HC Davos – Ajoie 6:4
Vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub sagte Ajoie-Coach Wohlwend: «Das Universum hat das spektakelmässig eingefädelt.» Sein Team, das die beiden ersten Duelle gegen den HCD gewonnen hatte, beginnt schwungvoll, macht Goalie Aeschlimann das Leben zur Hölle. Doch das erste Tor gelingt dem Davoser Valentin Nussbaumer. Die Vorarbeit leistet Debütant Mustonen, der zum Einsatz kommt, weil Nordström erstmals Vater geworden ist.
Die Gäste lassen sich dadurch nicht beeindrucken. Brennan gelingt der Ausgleich. Auch als Nussbaumer den HCD nach einem Ciaccio-Fehler ein zweites Mal in Führung bringt, findet Ajoie bald eine Antwort. Fey stellt auf 2:2.
Was macht man, wenn einer nach zwei Schlägen jeweils wieder aufsteht? Man haut ein drittes Mal drauf, denkt sich wohl Nussbaumer. In der 28. Minute ist der erste NL-Hattrick des Jurassiers in Davoser Diensten perfekt. Diesmal profitiert er von der wunderbaren Vorarbeit von Ambühl. Es ist der 18. Saisontreffer des 23-Jährigen und diesmal gleicht Ajoie nicht mehr aus. Jung erhöht auf 4:2.
Doch die Davoser müssen nach Hazens Tor noch einmal zittern, weil sie eine erfolglose Offside-Coaches-Challenge nehmen und kurz darauf in doppelter Unterzahl spielen. Doch sie überstehen den heiklen Moment. Der HCD rückt bis auf einen Punkt an den SCB und Platz 6 heran. Am Montag bekommt Ajoie allerdings noch einmal eine Chance, dem HCD in die Suppe zu spucken. (sr)
5003 Fans
Tore: 6. Nussbaumer (Mustonen, Baradun) 1:0. 10. Brennan (Fey, Devos) 1:1. 23. Nussbaumer (Fora, Jung) 2:1. 25. Fey (Hazen) 2:2. 28. Nussbaumer (Ambühl, Mustonen/PP) 3:2. 32. Jung (C. Egli) 4:2. 45. Hazen 4:3. 50. Frehner (Bristedt, Corvi) 5:3. 60. Audette (Hazen/ohne Goalie) 5:4. 60. C. Egli (Dahlbeck) 6:4 (ins leere Tor).
Lausanne – Genf-Servette 4:0
Die Szene, die in diesem Spiel zu reden gibt, ereignet sich im ersten Drittel. Servettes Meisterspieler Teemu Hartikainen wird unglücklich von der Kufe von Lausannes Christian Djoos im Gesicht getroffen. Sofort fliesst Blut aufs Eis. Viel Blut. Hartikainen muss schleunigst in die Kabine, wo er medizinisch versorgt wird. Gleichzeitig werfen sich die Spieler beider Teams fragende Blicke zu: Hat es den Goalgetter schlimmer erwischt? Glücklicherweise nicht.
Im Verlauf der ersten Drittelspause geben die Genfer Entwarnung: Hartikainen hat sich eine Schnittwunde am Ohr zugezogen. Wenig später meldet sich der Finne selbst zu Wort. Auf Instagram veröffentlicht er ein Bild seines einbandagierten Kopfs: «Alle, die sich fragen, was passiert ist: Der Schlittschuh hat mein Ohr getroffen, nicht den Hals. Also alles gut.» Hart im Nehmen, der Hartikainen.
Zum Spiel: Lausanne ist gefährlicher als der Champions-League-Sieger, verwertet seine Chancen, während Servette den Kufen-Schock nicht verdauen kann. Riat, Sekac, Bozon und Fuchs treffen für das Heimteam. Fuchs assistiert auch noch zweimal. Ergibt am Ende drei Punkte – für ihn und sein Team. Und als Belohnung das Playoff-Ticket. (par)
9600 Fans
Tore: 26. Riat (Fuchs) 1:0. 35. Sekac (Fuchs) 2:0. 53. Bozon 3:0. 57. Fuchs (Sekac) 4:0.

