ZSC Lions – SC Bern 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
Das Spiel –Diese Niederlage darf man sich beim SC Bern nicht schönreden. Auch wenn die Stilnoten klar für den SCB sprechen und das Chancenverhältnis fast schon groteske Züge trägt. Einsatz? Astrein. Nur manchmal etwas zu verspielt, auch wenn die gut getakteten Kurzpass-Girlanden die Zürcher oftmals vor Probleme stellen.
Es liegt einzig an der Chancenauswertung. Bereits in der sechsten Minute scheitert Gaetan Haas allein vor ZSC-Goalie Ludovic Waeber. Dem 24-jährigen Goalie Nr. 1b gelingt erneut eine sagenhafte Leistung. Schon im letzten Jahr in Fribourg hatte sich Waeber zu Beginn der Saison als leistungsfördernd für den nominell ersten Torhüter (Reto Berra) erwiesen. In Zürich muss Lukas Flüeler diesen Steilpass nur noch annehmen.
Die Zürcher, zum 90-Jahr-Jubiläum in stilvollen Retro-Dresses, beklagen über die gesamte Spieldauer (Ausnahme Powerplay) ein Erscheinungsdefizit in der Angriffszone. Allerdings nutzen sie die wenigen Berner Fehler gnadenlos. Etwas Verwirrung vor dem 1:0, ein Abspielfehler (Scherwey) vor dem 2:0. Das reicht.
Der vermeintliche Berner Ausgleich bei Spielmitte wird von den Videobildern als Offside-Treffer entlarvt. Topskorer Praplan hatte sich (unnötigerweise) zu früh ins Angriffsdrittel gestohlen. Eine klare Sache.
Als die Berner unter Vollgas die Schlussphase einleiten, bleiben die Zürcher beim Stand von 2:0 gelassen, aber konzentriert. Kommunikationsprobleme sind trotz der etwas seltsam anmutenden Plexi-Trennwänden auf der Spielerbank keine auszumachen. Auch in der letzten Aufregung finden Roe und Hollenstein eine gemeinsame Basis – 3:0. Da konnten einem die Berner fast schon leid tun. (dk)
Der Beste – Waeber (Zürich). Bleibt stets auf der Höhe, immer im Zentrum des Geschehens. Klasse gegen Haas.
Die Pflaume – Scherwey (Bern). Abspielfehler vor dem 2:0 besiegelt die Niederlage.
Die Tore – 3. Prassl (Simic, Marti) 1:0. 45. Geering (P. Baltisberger) 2:0. 60. Hollenstein (Roe, Pedretti) 3:0 (ins leere Tor).
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Zug – Lausanne 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Das Spiel – Der EVZ war das einzige Team mit makelloser Bilanz. Genau, Vergangenheitsform. Denn gegen Lausanne machen die Zuger den Rückstand nicht so ruckzuck wett wie noch im letzten Spiel gegen Bern und kassieren ihre erste Saisonniederlage.
Mit ihrem cleveren Stellungsspiel unterbinden die Westschweizer zwar nicht die Zuger Passstafetten, doch ihre Schüssen können sie kaum abfeuern, ohne dass ihnen dabei ein Gegner dazwischenfunkt. Der Weg zum Tor von Tobias Stephan ist dicht. Und er selbst hält dicht.
Lausannes Passivität nimmt nach der 2:0-Führung natürlich noch zu. Davor nutzen die Westschweizer die Chancen, die sich bieten. Der erste Treffer ist ein Ablenker Emmertons, das frühe Entscheidungstor fällt im Powerplay (warum Kovars Schupfer mit einem Zehner bestraft wurde, wissen nur die Refs).
In Überzahl macht Lausannes Neuzuzug Charles Hudon (26, von Montréal) schon eine gute Figur. Der Kanadier reiste am letzten Samstag in die Schweiz, obwohl der Vertrag noch nicht mal unterschrieben war. Doch der Stürmer denkt mit: Weil Hudon am Sonntag noch angekommen ist, umgeht er die ab Montag erforderlich gewesene Quarantäne. (nv)
Der Beste – Charles Hudon (Lausanne): Ein Assist und ein Tor beim Debüt, der Kanadier hat sich schon gut ins Team eingepasst.
Die Pflaume – Lino Martschini (Zug): Sobald seine liebsten Abschlusspositionen von den Gegnern besetzt werden, bleibt er ohne Einfluss aufs Spiel.
Die Tore – 19. Emmerton (Grossmann, Kenins) 0:1. 22. Gibbons (Hudon/PP) 0:2. 59. Hudon (ins leere Tor) 0:3.
Das Spiel gibts hier im Ticker zum Nachlesen!
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SCL Tigers – Ambri-Piotta 3:2 n.V. (0:0, 1:2, 1:0, 1:0)
Das Spiel – Die SCL Tigers holen sich im vierten Spiel den ersten Sieg. Erik Brännström, der NHL-Gast der Ottawa Senators, der bei seinem Debüt am Donnerstag bei der 1:8-Klatsche in Genf bloss mit Strafen auffiel, erzielt elf Sekunden vor dem Penaltyschiessen das entscheidende Tor. Dabei liegen die Emmentaler bis 64 Sekunden vor Schluss noch im Rückstand!
Im zweiten Drittel schlägt Ambri innerhalb von 91 Sekunden zwei Mal zu. Erst trifft Michael Fora in Überzahl. Dann doppelt Julius Nättinen nach. Der finnische Torschützenkönig (33 Tore, 22 Assists für JYP Jyväskylä), der die ersten vier Partien wegen eines Muskelrisses in der Leistengegend verpasste, schnappt sich im eigenen Drittel die Scheibe, tankt sich gegen Tiger Tim Grossniklaus durch – und verwertet schliesslich auch noch seinen Abpraller.
Doch wie schon im ersten Heimspiel gegen Biel, als den Emmentalern 70 Sekunden vor Schluss der Ausgleich gelang, kämpft sich Langnau auch dieses Mal zurück. Zwei dumme Strafen bringen Ambri um den verdienten Lohn.
Drei Minuten vor Schluss handeln sich die Leventiner eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis ein. Ohne Torhüter und mit sechs gegen vier Feldspielern gelingt Robbie Earl der Ausgleich. Den Siegtreffer erzielt Brännström während Matt D’Agostini auf der Strafbank sitzt. Der Ambri-Topskorer verlor zuvor im Zweikampf mit Tiger-Blaser den Helm, spielte aber weiter. (ar)
Der Beste – Gianluca Zaetta (SCL Tigers): Der Goalie, der in den ersten drei Partien 17 Tore kassierte, zeigt seine stärkste Saisonleistung und verhindert mit einer Riesen-Parade gegen Flynn das 1:3.
Die Pflaume – Matt D’Agostini (Ambri): Der Topskorer handelt sich wegen unkorrekter Ausrüstung eine Strafe ein. Game over!
Die Tore - 23. Andersons (Schilt, Kuonen) 1:0. 36. Fora (PP) 1:1. 38. Nättinen (Dal Pian) 1:2. 59. Earl 2:2. 65. Brännström (Earl/PP) 3:2.
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Rapperswil-Jona Lakers – Genf 2:1 n.V. (0:0, 0:1, 1:0, 1:0)
Die Tore: 25. Smirnovs (Fehr, Omark) 0:1, 43. Jelovac (Sobotka) 1:1, 61. Cervenka (Egli, Clark) 2:1.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | HC Ambri-Piotta | 7 | -2 | 11 | |
4 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
6 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
7 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
8 | SCL Tigers | 7 | -3 | 9 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |