Viel los in der National League
Zwei Hockey-Stars im Baby-Glück – Fribourg-Held vor ZSC-Wechsel?

Dominik Kubalik und Mirco Müller mit Baby-News. Lars Leuenberger mag seine Bratwurst ohne Senf. Hier kommt das Liga-Inside.
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Seiler vor Wechsel zu Gegner ZSC

Spätzünder Simon Seiler (29) ist auf dem Transfermarkt ein gefragter Mann. Nach seinen starken letzten Playoffs, dem anschliessenden Nati-Debüt und dem überzeugenden Saisonstart streiten sich mehrere Topklubs um den Fribourg-Verteidiger. Gottéron-Sportchef Gerd Zenhäusern hat bereits durchblicken lassen, dass es für ihn schwierig wird, Seiler zu halten. Womöglich hat er am Samstagabend an seinem zukünftigen Arbeitsort Zürich gegen seine baldigen Teamkollegen gespielt. Denn die Spatzen pfeifen das heisse Gerücht von den Dächern, dass sich Seiler für die ZSC Lions entschieden hat. Für ihn wäre es eine Rückkehr, er spielte in den Junioren einst für die Organisation.

Mehrere Top-Klubs buhlen um Fribourg-Verteidiger Simon Seiler.
Foto: Pius Koller

Kubalik und Müller mit Baby-News

Vier Hände zieren das Schwarz-Weiss-Bild des letzten Instagram-Posts von Mirco Müller. Der Lugano-Verteidiger und seine Frau Kris sind bereits zweifache Eltern, nun verkünden sie, dass im nächsten März Baby Nummer drei erwartet wird. Zum zweiten Mal Vater wird EVZ-Stürmerstar Dominik Kubalik. Der Tscheche und seine Frau bekamen ihr erstes Kind im Mai 2024 kurz vor dem WM-Start in Prag. Damals war Kubalik bei der Geburt von Mia (2) dabei und schaffte es gerade noch rechtzeitig fürs erste Spiel zurück ins Stadion.

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Leuenberger ohne Senf

Obwohl er schon lange in der Region Bern heimisch geworden ist, bleibt Fribourg-Assistenztrainer Lars Leuenberger im Herzen Ostschweizer. Eine Stunde vor Spielbeginn gegen die ZSC Lions stillt der gebürtige Uzwiler in der Swiss Life Arena in Zürich noch seinen Hunger und verdrückt eine Bratwurst – natürlich ohne Senf.

Fribourgs Assistenztrainer Lars Leuenberger mag seine Bratwurst ohne Senf.
Foto: Freshfocus

Streule hart im Nehmen

Ein Schuss von ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen landet im Rahmen des 5:4-Sieges der ZSC Lions gegen Fribourg in der 42. Minute mitten im Gesicht von Maximilian Streule. Während Lehtonen die Hand hebt, um sich zu entschuldigen, verlässt der Gottéron-Verteidiger sogleich das Eis und schützt die blutende Wunde an der Backe auf dem Weg in die Garderobe mit einem Tuch. Acht Minuten später ist Streule bereits wieder zurück auf dem Eis – mit vier Stichen frisch genäht. «Alles halb so schlimm», sagt der Zürcher im Fribourg-Dress, der offensichtlich ziemlich hart im Nehmen ist, nach dem Spiel.

Ambri verabschiedet sich vor den Fans von Kostner

Dreimal ist Diego Kostner diese Saison bei Ambri noch zu Einsätzen gekommen, bevor der Italiener mit Schweizer Lizenz die Tessiner in Richtung Mailand verlassen hat. In der Ice Hockey League, bestehend aus italienischen, österreichischen, ungarischen sowie slowenischen Klubs, hat Kostner mittlerweile zwei Spiele absolviert und dabei zwei Treffer erzielt. Bei Ambri hat der Ex-Leventiner zehn Jahre verbracht und wurde von den Biancoblu beim Heimspiel gegen den SCB vor den Fans verabschiedet. Dafür ist Kostner aus Mailand zurück in den Norden gereist, um bei der Ehrung im Stadion selbst dabei zu sein. So wie der Ex-Leventiner schaut auch ein weiterer langjähriger Ambri-Spieler bei der Partie gegen den SCB nur zu. Daniele Grassi ist überzählig. Nachdem der Ex-Captain diesen Sommer sein «C» loswurde, fehlt er diese Saison bereits zum vierten Mal in der Aufstellung der Biancoblu.

Diego Kostner verabschiedet sich von den Ambri-Fans.
Foto: keystone-sda.ch

Spät gestartet, früh aufgehört

Die Spieler warten auf den Puckdrop, die Fans sind heiss, und die Partie zwischen Ambri und Bern kann beginnen – oder doch nicht? Wegen Gegenständen auf dem Eis muss der Spielstart in der Gottardo Arena verzögert werden. Beinahe fünf Minuten später wirft der Schiedsrichter dann die Scheibe ein und es kann losgehen. Damit aber nicht genug. Etwas mehr als eine Minute vor der ersten Drittelspause liegen wieder Gegenstände auf dem Eis. Die Head-Schiedsrichter Roland Gerber und Stefan Fonselius entscheiden sich dafür, die Spieler vorzeitig in die Pause zu schicken und eineinhalb Minuten nach der Eisreinigung nachzuspielen.

Ambri-Goalie Philip Wüthrich wartet auf den Puckdrop.
Foto: keystone-sda.ch

SCB mit halbem Milano

Von Sonny Milanos Stocktechnik können die meisten wohl nur träumen. Der US-Amerikaner hat während seiner NHL-Karriere schon einige spektakuläre Tore erzielt. Beim SCB sollte der 30-Jährige Schwung und Kreativität in die Berner Offensive bringen. Doch Milano fehlt auffallend oft. Am Freitag erzielte der US-Amerikaner noch mit seinem ersten Saisontor das 2:0 gegen Biel. Am Samstag gegen Ambri fehlt Milano nun schon zum zweiten Mal krankheitsbedingt. Von den neun Partien hat die neue SCB-Attraktion bisher fünf absolviert und war gegen Genf sogar überzählig. Immerhin hat er dabei bereits vier Punkte gesammelt.

HCD-Weekend zum Vergessen

Vor einem Jahr waren es noch diese Davoser, die zum Saisonstart die Seriensieger waren und neun Spiele in Folge gewannen. Und nun legen sie einen Auftakt hin, bei dem noch nicht alles glänzt. Im Gegenteil. Der Stransky-Abgang hinterlässt vorne Spuren, jener von Dahlbeck und Fora hinten. Die Verletztenliste (Ryfors, Asplund, Gross, Schreiber) tut ihren Teil dazu. Der HCD gerät in einen Abwärtsstrudel, hat bereits viermal und aktuell nun dreimal in Serie verloren. Vor allem war es ein Weekend zum Vergessen: eine peinliche 1:4-Pleite gegen Kloten und eine unrühmliche 2:3-Niederlage gegen Genfs Rumpftruppe (nach einer 2:0-Führung). Trainer Josh Holden musste in dieser noch jungen Saison schon mehrere Male zur Ruhe mahnen und betonen, dass es nun ein anderer HCD sei als noch letzte Saison und sich zuerst finden müsse.

HCD-Trainer Josh Holden (Mitte) musste in dieser Saison schon mehrere Male zur Ruhe mahnen.
Foto: Freshfocus

Lange Pause für Hausheer

Nach mehreren Tagen medizinischer Abklärungen wurde entschieden, dass sich Kloten-Verteidiger Leandro Hausheer aufgrund seiner Schulterverletzung aus dem Spiel gegen Biel einer Operation unterziehen muss. Der Eingriff fand am Donnerstag statt. Die voraussichtliche Ausfallzeit beträgt fünf bis sechs Monate. Auch bei Stürmer Raphael Prassl muss Kloten wegen einer schweren Knieverletzung das Saisonende befürchten.

Klotens Leandro Hausheer (l.) fällt fünf bis sechs Monate aus.
Foto: Feshfocus
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
11
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
12
EV Zug
EV Zug
6
8
10
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
10
-15
9
Playoffs
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