Die mit einer Formkrise kämpfenden Rapperswiler schöpfen zunächst Hoffnung, weil mit den Langzeitverletzten Lawrence Pilut und Mauro Dufner gleich zwei Eckpfeiler in die Verteidigung zurückkehren. Doch die Lakers erwischen einen fürchterlichen Start und präsentieren sich im ersten Drittel in einem desolaten Zustand.
Mit dem Kopf und den Beinen stets zu spät, dazu auch noch völlig undiszipliniert. Allein in den ersten 19 Minuten nehmen sie vier kleine Strafen, nach 14 Minuten steht es bereits 3:0 für Lugano und Rappi muss froh sein, nicht noch heftiger unter die Räder geraten zu sein.
Doch die Pausenansprache von Rappi-Trainer Johan Lundskog in Verbindung damit, dass die Tessiner den Gegner offensichtlich nicht mehr ganz so ernst nehmen, sorgt für einen wundersamen Umschwung. Innert 36 Sekunden gelingen den Lakers zwei Tore. Auch Tyler Moy, der zuvor acht Spiele ohne Tor geblieben war, trifft.
Lugano-Trainer Thomas Mittel gibt zwar sofort mit einem Time-Out Gegensteuer, doch gegen Malte Strömwalls brillanten Pass auf Moy, der den Doppelpack schnürt, haben die Tessiner kein Mittel. Rappi gleicht die Partie innert 15 Minuten aus.
Es bleibt ein Spiel auf Messersschneide bis in die Schlussphase und bis Mika Henauer die eine Strafe zu viel für die SCRJ Lakers aufgebrummt erhält. Einen Schuss von Captain Calvin Thürkauf lenkt der vor dem Rappi-Tor postierte Zach Sanford vermutlich noch leicht ab, danach legen die plötzlich wieder euphorisierten Luganesi noch drei Tore nach, während die Lakers komplett einbrechen.
Sie verlieren zum dritten Mal in Folge und finden sich nun mitten im Strichkampf um einen Play-In-Platz wieder. Das Rappi-Hoch des Herbstes ist weit weg. Sehr weit weg.
Fans: 5072
Tore: 4. Carrick (Fazzini) 1:0. 11. Perlini (Sekac, Emanuelsson/PP) 2:0. 15. Morini (Aebischer) 3:0. 22. Henauer (Lammer) 3:1. 22. Moy (Maillet) 3:2. 37. Moy (Strömwall) 3:3. 55. Sanford (Thürkauf, Fazzini/PP) 4:3. 58. Simion 5:3. 59. Sanford (Simion) 6:3 (ins leere Tor). 60. Emanuelsson (Müller) 7:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 52 | 71 | 117 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 52 | 46 | 100 | |
3 | Genève-Servette HC | 52 | 15 | 91 | |
4 | ZSC Lions | 52 | 32 | 91 | |
5 | HC Lugano | 52 | 30 | 89 | |
6 | Lausanne HC | 52 | 18 | 85 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 52 | -4 | 81 | |
8 | EV Zug | 52 | -19 | 75 | |
9 | SC Bern | 52 | -10 | 68 | |
10 | EHC Biel | 52 | -22 | 67 | |
11 | SCL Tigers | 52 | -7 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 52 | -26 | 63 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 52 | -49 | 59 | |
14 | HC Ajoie | 52 | -75 | 42 |




