Alatalo-Tor aberkannt
Umstrittener Schiedsrichter-Entscheid rettet KIoten

Für die Play-Ins reicht es für Kloten nicht mehr. Für die Rettung jedoch schon. Dabei annullieren die Schiedsrichter in der Endphase gleich zwei Treffer von Lugano.
Kommentieren
Kloten ist jetzt alle Playout-Sorgen los.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_AUTOR_409.JPG
Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Vor dem Spiel wird Kloten-Captain Steve Kellenberger (39), der seine Karriere beendet, noch einmal so richtig gefeiert. Mit allem drum und dran: spezielle Trikots beim Einlaufen, alte Wegefährten am Video-Würfel, zahlreiche Kellenberger-T-Shirts und eine Choreo. So beginnt das Spiel mit Verspätung. In Ambri beispielsweise sind schon vier Minuten effektiv gespielt, als in Kloten das erste Bully gespielt wird. Ein Schelm, wer den Fliegern unterstellt, dass sie etwas später loslegen, weil sie über die Resultate der Konkurrenz in Biel und Ambri auf dem Laufenden sein wollen.

Doch relativ bald gibt es für Kloten nur eine Marschrichtung: Vorwärts. Denn Lugano geht in Führung. Dabei ist es der Finne Rasmus Kupari, der einen Schuss von Brian Zanetti als Letzter ablenkt, nachdem Jiri Sekac einen Befreiungsschlag von Goalie Ludovic Waeber an der Bande abgefangen hat. Für Kupari, der fast die ganze Saison nach einer Hirnerschütterung verpasst hatte, ist es im sechsten Spiel der erste Skorerpunkt.

Kloten bemüht sich zwar, kann Lugano-Goalie Niklas Schlegel aber nicht oft beunruhigen. Lange die einzige Ausnahme ist ein Schuss von Noah Delémont, der via unteren Rücken von Jesper Peltonen gegen die Latte klascht.

Während Lugano wenig Angriffslust verrät, wird Kloten immer gefährlicher. Und Joel Henry gelingt der Ausgleich. Es ist der zweite Treffer im fünften Spiel für die ZSC-Leihgabe. Später serviert er auch noch Axel Simic den Siegtreffer auf den Stock. Doch der trifft mit dem offenen Tor vor Augen nur den Pfosten. Nahezu im Gegenzug ist Lugano erfolgreich – doch der Treffer wird wegen eines hohen Stocks von Calvin Thürkauf aberkannt. Eine knappe Sache.

Doch die Gäste jubeln erneut, als Santeri Alatalo mit einer herrlichen Aktion trifft. Doch Kloten nimmt die Coach’s Challenge – und die Schiedsrichter geben das Tor nach langem Video-Studium nicht. Dabei hat Verteidiger Max Lindroth Lugano-Stürmer Zach Sanford, der Waebers Goalie-Stock mit dem Schlittschuh wegstösst, am Trikot gezogen. Ein höchst umstrittener Entscheid, der Kloten rettet und Ambri in die Playouts gegen Ajoie schickt. Simic macht das dann in der Overtime – auf Pass von Kellenberger, der danach Tränen vergiesst – amtlich.

Fans: 6404.
Tore: 8. Kupari (B. Zanetti, Sekac) 0:1. 45. Henry (Profico, Ramel) 1:1. 65. Simic (Kellenberger) 2:1.

VDDsujF0WLDvwg_poster.jpg
2:15
Kellenberger nach Sieg:«Am Schluss haben wir das Glück beansprucht»
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
14
25
36
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
15
-5
24
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
6
SC Bern
SC Bern
13
5
23
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
12
HC Lugano
HC Lugano
14
-3
18
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen