HCD-Ambühl und ZSC-Prassl in Schlägerei verwickelt
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Bei Del-Curto-Rückkehr:HCD-Ambühl und ZSC-Prassl in Schlägerei verwickelt

Keine Sperre für Tätlichkeit
Justiz-Skandal um HCD-Star Ambühl!

Eine Tätlichkeit von HCD-Captain Ambühl wird von der Liga-Justiz einfach übersehen. Ein Skandal mit wegweisenden Folgen.
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Immer volle Pulle: HCD-Captain Ambühl.
Foto: Keystone
Dino Kessler

Kurz vor der entscheidenden Phase der Meisterschaft leistet sich die Instanz, die für die Sicherheit der Spieler zuständig wäre, wieder mal eine Unregelmässigkeit. Nicht das erste Skandalurteil, das in die Zuständigkeit der beiden PSO (Player Safety Officer) Stéphane Auger und Ryan Gardner fällt.

Der Stockschlag von HCD-Captain Andres Ambühl an Raphael Prassl (ZSC Lions) am letzten Samstag war eine Tätlichkeit. Das ergeben die Video-Bilder. Auf dem Eis wird der Ausraster nur mit zwei Minuten bestraft. Grund: Die Schiedsrichter konnten die Szene in der Hektik nicht richtig beurteilen – was jederzeit vorkommen kann.

Versagt hat in diesem Fall wieder die Instanz der Spielersicherheit, die als Vertreter der Rechtspflege für die Einschätzung der Szenen verantwortlich ist. Ambühl, der Prassl mit seinem Stock bearbeitete wie eine Piñata, hätte für diese Aktion mit einer Sperre belegt werden müssen. Stattdessen: Nix. Kein Verfahren. Etwa nur deshalb, weil Prassl dabei nicht verletzt wurde?

Auger und Gardner wieder mal mit Fehlurteil

Eine weitere Verfehlung in der Historie der Herren Auger und Gardner. Dabei wäre mindestens ein vergleichbarer Fall zur Hand gewesen: Erst kürzlich malträtierte Luganos Max Lapierre den Zürcher Chris Baltisberger auf ähnliche (wenn auch weniger schwerwiegende) Weise mit einem Stockschlag und wurde vom Einzelrichter nach einem ordentlichen Verfahren für zwei Spiele gesperrt.

Ambühls Aktion hatte keine Relevanz für den Spielverlauf, es war eine pure Frustaktion abseits des Spielgeschehens. Es ist also tatsächlich mal das vorgelegen, was der PSO in Regel als Mitgrund für eine Sperre angibt: Der fehlbare Spieler hatte nicht die Absicht, mit seiner Aktion den Puck zu erobern. No regard for the puck – kaum einmal so zutreffend wie in diesem Fall.

Muss Prassl beim nächsten Mal den Verletzten spielen? 

Der Kollateralschaden: Prassl müsste man fast raten, beim nächsten Mal auf dem Eis liegen zu bleiben und den Verletzten zu spielen. Das ist die Konsequenz dieser Resultatjustiz. Schauspielerei. Schummelei. Die Unsitten, welche die Liga gerade mit allen Mitteln zu bekämpfen sucht.

Mit solchen Fehlurteilen sabotiert sie sich allerdings selbst und löst damit erst noch Unsicherheit aus: Wenn in den Playoffs ein ähnlicher Fall geschieht, an welchem Massstab orientiert man sich dann? An der Sperre Lapierres oder am Freispruch Ambühls? Der Weg für die nächste Kontroverse ist vorgespurt.

So gewinnt Davos in Rapperswil
1:59
Highlights im Video:So gewinnt Davos in Rapperswil
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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