In der 24. Spielminute trifft Servette-Stürmer Simas Ignatavicius zum 2:1. Der 18-jährige US-Litauer mit Schweizer Lizenz legt zuvor allerdings Lausanne-Verteidiger Fabian Heldner im Infight vor dem Tor mit unlauteren Mitteln aufs Kreuz: Slew-Footing. Ein gefährliches Aushebeln durch einen Kick von hinten in die Beine des Gegners. Dafür sieht das Regelbuch eine Fünf-Minuten-Strafe plus Restausschluss vor. Die Headschiedsrichter Kaukokari und Gerber sehen – nichts. Der Treffer zählt. Ignatavicius dürfte am Montag allerdings Post von der Ligajustiz erhalten.
Das Tor fällt kurz nach dem Ausgleich der überzeugend aufspielenden Genfer: Markus Granlund hat im Powerplay getroffen, das Zuspiel kommt von Sakari Manninen. Die ersten Punkte des Traumduos im Genfersee-Viertelfinal. Klammert man die unlautere Aktion vor dem 2:1 mal aus, ist der Spielstand zu diesem Zeitpunkt die logische Konsequenz der Genfer Dominanz. Kaum hat sich der Pulverdampf einer Nebelgranate aus dem Lausanne-Sektor verzogen, legt Servette mit dem ersten Puckeinwurf los. Man kontrolliert Spiel und Tempo, erarbeitet sich ein Chancenplus und nimmt den Gegner in den Schwitzkasten.
Aber: Lausanne bleibt in Schlagdistanz, weil sich Servette ein paar Fehler leistet. Vor Czarniks 1:0 verliert Le Coultre bei der Spieleröffnung die Übersicht und den Puck. Jäger stellt auf 2:2 (36. Spielminute), als er auf der offensiven blauen Linie vergessen geht und durch Fuchs mustergültig lanciert wird. Nicht zu vergessen bei Lausanne: Kevin Pasche, der im Tor eine formidable Leistung aufs Eis stellt.
Im Schlussabschnitt stellt Lausanne das Geschehen endgültig auf den Kopf: Fuchs schliesst nach einer präzisen Kombination über Caggiula und Rochette im Powerplay auf 3:2. Servette ist unter Zugzwang, zieht die Schraube an und intensiviert die Angriffsbemühungen: Waschmaschine, Schleudergang. Lausanne wird in der eigenen Zone festgeschnürt, verteidigt aber geschickt. Selbst mit einem Mann weniger, als Servette-Trainer Peltonen 90 Sekunden vor der Sirene Charlin vom Eis holt. Das ist das Break vom Break – Lausanne kann am Dienstag zu Hause den Halbfinal klarmachen.
Fans: 7135.
Tore: 9. Czarnik (Suomela, Kahun) 0:1. 23. Granlund (Manninen, Vesey/PP) 1:1. 24. Ignatavicius (Pouliot, Praplan) 2:1. 36. Jäger (Fuchs) 2:2. 44. Fuchs (Caggiula, Rochette/PP) 2:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 10 | 18 | 27 | |
2 | Genève-Servette HC | 11 | 4 | 21 | |
3 | SCL Tigers | 11 | 7 | 19 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 11 | 9 | 18 | |
5 | HC Ajoie | 11 | -3 | 16 | |
6 | HC Ambri-Piotta | 10 | -6 | 15 | |
7 | HC Lugano | 10 | 3 | 15 | |
8 | Lausanne HC | 11 | -4 | 15 | |
9 | SC Bern | 9 | 1 | 14 | |
10 | EV Zug | 7 | 10 | 13 | |
11 | HC Davos | 11 | -4 | 13 | |
12 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 11 | -14 | 11 | |
13 | EHC Biel | 10 | -4 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 11 | -17 | 9 |