Als der EHC Biel im November letztmals in Lugano war, setzte es eine 0:6-Klatsche ab. Anschliessend wurde es laut in der Kabine der Seeländer, Sportchef Martin Steinegger tobte. Dieses Mal, beim sechsten Spiel unter dem neuen Trainer Christian Dubé, sind die Bieler nicht nur bedeutend konkurrenzfähiger, sondern sogar siegreich.
Sie verschlafen zwar den Start (Luganos Neuzugang Curtis Valk trifft bereits nach 55 Sekunden), aber melden sich mit dem 1:1 von Marcus Sylvegaard zurück. Auch der neuerliche Rückstand durch das 16. Saisontor von Zach Sanford bringt den um einen Play-In-Platz kämpfenden Tabellenelften nicht aus der Ruhe. Niko Huuhtanen nach schöner Vorarbeit von Rodwin Dionicio und Lias Andersson bei einer angezeigten Strafe gegen Lugano bringen Biel in Führung.
Die im oberen Tabellendrittel um einen Top-4-Platz und den Heimvorteil in den Playoff-Viertelfinals spielenden Tessiner sind gefordert und drücken aufs Gaspedal. Doch die solidarisch agierenden Bieler verteidigen, angeführt von einem starken Goalie Harri Säteri, alles weg. Bis Luca Fazzini dann in der 57. Minute doch noch eine Lücke findet und ausgleicht. Doch im Penaltyschiessen holen sich die Seeländer doch noch den Sieg – der Penalty von Mark Sever macht den Unterschied.
Und so holen sich die Seeländer zwei Punkte und erhöhen so den Druck auf die derzeit noch auf den Play-In-Plätzen vor ihnen liegenden Teams. Umso mehr, da an diesem Abend sowohl Langnau, Bern und Zug Federn lassen müssen.
Fans: 4922.
Tore: 1. Valk (Thürkauf, Simion) 1:0. 11. Sylvegaard (Andersson, Sever) 1:1. 15. Sanford (Dahlström, Fazzini) 2:1. 25. Huuhtanen (Dionicio, Neuenschwander) 2:2. 31. Andersson (Sylvegaard, Hofer/Strafe angezeigt) 2:3. 57. Fazzini (Sanford) 3.3.
Penaltytore: Fazzini; Andersson, Sever.




