Aus dem Flieger praktisch direkt aufs Eis. Der neue HCD-Ausländer Joseph Blandisi (32), zuletzt in der KHL bei St. Petersburg, ist sehnlichst erwartet worden. Der Kanadier soll die Ausfälle der schwedischen Top-Center Ryfors und Asplund zumindest teilweise kompensieren. Am Morgen in Kloten gelandet, schafft er es fürs Warm-up-Training vor dem Mittag nach Davos. Und nur acht Stunden später steht er in der Aufstellung.
Seine Linie mit den Flügeln Kessler und Parrée wird dosiert eingesetzt, Blandisi muss sich zuerst eingewöhnen. Dass er den Sommer über auf dem kleinen Feld trainiert hat, macht sich vor dem zweiten Gegentreffer bemerkbar: Er verschätzt sich hinter dem Tor mit dem Abstand, die Scheibe prallt von der Bande vor den Kasten von Aeschlimann und Grossniklaus netzt seinen Debüttreffer zum 2:0 ein.
Zu diesem Zeitpunkt ist schon richtig Zunder in der Partie. Der Grund: SCB-Marchon übertreibt es, den Schiedsrichtern entgeht sein Foul (33.). Der Berner erwischt HCD-Raubein Lemieux mit seinem Check am Kopf und kommt ohne Strafe davon. Nicht mehr, als er etwas später auf den auf dem Eis liegenden Jung nochmals mit dem Stock einschlägt. Immer wieder sind die Szenen hitzig, wohl auch, weil die Davoser merken, dass ihnen die Felle davonschwimmen und ihre Heimschwäche anhält. Denn die Mutzen setzen sie früh unter Druck.
Ihr Problem, dass sie mehr schlecht als recht aus ihrem Drittel kommen, hält sie von gefährlichen Offensivaktionen ab und liefert dem SCB Chancen auf dem Silbertablett. Zudem sitzt das Timing bei den Wechseln nicht. Frick kommt erst von der Bande, als Mitchell schon Richtung Aeschlimann loszieht und Graf bedient. Und der nächste Schuss von Rhyn findet seinen Weg ins Tor. Mit diesem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden halten sich die Berner den HCD endgültig vom Leib. Da bringt sie auch der Powerplay-Treffer von Lemieux nicht mehr vom Kurs ab. Ansonsten scheitern die Bündner mit ihren Chancen zu oft am herausragenden SCB-Keeper Hughes.
Einen Schreckmoment erlebt der HCD noch (43.): Lehmanns Stockschaufel landet im Gesicht von Allard, der sich dann beim Rausfahren das Auge hält. Erleichterung, als der Kanadier gegen Ende des Schlussdrittels wieder zurückkehrt.
Fans: 5107
Tore: 31. Merelä (Marchon, Dionicio/PP) 0:1. 37. Grossniklaus 0:2. 47. Graf (Mitchell) 0:3. 47. Rhyn (Graf) 0:4. 56. Lemieux (Corvi, Zadina/PP) 1:4.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 14 | 25 | 36 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 14 | 0 | 24 | |
3 | HC Fribourg-Gottéron | 14 | 16 | 24 | |
4 | Genève-Servette HC | 15 | -5 | 24 | |
5 | SC Bern | 13 | 5 | 23 | |
6 | HC Ajoie | 15 | 1 | 22 | |
7 | SCL Tigers | 15 | 4 | 22 | |
8 | Lausanne HC | 16 | -3 | 21 | |
9 | EV Zug | 9 | 14 | 19 | |
10 | HC Davos | 15 | -9 | 19 | |
11 | HC Lugano | 14 | -3 | 18 | |
12 | EHC Biel | 14 | -8 | 16 | |
13 | EHC Kloten | 15 | -21 | 15 | |
14 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 15 | -16 | 14 |