Miserable Leistung
Meister ZSC kassiert Lugano-Ohrfeige

Die ZSC Lions gehen im Tessin baden. Der Meister verliert gegen den HC Lugano gleich mit 1:5.
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ZSC-Topskorer Denis Malgin und seine Lions finden auch in Lugano nicht aus der Krise.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die Krise von Doppelmeister ZSC Lions weitet sich aus. Bei der schallenden 1:5-Ohrfeige gegen Lugano ist auch die Leistung erstmals miserabel.

Dabei beginnt die Partie perfekt für den ZSC. Sigrist lenkt nach 107 Sekunden einen Schuss des nach Krankheit wieder genesenen Lehtonen ab. Doch statt sich an diesem Erfolgserlebnis zu erfreuen und weiter aufs Gaspedal zu drücken, zieht sich der «Zett» zurück und lässt sich von Lugano an die Wand spielen. Aebischer injiziert den Zusammenbruch der Zürcher, indem er das 1:1 selbst markiert und das 2:1 von Marco Zanetti mit seinem Vorstoss in die Wege leitet. Anschliessend trifft auch noch Canonica. Sechs Minuten brauchen die Tessiner, um ein 0:1 in ein 3:1 zu verwandeln – und Trainer Bayer sieht sich bereits in der 17. Minute veranlasst, sein Time-out zu beziehen.

Die erste Folge davon: Fazzini gelingt fast das 4:1, Sigrist wischt den Puck in extremis noch von der Linie weg. Das zunächst Verpasste holt dann Sekac nach, und auch Simion, der zuvor noch Chancenwucher betrieben hatte, kommt noch zu seinem Erfolgserlebnis. Die ZSC-Hintermannschaft gleicht einem Hühnerhaufen; die entscheidenden Zweikämpfe gehen genauso verloren wie eine seriöse Bewachung der Gegenspieler. Und auch vorne stellen die Zürcher den Betrieb mehr oder weniger ein. In der Summe ergibt dies die höchste Saisonniederlage.

Am Wochenende bei den Niederlagen gegen Zug und Davos stimmte die Leistung noch, dies lässt sich nun nicht mehr behaupten. Der Doppelmeister und Champions-League-Sieger ist von der Verliererseuche erfasst worden. Bedrohlich ist diese Tendenz vor allem für Bayer, der als Trainer naturgemäss das schwächste Glied in der Kette ist und nach der wettbewerbsübergreifend siebten Pleite in Folge definitiv angezählt ist. Dass es unschön ist, wie die Mannschaft ihren Übungsleiter gerade im Regen stehen lässt, ist ein anderes Thema.

Fans: 4958
Tore: 2. Sigrist (Lehtonen) 0:1. 11. Aebischer (Omark) 1:1. 13. M. Zanetti (Morini, Aebischer) 2:1. 17. Canonica (Alatalo, Fazzini) 3:1. 23. Sekac (Müller, Perlini) 4:1. 29. Simion (Omark, Müller) 5:1.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
6
12
18
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
6
1
11
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
6
-2
9
4
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
6
-3
9
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
6
0
8
6
HC Ajoie
HC Ajoie
6
-1
8
7
EV Zug
EV Zug
4
6
7
8
SC Bern
SC Bern
4
3
7
9
EHC Biel
EHC Biel
5
4
7
10
HC Davos
HC Davos
6
-4
7
11
Lausanne HC
Lausanne HC
5
-4
6
12
SCL Tigers
SCL Tigers
6
-4
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
6
-7
6
14
HC Lugano
HC Lugano
4
-1
5
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