | SC Bern | 6 | -1 | 8 | |
13 | EHC Biel | 7 | -2 | 7 | |
14 | EHC Kloten | 8 | -14 | 6 |