Für Berra ist früh Schluss
Ambri-Finne Järventie zerlegt Kloten im Alleingang

Eine weitere Pleite, ein Goalie-Wechsel, Pfiffe von den Rängen, ein genervter Spieler im Pausen-Interview. Um Kloten muss man sich langsam Sorgen machen.
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Schlusslicht Kloten muss die nächste Niederlage verdauen.
Foto: Pius Koller
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Da denkt man in den Startminuten, die Klotener sind dem Spiel gewachsen. Sie behaupten sich in Ambris Zone, verschaffen sich Platz und Chancen. Ein auflockernder Treffer gelingt ihnen jedoch nicht. Deshalb fällt vieles auseinander beim EHCK, als Ambris Paradeblock so richtig Fahrt aufnimmt: Das Selbstvertrauen, die Abwehr, der Spielaufbau.

Unter den Augen von Finnlands Nati-Sportchef Jere Lehtinen dreht einer seiner zu beobachtenden Spieler ganz schön auf: Ambris Topskorer Järventie ist omnipräsent und an vier Toren beteiligt. Ob der Junioren-Internationale Bescheid gewusst hat, dass eine Delegation des Weltmeisters am Match weilt? «Ja», antwortet Lehtinen grinsend.

Wie Kloten in die Pleite findet? Vor dem ersten Gegentreffer wird der Puck von Teenie Rupli (17) unglücklich abgelenkt und wird zur Bogenlampe – Goalie Berra sieht ihn nicht. In Unterzahl lässt man Schnarr vor dem Kasten gewähren, er hat ein leichtes Spiel beim 2:0. Nach Järventies Doppelpack zur 4:0-Führung ist das Spiel nicht nur für die Zürcher Unterländer gelaufen, sondern auch für deren Torhüter. Berra wird durch Fadani ersetzt. Fribourgs Meisterheld ist noch nicht so richtig in Kloten angekommen. Allerdings erschweren ihm seine zu passiven Vorderleute gerade auch den Job.

Einem rutscht das «F...»-Wort über die Lippen

Das weiss bestimmt auch Verteidiger Wolf, als er zum Pausen-Interview gebeten wird. Sichtlich genervt, rutscht ihm sogar das «F...»-Wort über die Lippen, der Österreicher mahnt, dass man nicht auseinander fallen dürfe und verspricht Besserung fürs Schlussdrittel.

Ob sie eintritt? Nicht wirklich. Auch Wolf kann Pestoni nicht stoppen, als er sich durchtrickst und das 5:0 erzielt. Es ist Pestonis erster Saisontreffer im erst dritten Match, der 35-Jährige hat den Saisonstart aufgrund fehlender Fitness verpasst.

Um Kloten muss man sich langsam sorgen. Zu einer fragilen Defensive gesellt sich eine lahme Offensive. Die Zürcher Unterländer kommen im Schnitt nicht mal auf ein Tor pro Spiel.

Fans: 4961

Tore: 6. De Luca (Järventie) 0:1. 9. Schnarr (Järventie/PP) 0:2. 21. Järventie (Schnarr) 0:3. 25. Järventie (De Luca) 0:4. 45. Pestoni (Joly) 0:5.

261016 EHCK HCAP INTERVIEWS DE
1:45
Klotens Wolf ist frustriert:«Puh! Ehrlich gesagt, es ist schwierig»
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