Ambri und Fribourg mit Siegen
Lausanne überfährt Meister Bern

Der Meister steckt im Loch. In Lausanne setzt es eine 0:5-Niederlage ab.
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Eishockey-Redaktion
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Lausanne überfährt das Krisen-Bern.
Foto: Getty Images

Lausanne – SC Bern 5:0

8998 Fans

Das Spiel: Nichts beschreibt die aktuelle Lage des SCB besser als eine Aussage des früheren deutschen Fussball-Nationalspielers Andreas Brehme: «Hast du Scheisse am Fuss, hast du Scheisse am Fuss.» Da holen die Berner, die auf sieben Stammspieler verzichten müssen, von den Lakers Spieler Andri Spiller – er sitzt vor allem die Strafen seiner Kollegen ab – und dann fällt nach 13 Minuten bereits der nächste Stürmer aus. Daniele Grassi kracht beim Versuch, Petteri Linbohm zu checken, in die Bande und kassiert gleich noch eine 2 plus 10-Minuten-Strafe obendrauf.

Lausanne geht in dieser Überzahl in Führung, nachdem Mark Arcobello alleine vor LHC-Keeper Tobias Stephan das 1:0 verpasst. Bern ist im ersten Drittel bemüht, den Gegner unter Druck zu setzen, kommt bis zur zweiten Pause zu 23 Torschüssen. Doch etwas Zählbares schaut nicht heraus.

Zu allem Übel verpennt Bern auch noch den Beginn des zweiten Drittels und kassiert innert 179 Sekunden zwei weitere Gegentore. Ein weiteres Indiz dafür, dass es den Bernern nicht läuft, ist die hohe Anzahl der Strafen. Neun kleine Bankstrafen und drei Zehner. Das ist einfach zu viel. CEO Marc Lüthi: «Wenns nicht läuft, läufts nicht.»

Der Beste: Tobias Stephan (Lausanne) Erster Shutout der Saison mit 19 Paraden.

Die Pflaume: Vincent Praplan (Bern) Offensiv brutal harmlos. Und mit Minus-3-Bilanz.

Die Tore: 15. Emmerton (Bertschy/PP) 1:0. 22. Almond (Nodari) 2:0. 25. Frick (Jeffrey) 3:0. 48. Vermin (Jeffrey) 4:0. 56. Herren (Junland, Jeffrey/PP) 5:0.

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3:09
Bittere SCB-Pleite:Lausanne schickt den Meister mit 5:0 heim!

EV Zug – Fribourg-Gottéron 0:4

Das Spiel: Die Mini-Krise mit drei Niederlagen in Folge hat man mit dem Sieg gegen Genf beendet. So dachte man in Zug. Doch Pfiffe im Mitteldrittel gegen Fribourg erinnern den EVZ daran, dass man den Erfolg noch bestätigen sollte. In ihrem dritten Überzahlspiel lassen die Zuger beste Chancen aus. Das goutieren die erwartungsvollen Zuschauer nicht.

Gottéron überrascht gegen den EVZ mit einem cleveren Auftritt. Die Fribourger gehen das Tempo mehrheitlich mit. Vor allem aber treten sie in ihrer Zone kompakt, hartnäckig und aggressiv auf. So zwingen sie die Zuger zu schnellen Entscheiden am Puck. Die Zuspiele sind oft überhastet, es scheint fast, als wolle man den Puck so rasch wie möglich weitergeben. Denn freie Bahn für einen Schuss Richtung gegnerisches Tor haben sie kaum mal. Wenn doch, steht da ein souveräner Reto Berra, der alles unter Kontrolle hat. Und dies bis zum Schluss.

Auch sein Gegenüber Leonardo Genoni hält sein Team lange im Spiel. Dass er statistisch der schlechteste Torhüter der Liga ist (im BLICK), bringt den fünffachen Meistergoalie nicht aus der Ruhe. Und auch bei den Gegentreffern kann man dem 32-Jährigen keine Schuld in die Schuhe schieben.

Zugs überraschende Schwäche: die Abschluss-Qualität. Beste Chancen werden versiebt. Und je länger die Torflaute im Spiel andauert, desto häufiger werden erfolglos Solo-Vorstösse gesucht. Allen voran auch von Topskorer Grégory Hofmann. Der 26-Jährige gesteht offen, dass er sich jeweils ärgert, wenn ihm keine Treffer gelingen. Nun, Hofmann hat nun seit vier Spielen kein Tor mehr geschossen.

Fribourgs Offensivbemühungen fruchten erst in der Schlussphase – innert sechs Minuten. Das 1:0 ist erst der 17. Schuss aufs Zuger Gehäuse! Ein Aktivposten bei Gottéron ist Viktor Stalberg (33, Sd), der gegen seinen Ex-Klub viele Zweikämpfe und Scheiben gewinnt. Und ein Assist sowie ein Tor bucht. Also mehr als die gesamte Zuger Mannschaft.

Der Beste: Reto Berra (Fribourg). Treibt die Zuger zur Verzweiflung. Verdient sich mit 38 Paraden den ersten Shutout dieser Saison.

Die Pflaume: David McIntyre (Zug). Ackert zwar in der Offensive, vergibt dann aber die besten Chancen. Und vernachlässigt das defensive Denken vor dem 0:1.

Tore: 53. Chavaillaz (Stalberg, Abplanalp) 0:1. 56. Walser (Vauclair, Lhotak) 0:2. 58. Mottet (Desharnais, Gunderson/PP2) 0:3. 59. Stalberg (Gunderson/ins leere Tor) 0:4.

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4:0-Auswärtssieg für Gotteron:Fribourg schiesst Titelaspirant Zug ab!

Biel – Ambri 2:3

6332 Fans

Das Spiel: Biel-Ösi Schneider, der nur spielt, weil der Schwede Ullström krank ist, trifft sogleich zum 1:0. Doch Schlusslicht Ambri, vom Derby-Sieg am Dienstag sichtlich beflügelt, reagiert unbeeindruckt. Die Tessiner sind mindestens ebenbürtig – und beim 1:1 und 2:1 gedanklich schneller als der Gegner. Nach Rajalas 2:2 sorgt schliesslich Marco Müller in Überzahl für den Gäste-Sieg.

Out: Ambri muss 6 bis 8 Wochen auf Stürmer Kneubuehler verzichten (Beckenverletzung).

Der Beste: Dominik Hrachovina (Ambri). Der tschechische Goalie rettet seinem Team den Sieg.

Die Pflaume: Mike Künzle (Biel). Verpasst zweimal allein vor dem Tor das 3:3. Vor zwei Wochen schoss er im Cup gegen die Leventiner noch vier Treffer.

Tore: 20. (19:31) Schneider (Kessler) 1:0. 26. Zwerger (Rohrbach) 1:1. 32. Goi (Bianchi, Joël Neuenschwander) 1:2. 34. Rajala (Fuchs/PP) 2:2. 43. Müller (Joël Neuenschwander, Zwerger) 2:3.

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Biancoblu gewinnen im Seeland:Hier schiesst Müller Ambri zum Sieg in Biel

SCRJ Lakers – HC Davos 3:4

6100 Fans

Das Spiel: Wenn es heisst, der Spielstand laute statt 1:0 plötzlich 0:1, muss irgendwann etwas Sonderbares geschehen sein. So wie gestern in Rapperswil, als Lakers-Stürmer Cedric Hüsler in der 12. Spielminute das Kunststück fertig bringt, aus kürzester Distanz am leeren Tor vorbei zu schiessen (siehe Video). Und dann fällt der Treffer etwas später eben auf der anderen Seite.

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Rapperswil - Davos:Hüsler schiesst am leeren Kasten vorbei

Bitter für die Lakers, weil sie in der Startphase den Tritt finden, aber nicht ins Tor treffen. Diese kurze Phase des Spiels ist symptomatisch für die ganze Partie. Die Lakers sind auf Augenhöhe mit dem Gegner, aber irgendwo fehlt immer ein Quäntchen. Einmal lässt sich Nyffeler aus spitzem Winkel (viel zu früh unten) überraschen, dann werden Dufner und Vukovic vom eben genesenen Luca Hischier einfach überlaufen oder Aeschlimann wird in bester Abschlussposition übersehen (von Clark).

Der Sport ist manchmal ganz einfach: Die Bündner befinden sich in der «Zone» und können momentan alles deichseln. Und den Lakers gelingt gerade nicht mehr eben viel. D. K.

Der Beste: Hischier (Davos) Grosse Rückkehr nach langer Verletzungspause.

Die Pflaume: Dufner (Lakers). Von Hischier ausgetrickst und dann noch eine äusserst plumpe Schwalbe im Stil der Heulsuse Neymar.

Tore: 17. Jung (Du Bois) 0:1. 25. Baumgartner (Hischier) 0:2. 26. Dünner (Egli) 1:2. 27. Hischier 1:3. 34. Aeschlimann (Frehner) 1:4. 41. Wellman (Rowe) 2:4. 60. Clark (Wellman) 3:4.

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Bündner reihen Sieg an Sieg:Davos siegt auch in Rapperswil

Servette – Lugano 4:0

6143 Fans

Das Spiel: Die Genfer zeigen keine Anzeichen von einer Verunsicherung, die nach nur 3 Siegen in den letzten 10 Partien ja durchaus nachvollziehbar wäre. Sie sind klar besser, übernehmen sofort das Kommando und überfordern die Tessiner mit ihrer Dynamik und Wucht. Lugano wirkt wie ein Gegner einer anderen, tieferen Gewichtsklasse. Beim 1:0 setzt sich Wingels gegen Bertaggia mühelos vor dem Tor zu, beim 2:0 erwischt Fehr den schlecht disponierten Zurkirchen mit einem Backhand-Buebetrickli und beim 3:0 umkurvt Miranda Verteidiger Riva mit Leichtigkeit. Und eine Aufholjagd wie noch am Dienstag im Derby gegen Ambri (3:4 n.P.) bleibt ein Traum, den Servette mit Rods Treffer nach einer schönen Bully-Variante bald platzen lässt. Und Gauthier Descloux fährt problemlos einen Shutout ein.

Der Debütant: Fünf Stürmer fehlen den Tessinern. So kommt mit Lorenzo Canonica ein Junge mit Jahrgang 2003 zum Zug! Der 16-jährige Talent wird damit zu Luganos jüngstem NL-Spieler. Er fällt nicht ab, was allerdings angesichts der Leistung seiner Teamkollegen einfacher als auch schon ist.

Der Beste: Simon Le Coultre (Servette). Vor seinem Nati-Debüt nächste Woche in Krefeld beim Deutschland-Cup gibt der Verteidiger ein Muster seiner offensiven Fähigkeiten ab.

Die Pflaume: Alessio Bertaggia (Lugano). Verliert vor dem 0:1 erst den Puck und dann das Duell vor dem Tor gegen Wingels. (sr)

Tore: 12. Wingels (Völlmin, Le Coultre) 1:0. 16. Fehr (Winnik, Le Coultre) 2:0. 27. Miranda (Wick, Karrer) 3:0. 45. Rod (Jacquemet, Wingels) 4:0.

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2:43
Zwei Servette-Traumtore:Genf schickt Lugano mit einer 4:0-Packung heim
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
7
2
12
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
SC Bern
SC Bern
5
0
7
11
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
12
Lausanne HC
Lausanne HC
6
-7
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
7
-11
6
14
HC Lugano
HC Lugano
5
-2
5
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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