«Ich bin der Azubi»
ZSC-Hollenstein eröffnet Garage mit seinem Bruder

ZSC- und Nati Stürmer Denis Hollenstein hat gemeinsam mit seinem Bruder Marc eine Garage eröffnet.
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Akkuborer statt Hockey-Stock: Denis Hollenstein (r.) mit Bruder Marc.
Foto: Sven Thomann
Angelo Rocchinotti

Noch fehlt über dem Eingang die Leuchtreklame. Doch im Innern wird schon fleissig gearbeitet. Denis Hollenstein (29) versucht sich gerade beim Radwechseln. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Marc steht ihm zur Seite. «Wann immer ich Zeit finde, komme ich vorbei und versuche, zu lernen», erzählt der ZSC-Stürmer. «Ich bin der Azubi.»

Seit Frühjahr führen die Brüder in Embrach ZH die «Carrosserie Hollenstein». Offiziell eröffnet wird sie am 11. Oktober. Die Idee kam von Denis. Sein Bruder ist gelernter Carrosseriespengler, strebte nie eine Karriere als Hockey-Profi an. Marc sagt: «Ich war stets ein Autofreak, fuhr in unserer Siedlung jeweils mit einem Elektroauto herum, während Denis Hockey spielte.»

Der 27-Jährige arbeitet seit zwölf Jahren auf dem Beruf. Eine Zeit lang im Betrieb seines einstigen Lehrmeisters. «Das war toll. Aber wir arbeiteten von sechs Uhr früh bis teilweise zehn Uhr abends. Irgendwann wurde es zu viel.»

Traum vom Piloten

Hollenstein kündigt seinen Job, verkauft den Wagen und reist mit dem Erlös nach Hawaii. Kopf lüften und Englisch lernen, so der Plan. Nach fünf Monaten kehrt er heim, arbeitet als Uber-Fahrer und denkt über eine Piloten-Ausbildung nach. Doch als ihm am Flughafen zwei Piloten begegnen, verwirft er die Pläne wieder. «Ich wusste nicht wirklich, was ich aus meinem Leben machen soll», gesteht Marc. Als ihn Denis mit der Idee eines eigenen Geschäfts konfrontiert, ist für ihn jedoch klar: «Wenn Denis hinter mir steht, machen wir das.»

Ob Servicearbeiten erledigen, Glas- und Blechschäden reparieren oder Reifen wechseln – Marc Hollenstein macht alles. Einzig die Buchhaltung überlässt er seinem Bruder. Marc hat durchaus Geschäftssinn, weiss den ZSC-Star einzuspannen. So musste Denis für Kunden schon Auto reinigen und Räder wechseln. «Anfangs fragte ich mich, wie ich die Miete zahlen soll», sagt Marc. «Doch dann kam ein Kunde nach dem anderen.»

Schon der Grossvater führte eine Garage

Natürlich gäbe es zwischen den Brüdern auch mal Reibereien. Doch die seien von kurzer Dauer. Marc: «Wir sind Brüder und zugleich beste Freunde. Die Leute staunen, wie viel wir unternehmen.»

Klar, dass beim Nati-Stürmer, der am Freitag in Langnau sein Comeback geben soll, der Sport Priorität geniesst. Doch nach seiner Karriere kann er sich vorstellen, ganz einzusteigen. «Einen besseren Lehrmeister als Marc kann man nicht haben», schwärmt Denis. Die beiden führen übrigens eine Familientradition fort: Ihr Grossvater führte einst eine Garage in Zürich.

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2
HC Fribourg-Gottéron
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41
39
77
3
Genève-Servette HC
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43
10
76
4
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41
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43
19
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6
ZSC Lions
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41
22
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41
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64
8
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