Das Berner Derby ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Zeiten, als die Emotionen überkochten oder die Gewalt auf dem Eis auch einmal überhand nahm, sind vorbei. Dabei fehlt es der aktuellen Ausgabe nicht an Engagement. Die beiden Teams kämpfen im zweiten Duell innert drei Tagen um jeden Puck und lassen sich so wenig Raum wie möglich. Konter-Gelegenheiten gibt es kaum einmal.
Die Gäste aus Langnau bekunden diesmal weniger Mühe mit dem Forechecking und finden einen Weg, um in der eigenen Zone nicht unter Druck zu geraten. Das Paterlini-Team lässt zunächst fast nichts zu und ist im ersten Drittel gefährlicher. Doch Goalie von Burg bleibt eiskalt, als Pettersson und Petrini vor ihm auftauchen.
Erst nach der ersten Pause gelingt es dem SCB, das Spiel zu bestimmen. Doch so richtig ins Schwitzen können die Stadtberner den sicheren Keeper Boltshauser nicht bringen. Bei einem Pfostenschuss von Merelä zum Ende eines desolaten Powerplays kommt der SCB einem Treffer am nächsten.
Erst kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts fällt ein Tor. Der schwedische SCB-Verteidiger Lindholm holt sich eine Strafe, als er Nussbaumer, der nicht in Scheibenbesitz ist, über den Haufen checkt. Die Langnauer ziehen darauf ihr Powerplay äusserst geduldig auf – und spielen Bachofner frei, der zu seinem bereits fünften Saisontreffer einnetzt. Ein grosser Lohn für die Tigers in einem Drittel, indem das Verhältnis der Torschüsse 16:3 für den SCB lautet.
Aubin versucht mit aktivem Coaching – Scherwey rückt anstelle des 20-jährigen Grossniklaus an die Seite der wirkungslosen Ausländer Aaltonen und Bemström – den Rhythmus zu erhöhen. Doch die Emmentaler bleiben stabil. Und nach einem schönen Durchspiel von Julian Schmutz trifft Eggenberger zum 2:0.
Ohne Goalie verkürzt der SCB durch Dionicio. Doch Paterlini nimmt seine Coaches Challenge wegen eines vermeintlichen Handpasses von Merelä. Doch die Schiedsrichter geben ihm nicht recht. Der Treffer zählt und es gibt eine Strafe gegen die Gäste. Doch Weltmeister Björninen lässt den SCB-Hoffnungen mit einem Treffer ins leere Tor sofort die Luft raus.
So gelingt den Tigers die Revanche für die 1:3-Niederlage vom Samstag. Sie krallen sich den ersten Sieg seit vier Jahren und sieben Pleiten in Folge in Bern. In der Tabelle überholen die Langnauer den Kantonsrivalen wieder. Und für den SCB endet die Serie von vier Erfolgen.
Fans: 15’979
Tore: 38. Bachofner (F. Schmutz, Petersson/PP) 0:1. 54. Eggenberger (J. Schmutz) 0:2. 58. Dionicio (Abols/ohne Goalie) 1:2. 59. Björninen (SH) 1:3 (ins leere Tor).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 13 | 24 | 33 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 13 | 3 | 24 | |
3 | Genève-Servette HC | 14 | 0 | 24 | |
4 | SCL Tigers | 14 | 5 | 22 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 13 | 13 | 21 | |
6 | Lausanne HC | 15 | 0 | 21 | |
7 | SC Bern | 12 | 2 | 20 | |
8 | HC Davos | 14 | -6 | 19 | |
9 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
10 | HC Lugano | 13 | 0 | 18 | |
11 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
12 | EHC Biel | 13 | -5 | 16 | |
13 | EHC Kloten | 14 | -24 | 12 | |
14 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 14 | -19 | 11 |