Fribourg – ZSC Lions 0:5 (0:1, 0:2, 0:2)
Das Spiel: Der Puck springt für die Lions. Dieser simple Fakt lässt das Resultat des Spitzenkampfs zwischen Fribourg und dem ZSC deutlicher ausfallen als es das Spiel bis zur Hälfte ist. Vor dem frühen Zürcher Führungstreffer landet der abgelenkte Puck bei ZSC-Morant, der Abwehr-Haudegen haut drauf – das 1:0 ist sein dritter Saisontreffer. Ein ungenaues Zuspiel Andrighettos wird von einem Fribourger präzise zu Bodenmann gelenkt, der erstmals nach sieben torlosen Partien zum 2:0 trifft. Und vor dem 3:0 wird Roes Hammer an den Pfosten abgelenkt, von dort prallt die Scheibe Krüger vor die Füsse, der ZSC-Schwede reagiert schneller als Fribourg-Keeper Berra. Das bedeutet bereits die Vorentscheidung, weil Gottérons Offensive uninspiriert bleibt. Sprunger im ersten und Rückkehrer Mottet im zweiten Drittel haben die besten Torchancen. Doch Ex-Kollege Ludovic Waeber im ZSC-Tor, der bis letzte Saison noch für Gottéron spielte, hält seinen Kasten rein. Spätestens nach Hollensteins 4:0 in doppelter Überzahl macht Fribourgs Zuversicht der Einsicht Platz, dass es nicht der beste Auftritt ist. Und nach dem fünften Gegentreffer ist zumindest bei Keeper Berra auch eine Portion Frust erkennbar. Sein Gegenüber Waeber dagegen holt sich seinen dritten Shutout der Saison. (N.V./B.H.)
Der Beste – Hollenstein (ZSC Lions). Der Doppeltorschütze hat noch den Hattrick auf dem Stock. Hat das Gespür dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Die Pflaume – Stalberg (Fribourg). So uninspiriert wie alle seine Sturmkollegen.
Die Tore – 2. Morant (Pedretti, Berni) 0:1. 30. Bodenmann (Hollenstein, Andrighetto) 0:2. 37. Krüger (Berni, Roe) 0:3. 42. Hollenstein (PP2) 0:4. 55. Hollenstein (Diem) 0:5.
**************
Ambri – Biel 3:4 (3:4, 1:3, 1:1)
Das Spiel: Am Samstagabend gab Ambri die Verpflichtung von Brendan Perlini (24) bekannt, tags darauf kommt der britisch-kanadische Doppelbürger, der in der NHL kein Team mehr fand, gegen Biel bereits zum Einsatz. Und zwar direkt im ersten Angriff. Für das erste Highlight sorgt Linienpartner Flynn, der im Powerplay Forster aussteigen lässt und backhand zum 1:0 trifft. Obwohl Biel deutlich mehr Abschlüsse verzeichnet, sind die Biancoblu nahe am 2:0 (Lattenschuss Müller). Im Mitteldrittel legen die Gäste dann einen Zacken zu, Pouliot und Cunti wenden mit ihren Treffern das Blatt. In dieser Phase müsste der EHCB den Sack zumachen, doch Lindbohm und Rathgeb treffen nur die Torumrandung. Und hinten lenkt Rathgeb einen Novotny-Schuss unglücklich ins eigene Tor. Als Fohrler den Puck zu Beginn des Schlussdrittels zum 3:3 über die Linie stochert, beginnt die unterhaltsame Partie zum dritten Mal von vorne. Die Entscheidung fällt, als Joël Neuenschwander für ein Beinstellen gegen Biel-Captain Fey auf die Strafbank geschickt wird. 27 Sekunden später schlenzt Damien Brunner die Scheibe haargenau ins weite Eck. Der 34-Jährige gab nach zweimonatiger Verletzungspause erst am Freitag sein Comeback. Als Ambris Debütant Perlini eine Minute vor Schluss nur den Aussenpfosten trifft, ist die dritte Heimpleite in Folge besiegelt. Und das im 200. Spiel von Luca Cereda als Coach der Leventiner. (C.S.)
Der Beste – Damien Brunner (Biel). Erst die starke Vorlage zum 2:1, dann das entscheidende Tor in Überzahl.
Die Pflaume – Joël Neuenschwander (Ambri). Bitter für den 21-Jährigen: Seine Strafe ermöglicht Biel das Siegestor.
Die Tore – 12. Flynn (Müller, Fora/PP) 1:0. 28. Pouliot (Künzle, Van Pottelberghe/PP) 1:1. 34. Cunti (Brunner, Künzle) 1:2. 36. Novotny (Zwerger, Fischer/Eigentor Rathgeb) 2:2. 39. Fuchs (Hischier, Lindbohm) 2:3. 42. Fohrler (Kostner, Flynn/PP) 3:3. 51. Brunner (Cunti, Fuchs/PP) 3:4.
**************
Lugano – Rapperswil 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)
Das Spiel – Ein Grund, weshalb der HC Lugano nach gutem Saisonstart ins Straucheln geriet? Torhüter Niklas Schlegel (26). «Bis Weihnachten der beste Goalie der Liga. Dann gab er langsam ab. Es ist normal, dass man nach vielen Spielen müde wird», sagte Sportchef Hnat Domenichelli gegenüber «Ticinonews». Nun steht zum erst zweiten Mal in dieser Saison Sandro Zurkirchen (30) zwischen den Pfosten. Der Schwyzer hatte sich bei seinem ersten Einsatz am 10. Oktober gegen Fribourg eine Hirnerschütterung zugezogen, konnte diese dann zunächst nicht therapieren lassen, weil er nach der Partie gegen Gottéron zu allem Unheil auch noch positiv auf das Cornavirus getestet wurde und in Isolation musste. Nun ist «Zuri» zurück. Und brilliert. Die Lakers, die den Tessinern am Dienstag beim 4:2-Sieg im Heimspiel die vierte Niederlage in Folge zufügten, haben das gesamte Spiels über die besseren Chancen, sind aber nicht in der Lage, Zurkirchen zu bezwingen. Trotz 46 Torschüssen. Der Schwyzer, der auch in der heissen Schlussphase die Übersicht behält, stoppt die alleine heranstürmenden Marco Lehmann und Martin Ness und lässt auch gegen Steve Moses seine Klasse aufblitzen. Der Ami tanzt nach 17 Minuten Luganos Matteo Nodari aus, steht plötzlich alleine vor Zurkirchen. Doch der Keeper rettet wie zuletzt ZSC-Keeper Lukas Flüeler gegen Carl Klingberg mit dem Bein. Fantastisch! Das einzige Lugano-Tor erzielt Jani Lajunen auf Zuspiel Alessio Bertaggias, der sich wie Tim Heed von seiner Verletzung erholt hat. Obwohl Trainer Serge Pelletier die Linien umkrempelt, erstmals auf Sandro Zangger und Timo Haussener setzt und dafür Julian Walker sowie Tim Traber auf die Tribüne schickt, bleibt Luganos Auftritt bescheiden. Bezeichnend, dass die beiden Stürmer von Partnerteam Ticino Rockets noch zu den besten Spielern auf dem Feld gehören. (A.R.)
Der Beste – Sandro Zurkirchen (Lugano), ein Shutout beim Comeback. Brillant!
Die Pflaume – Martin Ness (SCRJ Lakers), scheitert alleine vor Zurkirchen und verliert eine Minute später beim 0:1 die Scheibe.
Das Tor – 40. Lajunen (Bertaggia, Bürgler) 1:0.
**************
Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | SCL Tigers 3:1 | 8 | -1 | 12 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
5 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
6 | HC Ambri-Piotta 1:3 | 8 | -4 | 11 | |
7 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
8 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |