NL-Debüt für Trainer-Sohn
Fulminante Neulinge, erste Provokation und Pannenshow zum Start

Der erste Hockey-Abend ist in den Büchern. Der EV Zug ist der erste Leader. Hier kommt das Liga-Inside nach der ersten Runde.
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Doppelpack beim SCB-Debüt: Davyd Barandun.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Fünf Neulinge als Doppeltorschützen

Mit Vinzenz Rohrer (Zug), Jeff Skinner (Biel), Simon Knak (ZSC Lions), Davyd Barandun (Bern), Arttu Ruotsalainen (Kloten) und Calvin Thürkauf (Lugano) gibt es zum Saisonstart nicht weniger als sechs Doppeltorschützen. Noch bemerkenswerter: Bis auf Thürkauf sind das alles Spieler, die erst auf diese Spielzeit zu ihrem jeweiligen Klub gestossen sind. Eine gute Massnahme, um sich sogleich im neuen Umfeld beliebt zu machen.

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Barandun über Start beim SCB:«Ich spüre hier mehr Vertrauen»
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«Ich bin müde»:EVZ-Doppelpacker Rohrer nach dem Spiel

Pannenshow beim Ligastart

Der Auftakt in die neue Saison verläuft nicht überall reibungslos. Das allererste Tor der Spielzeit 2026/27 von Biels Jeff Skinner gegen Fribourg fällt nach 33 Sekunden. Die Zeitnehmer geben stattdessen 37 Sekunden an. In Ajoie steht es 1:0 für die Gäste aus Ambri, als Jeremi Gerber einen Schuss auf den Kasten der Tessiner bringt. Die Heim-Fans jubeln, die Torsirene ertönt und die Lichtshow beginnt. Doch die Scheibe ist nicht im Tor. Gerber hat nur das Aussennetz getroffen. Damit täuscht er die Fans sowie den Torsirenen-Mann, der fälschlicherweise den Finger zuckt. Auch in Lugano lässt sich jemand am Schaltpult täuschen. Die Tessiner bringen einen Puck von der blauen Linie aus aufs Genfer Tor. Stéphane Charlin lässt den Schuss vor sich abprallen, doch bevor Servette die Scheibe aus der Gefahrenzone wegspediert, beginnt bereits die Lichtshow im Lugano-Stadion. Immerhin ertönt hier keine Torsirene zum Phantom-Tor.

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Erste Provokation

Zwischen Ajoie und Ambri sorgen zwei Spieler für einen Aufreger zum Saisonauftakt. Die Playout-Gegner der vergangenen Saison liefern sich eine enge Partie, die beim Stand von 2:2 in die Verlängerung geht. Tore fallen dort keine und das Penaltyschiessen folgt. Dieses entscheiden die Tessiner für sich. Dabei lassen es sich Miles Müller und Nate Schnarr nicht nehmen, nach ihren verwandelten Penaltys in Richtung der Ajoie-Fans zu jubeln und sie damit zu provozieren. Die Pfiffe auf den Rängen geniessen die Ambri-Spieler regelrecht.

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Ajoie – Ambri-Piotta 2:3 n.P.Ambri-Müller ärgert die Ajoie-Fans mit seinem Jubel

Erster heftiger Check

Mit einem heftigen Check von hinten in die Bande gegen Servettes Nicolas Müller meldet sich Lugano-Stürmer Lorenzo Canonica in der neuen Saison. Die Aktion geht für beide glimpflich aus: Müller steht sofort wieder auf, Canonica erhält nicht einmal eine Strafe. Dies wiederum kann Schiedsrichter-Experte Nadir Mandioni auf Mysports überhaupt nicht verstehen.

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Schiri-Experte fordert Strafe:Luganos Canonica wird für diesen Check nicht bestraft

Dubé ärgert Rönnberg

Erstmals trifft Christian Dubé als Biel-Trainer auf seine alte Liebe Fribourg – und kann dieses Duell gegen seinen Ex-Klub und seinen Nachfolger Roger Rönnberg mit 4:2 zu seinen Gunsten entscheiden. «Ehrlich gesagt war ich überhaupt nicht nervös», meint er cool. «Es hat nichts in mir ausgelöst, ich habe mit diesem Kapitel abgeschlossen.» Doch innerlich muss es für Dubé dennoch eine Genugtuung gewesen sein, oder? «Ich bin vor allem froh, dass wir den Meister geschlagen haben», sagt er. «Ausserdem war es wichtig, mit einer guten Basis in die Saison zu starten.»

Neue Captains mit unterschiedlichem Start

Sieben Teams sind mit neuen Captains in die Saison gestartet. Der neue SCB-Captain Waltteri Merelä verschuldet gegen die ZSC Lions (3:5) den 1:1-Ausgleich. HCD-Rückkehrer Ken Jäger erzielt das 2:0 gegen die SCL Tigers, während sein Gegenüber Flavio Schmutz ohne Skorerpunkt bleibt. Auch Klotens neuer Mann mit dem C auf der Brust trifft. Kellenberger-Nachfolger Dario Meyer schiesst das 1:0 gegen die SCRJ Lakers und verbucht später noch einen Assist. Ambris neuer Capitano Tommaso De Luca übernimmt beim Sieg im Penaltyschiessen gegen Ajoie Verantwortung, scheitert aber mit seinem Versuch. Bei den Jurassiern kommt der Finne Anttoni Honka im Penaltyschiessen nicht zum Zug. Und der neue Fribourg-Captain Andrea Glauser verpasst den Start verletzt.

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«Zwischendurch war es holprig»:HCD-Rückkehrer Jäger über den Startsieg
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«So reicht es nicht»:Tigers-Captain Schmutz hadert mit der Startniederlage
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Meyer über Kloten-Startsieg:«Es ist Weltklasse, so zu starten»

Liniger gibt Sohn Elia (18) NL-Debüt

Alles Liniger, oder was? Beim EHC Kloten steht mit Michael Liniger (46) neu ein Mann an der Bande, den man bei den Flughafenstädtern von seiner Zeit als Spieler bestens kennt. Und das Debüt des Trainers, der letzte Saison beim EV Zug gefeuert wurde, glückt. Die Zürcher gewinnen das Auftaktspiel in Rapperswil-Jona in der Verlängerung 4:3. Bei den Gästen steht aber nicht nur ein Liniger an der Bande, sondern auch einer auf dem Eis. Denn Trainer-Sohn Elia (18), der bereits in der Vorbereitung zum Einsatz gekommen war, feiert seinen NL-Einstand und steht dabei fast zehn Minuten auf dem Eis.

Aubin nicht zufrieden mit dem SCB-Auftritt

Der SC Bern führt bei der Premiere von Trainer Serge Aubin in Zürich, wo der Kanadier 2019 gefeuert und durch Arno Del Curto ersetzt wurde, dank beeindruckender Effizienz dreimal, verliert dann aber 3:5. Aubin ist danach überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. «Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben nach 40 Minuten zwar noch eine Chance, aber ich finde, wir haben etwas unkoordiniert gespielt. Wir wissen, dass wir viel mehr draufhaben. Also werden wir daraus lernen und nach vorne schauen.»

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
6
12
18
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
6
1
11
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
6
-2
9
4
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
6
-3
9
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
6
0
8
6
HC Ajoie
HC Ajoie
6
-1
8
7
EV Zug
EV Zug
4
6
7
8
SC Bern
SC Bern
4
3
7
9
EHC Biel
EHC Biel
5
4
7
10
HC Davos
HC Davos
6
-4
7
11
Lausanne HC
Lausanne HC
5
-4
6
12
SCL Tigers
SCL Tigers
6
-4
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
6
-7
6
14
HC Lugano
HC Lugano
4
-1
5
Playoffs
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