National League am Sonntag
Fribourg ärgert den ZSC erstmals in dieser Saison

Fribourg schlägt die Lions erstmals in dieser Saison, Rappi kann doch noch Powerplay-Tore und Lugano jubelt zum 6. Mal in Serie. So lief die National-League-Runde am Sonntag.
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Fribourg feiert einen 4:2-Sieg gegen die ZSC Lions.
Foto: keystone-sda.ch
BLICK-Eishockeyredaktion

Fribourg – ZSC Lions 4:2

Das Spiel: Da ist einiges los in Fribourg! Gleich dreimal bekommen die Schiedsrichter Stricker und Borga Diskussionsbedarf beim Videoschauen. Erst beim 2:2-Ausgleich durch Gunderson kurz vor der ersten Pause. Da entscheiden sie, dass der Zweikampf, bei dem Gottéron-Kanadier Desharnais den Zürcher Wick in Goalie Waeber schiebt, nicht den Tatbestand der Goalie-Behinderung erfüllt. Ein vertretbarer Entscheid, zumal sie sich dabei im Graubereich des Reglements bewegen und sie auf dem Eis auf Tor entschieden. Im Mitteldrittel müssen die Unparteiischen erneut ihre Nasen in den TV-Monitor stecken. Diesmal annullieren sie das vermeintliche 3:2 von Chavaillaz, weil sie sehen, dass Mottet Waeber, im Torraum stehend, die Sicht raubt.

Das Dubé-Team geht dann dank einer schönen Einzelleistung von DiDomenico später doch in Führung. Wenig später schickt ZSC-Coach Grönborg die Schiris wieder ins Zeitnehmer-Kabäuschen: Er nimmt seine Coaches Challenge. Doch das Ablenker-Tor von Desharnais hält der Prüfung stand. Die Fribourger werden für den steten Verkehr, den sie vor Waeber erzeugen, belohnt und gewinnen im fünften Anlauf (inklusive Cup) zum ersten Sieg in dieser Saison gegen die Lions. (sr)

Der Beste: Chris DiDomenico (Fribourg). Erst glänzt er zweimal als Vorbereiter für Gunderson, dann stellt er mit dem 3:2 nach einem tollen Solo die Weichen für den Gottéron-Sieg.

Die Pflaume: Denis Hollenstein (ZSC). Traf davor bei den drei Liga-Siegen gegen Fribourg sechsmal. Diesmal verpasst er das 3:4-Anschlusstor, als er nach einem Foul von Furrer an Wick zum Penalty anlaufen kann.

Tore: 5. Gunderson (DiDomenico) 1:0. 7. Rautiainen (Sigrist, Andrighetto/PP) 1:1. 10. Bodenmann (Hollenstein, Geering/PP) 1:2. 20. Gunderson (DiDomenico, Mottet) 2:2. 37. DiDomenico (Schmid, Abplanalp) 3:2. 39. Desharnais (Gunderson, Mottet) 4:2.

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SCRJ Lakers – SCL Tigers 4:2

Das Spiel: Wundersames geschieht im wichtigen Duell zwischen den Lakers und den Tigers, den direkten Konkurrenten am zweiten Strich, die um einen Pre-Playoff-Platz kämpfen. Zu den Problemzonen beider Mannschaften gehören die Special Teams. Tore im Powerplay sind Mangelware. Der Erfolgswert der Lakers: 14 Prozent. Jener der Tigers: noch magerere 11 Prozent.

Doch nun hält ausgerechnet das Powerplay beide Teams im Spiel. Nach 50 (!) Minuten erfolglosem Überzahlspiel geht der SCRJ tatsächlich mit einem Mann mehr in Führung. Doch die Emmentaler halten mit, gleichen zwei Rückstände im Powerplay aus. Dass sie 1:2 zurück liegen, haben sie ihrem Schweden Marcus Nilsson zu verdanken, der in Überzahl seinen eigenen Goalie bezwingt und den Lakers so zu ihrem erst zweiten Shorthander der Saison verhilft. «Das war das erste Eigentor meiner Karriere», sagt Nilsson, der bei seinem Versuch, die Scheibe hinters Tor zu spielen, noch entscheidend von SCRJ-Wick gestört wird. Der Schwede ist selbstkritisch: «Es ist eine bittere Niederlage. Und es war mein schlechtestes Spiel. Ich muss mich unbedingt steigern.»

Bezeichnend für Langnaus Schwäche ist, dass auch die Entscheidung in Überzahl fällt: SCRJ-Egli schiesst erstmals seit dem 19. Dezember wieder ein Powerplay-Tor. (N.V.)

Der Beste – Fabian Maier (Lakers). In der SCRJ-Abwehr ist er der Stabilste und ist stets auf der Höhe des Geschehens.

Die Pflaume – Marcus Nilsson (Tigers). Nicht das Spiel des Schweden, abgesehen vom Eigentor setzt er zu wenig Akzente.

Tore: 7. Profico (Cervenka/PP) 1:0. 16. F. Schmutz (Berger/PP) 1:1. 27. Maier (SH!) 2:1. 32. Grossniklaus (J. Schmutz/PP) 2:2.
42. Egli (Cervenka/PP) 3:2. 59. Lehmann (ins leere Tor) 4:2.

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Lugano – Biel 4:1

Tore: 31. Bödker (Bertaggia/SH) 1:0. 56. Nodari (Arcobello) 2:0. 58. Sannitz (Walker, Heed/SH) 3:0 (ins leere Tor). 59. Brunner (Künzle/PP) 3:1. 60. Bödker 4:1 (ins leere Tor).

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
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