Mit Arbeiter-Hockey zum Derbysieg
SCB wird dem Erbe von Cadieux (†77) gerecht

Der SCB gewinnt das Derby gegen die SCL Tigers mit 3:1. Die Berner überzeugen vor allem im Mitteldrittel und lassen Langnau nie wirklich ins Spiel kommen.
Kommentieren
RMS_Portrait_AUTOR_409.JPG
Stephan RothStv. Eishockey-Chef
1/7
Der SCB startet mit einem Sieg in die neue Saison.
Foto: keystone-sda.ch

Das Berner Derby beginnt mit einer Schweigeminute für den am Montag verstorbenen Paul-André Cadieux (†77), der den SCB in den 70er-Jahren als Spielertrainer zum Aufstieg und drei Meistertiteln geführt hatte und auch mit Langnau aufgestiegen war. Und die Stadtberner werden dem Erbe des Schweiz-Kanadiers gerecht. Sie spielen Arbeiterhockey, wie es der Klub-DNA entspricht. Die Emmentaler führen zwar spielerisch die feinere Klinge, der SCB arbeitet aber härter.

Dabei spielen alle vier neuen Ausländer, während Trainer Jussi Tapola den Topskorer der letzten Saison, Dominik Kahun (De), überzählig draussen lässt. Sowohl Verteidiger Anton Lindholm als auch die Stürmer Victor Ejdsell (beide Sd), Waltteri Merelä (Fi) und Austin Czarnik (USA) sind Spieler, die dem Gegner das Leben auf dem Eis schwer machen – auch wenn sie einmal nicht offensiv produktiv sind.

So erobert sich der 1,97 Meter grosse Ejdsell mit seiner beeindruckenden Reichweite im Forechecking mehrfach den Puck. Merelä und Lindholm steigen hart in die Zweikämpfe und Czarnik zeigt sich bissig.

SCB entscheidet Spiel früh

Man darf gespannt sein, wie Tapola, der letzte Saison noch wenig von Rotation hielt, in den nächsten Wochen bei der Wahl der Ausländer vorgehen wird. Einen begnadeten Spieler wie Kahun dauerhaft auf der Tribüne versauern zu lassen, kann keine Lösung sein. Am Freitag in Kloten soll der Deutsche jedenfalls spielen und der schwedische Keeper Reideborn pausieren, wenn nichts dazwischen kommt, wie Tapola sagt.

Die Weichen zum Derbysieg stellt Lehmann, der eben einen neuen Vertrag selbst ausgehandelt hat, mit einem Backhandschuss aus spitzem Winkel, bei dem Goalie Boltshauser nicht gut aussieht. Ritzmann erhöht mit einem Power-Move auf 2:0. Das 3:0 von Baumgartner in doppelter Überzahl zieht dem Derby schon früh den Zahn.

Bern – SCL Tigers 3:1

15’467 Fans
Tore: 12. Lehmann (Baumgartner) 1:0. 23. Ritzmann (Untersander, S. Moser) 2:0. 28. Baumgartner (Ejdsell, Untersander/PP2) 3:0. 35. Lapinskis (Saarijärvi, Paschoud) 3:1.

15’467 Fans
Tore: 12. Lehmann (Baumgartner) 1:0. 23. Ritzmann (Untersander, S. Moser) 2:0. 28. Baumgartner (Ejdsell, Untersander/PP2) 3:0. 35. Lapinskis (Saarijärvi, Paschoud) 3:1.

Noch näher dran an deinem National-League-Klub

Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
SC Bern
5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen