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Sprunger sagt Adieu:Fribourg-Legende beendet Karriere nach 20 Jahren

Fribourg-Legende geht in Rente
Julien Sprunger beendet seine grosse Karriere

Die Würfel sind gefallen: Julien Sprunger setzt Ende Saison einen Schlussstrich unter seine imposante Karriere. In seiner Karriere gab es für ihn nur einen Verein.
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Julien Sprunger sagt Ende Saison Tschüss.
Foto: keystone-sda.ch

Julien Sprunger (39) hat beschlossen, den Spekulationen um seine Zukunft vorzeitig ein Ende zu setzen. Der Captain von Fribourg, dessen Vertrag Ende Saison ausläuft, zieht einen Schlussstrich unter seine grosse Karriere und tritt im Frühling 2026 ab. «Das ist sehr emotional für mich, aber ich bin überzeugt davon, dass es der richtige Zeitpunkt ist», erklärt Sprunger in seiner Rücktrittsbotschaft auf Instagram.

Die Gottéron-Legende hatte stets betont, dass er die berühmte Saison zu viel nicht mehr spielen möchte. Deshalb kommt sein Entschluss knapp drei Wochen vor seinem 40. Geburtstag auch nicht wirklich überraschend.

In der laufenden Saison hat Sprunger aber noch immer markanten Einfluss auf das Fribourger Spiel, in den bisherigen 32 Spielen realisierte der Routinier stattliche 14 Skorerpunkte (5 Tore, 9 Assists). Unmittelbar vor der Nati-Pause überzeugte er bei der 4:0-Demonstration von Fribourg gegen Leader Davos durch zwei Assists.

Erster Titel im Jahr 2024

Abgesehen von zwei Spielen in jungen Jahren auf Leihbasis für Düdingen und La Chaux-de-Fonds hat Sprunger in seiner Karriere mit Fribourg nur einen Verein kennengelernt, obwohl in der besten Phase seiner Karriere immer wieder die Möglichkeit für lukrative Wechsel bestanden hätte.

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Bei seinem Debüt im Fanionteam war der sehr gut Deutsch sprechende Romand erst 16 Jahre alt. Sein erstes Spiel bestritt er damals in Davos, wo er auch den grössten Erfolg in seiner Karriere feierte – den Triumph am Spengler Cup vor einem Jahr. Die Nummer 86 von Fribourg Gottéron hat mit seinem Herzensverein fast alles erlebt, nur den Meistertitel konnte er nie gewinnen.

Das mögliche kitschige Ende

Die letzte Gelegenheit dazu gibt es im kommenden Frühling. Wenn der Freiburger bei seinem letzten Spiel Gottéron zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte verhelfen könnte – es wäre eins kitschiges, aber für den ehrgeizigen Stürmer erstrebenswertes Ende. Dies betont er auch in seiner Rücktrittsbotschaft: «Es ist noch nicht vorbei!»

Mit derzeit 810 Skorerpunkten ist Sprunger der fünftproduktivste Spieler in der Geschichte der Schweizer Eishockeymeisterschaft. Damit liegt er nur sechs Punkte hinter dem viertplatzierten Reto von Arx. Das Podium noch zu erreichen, wird schwierig, da ihm 29 Punkte fehlen, um mit Christian Dubé, seinem ehemaligen Teamkollegen, Sportdirektor und Trainer, gleichzuziehen.

Seger und Forster in Reichweite

Mit seinen aktuell 1149 Spielen liegt Sprunger auf Rang 5 der Rekordliste. Da ist es absolut realistisch, dass er auf Kosten von Mathias Seger (1167 Spiele) und Beat Forster (1171 Spiele) noch auf Rang 3 vorrückt. Unangefochten an der Spitze bleiben durch Sprungers Rücktrittsankündigung aber Andres Ambühl (1322 Spiele) und Beat Gerber (1269 Spiele).

Für die Nati hat Sprunger 97 Länderspiele bestritten, darunter an vier Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. In der Saison 2013/2014 beendete er seine internationale Karriere und legte den Fokus auf den Verein.

Opfer eines Brutalo-Fouls an der WM 2009

Aus seiner Zeit im Nationalteam ist - zwangsläufig - seine schwere Verletzung bei der letzten Heim-WM 2009 in Bern in Erinnerung geblieben, die damals alle im Stadion und vor den TV-Geräten schockte. Sprunger wurde in der Partie gegen die USA von seinem Gegenspieler David Backes übelst in die Bande gecheckt. Sprunger zog sich dabei eine Verletzung an der Halswirbelsäule zu, musste operiert werden und hatte Glück im Unglück, dass er mit einer dreimonatigen Pause davonkam.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
18
37
47
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
18
4
33
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
19
-6
32
4
SCL Tigers
SCL Tigers
19
10
29
5
EV Zug
EV Zug
13
22
28
6
SC Bern
SC Bern
17
-1
28
7
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
18
13
27
8
Lausanne HC
Lausanne HC
20
-10
26
9
HC Ajoie
HC Ajoie
19
-6
25
10
HC Davos
HC Davos
19
-10
24
11
EHC Biel
EHC Biel
18
-3
23
12
HC Lugano
HC Lugano
18
-6
22
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
19
-19
19
14
EHC Kloten
EHC Kloten
19
-25
18
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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