Viertelfinal-Showdown am Donnerstag
Lugano wendet dank Ergänzungsspieler Patry Saisonende ab

Gottéron lässt die erste Möglichkeit für den Halbfinal-Einzug in Lugano liegen. Die Tessiner verdienen sich den Sieg mit viel Angriffslust.
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort
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Früher Restausschluss: Fribourgs Benoit Jecker muss wegen eines Checks mit dem Knie gegen Michael Joly unter die Dusche.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus

Das Tor, das Fribourg in diesem sechsten Spiel der Serie am meisten schmerzt, ist der Treffer des Ergänzungsspielers Stéphane Patry zum 3:1. Weil es der Gamewinner ist? Nicht nur. Die Saanestädter stolpern dabei in einen Konter, den der Genfer in Luganos Diensten nach einem Spaziergang durchs rechte Couloir ohne nennenswerte Gegenwehr vollenden kann. Gottéron gewährt dem Gegner dabei ohne Not einen Angriff in Überzahl.

Fribourgs Schleudergang in der Waschmaschine

Lugano findet danach wieder zu dem emotionalen Spiel, das die Aufholjagd nach den zwei Niederlagen zum Auftakt der Serie erst möglich machte. Nach Patrys 3:1 sind die Tessiner angriffslustig wie Käfigkämpfer, dem Gegner wird ein Schleudergang in der Waschmaschine verpasst, die Abschlüsse kommen aus allen Lagen und in rascher Folge. Dabei fehlt nicht der Killerinstinkt, nur die Präzision. Diese Druckphase der Hausherren beantwortet Fribourg mit dem Anschlusstreffer durch die Sörensen-Formation. Fast wie aus dem Nichts, aber eben nur fast: Latent gefährlich ist man in der Vorwärtsbewegung immer.

Fribourg wird schon in der sechsten Spielminute dezimiert, als Verteidiger Jecker unnötigerweise einen Frontalangriff gegen Michael Joly startet und diesen am Knie erwischt, als er dem Kontakt mit einer Körpertäuschung auszuweichen sucht. Die Fünfminuten-Strafe kostet nicht nur ein Gegentor, sondern auch den Rhythmusvorteil, den man zuvor für ein paar schwungvolle Angriffe nutzen konnte.

Schlegel erneut ausgezeichnet

Lugano verdient sich das Entscheidungsspiel am Donnerstag in Fribourg nicht nur wegen des beherzten Auftritts. In der Abwehr zeigt man sich unversöhnlich und verkauft den Raum vor dem erneut ausgezeichneten Schlegel teuer. Und mit den zwei Toren in Überzahl kann man dem Gegner einmal mehr bedeuten, wie kostspielig Strafen in diesem Klima sind.

Bezüglich Stimmungsbarometer liegen die Vorteile am Donnerstag dann nicht unbedingt beim Heimteam. Eine erste Möglichkeit, den Gegner in die Ferien zu verabschieden, hat man ja bereits verschenkt. Die Erwartungshaltung wird in Fribourg wesentlich grösser sein, schliesslich hat man sich den Heimvorteil mit den ausgezeichneten Leistungen in der Qualifikation verdient.

Fans: 5918.

Tore: 8. Joly (Thürkauf, Carr/PP) 1:0. 23. Diaz (Walser) 1:1. 25. Alatalo (Carr, Arcobello/PP) 2:1. 26. Patry (Zanetti) 3:1. 32. Mottet (Wallmark, Sörensen) 3:2. 60. Kempe (Thürkauf) 4:2 (ins leere Tor).

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
8
1
13
3
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
7
-2
11
4
HC Ajoie
HC Ajoie
7
2
11
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
7
3
11
6
EV Zug
EV Zug
5
9
10
7
HC Davos
HC Davos
7
-1
10
8
SCL Tigers
SCL Tigers
7
-3
9
9
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
7
-6
9
10
Lausanne HC
Lausanne HC
7
-6
8
11
SC Bern
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5
0
7
12
EHC Biel
EHC Biel
6
1
7
13
EHC Kloten
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-11
6
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HC Lugano
HC Lugano
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5
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