Nach der letzten Heimklatsche (1:5 gegen Ambri) sprach Kloten-Trainer Michael Liniger frustriert von einem Tiefpunkt. Er musste mitansehen, wie seine Mannschaft auseinander brach. Darauf folgt eine 2:5-Pleite in Lausanne – die zehnte Niederlage in elf Spielen. «Wir glauben ans Kollektiv. Aber es muss alles perfekt laufen, um erfolgreich zu sein.»
Dass es das im Rückspiel gegen Lausanne tut, wagt man zu bezweifeln, weil bei den Auftritten der Zürcher Unterländer jeweils wirklich nicht viel zusammengepasst hat. Und: Weil die Westschweizer mit ihrem neuen Stürmer-Juwel anreisen. Ex-NHL-Spieler Philipp Kurashev (San Jose, Chicago) wird gleich im der ersten Linie laufengelassen neben Suomela (Fi) und Riat. Sein Einsatz hat zur Folge, dass alle Sturmblöcke verändert werden. Kommt der LHC mit dieser Massnahme klar?
Zu Beginn schon. Der Ex-Klotener Simic im Powerplay und Suomela auf dessen Zuspiel legen vor. Die Westschweizer lehnen sich danach zurück, weil Kloten zunächst erneut Mühe hat, seinen Rhythmus und das Vertrauen zu finden. Da wirkt manchmal ein unbeschwerter Ergänzungsspieler Wunder. In diesem Fall Livio Truog, der von Swissligist Thurgau geholt worden ist. Der 1:2-Anschlusstreffer ist das erste NL-Tor des 22-Jährigen, der Puck wird ihm gesichert. Es geht ein Ruck durchs Team, der durch einen Patzer von Lausanne-Keeper Pasche noch verstärkt wird. Er lässt den Schuss von Ruotsalainen durchflutschen, dessen finnischer Landsmann Puhakka braust heran und versenkt die Scheibe.
Den Zürcher Unterländern (mit Fadani im Kasten) wird Mut und Entschlossenheit eingeflösst. Sie drehen die Partie innert fünf Minuten komplett. Zu zwei weiteren Treffern gibt der Schwede Aberg zwei Zuckerpässchen und deutet damit seine Qualitäten an. Durch einen neuerlichen Anschlusstreffer in der Schlussminute lassen sich die Klotener nicht mehr verunsichern.
Und Kurashev? Sein bester Moment in 19 Minuten Eiszeit ist der gewonnene Zweikampf und Puck (16. Minute), der das 2:0 einleitet.
Fans: 4128
Tore: 5. Simic (Caggiula, Fuchs/PP) 0:1. 16. Suomela (Simic) 0:2. 36. Truog (Weibel) 1:2. 51. Puhakka (Lindroth) 2:2. 53. Johansson (Aberg) 3:2. 55. Henry (Aberg) 4:2. 60. Rüegsegger (Fora) 4:3.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 13 | 24 | 33 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 13 | 3 | 24 | |
3 | Genève-Servette HC | 14 | 0 | 24 | |
4 | SCL Tigers | 14 | 5 | 22 | |
5 | HC Fribourg-Gottéron | 13 | 13 | 21 | |
6 | Lausanne HC | 15 | 0 | 21 | |
7 | SC Bern | 12 | 2 | 20 | |
8 | HC Davos | 14 | -6 | 19 | |
9 | HC Ajoie | 14 | -4 | 19 | |
10 | HC Lugano | 13 | 0 | 18 | |
11 | EV Zug | 8 | 11 | 16 | |
12 | EHC Biel | 13 | -5 | 16 | |
13 | EHC Kloten | 14 | -24 | 12 | |
14 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 14 | -19 | 11 |