Grant führt die Lions zum Sieg
Umstrittene Strafe bringt den ZSC auf die Siegerstrasse

Die wichtigsten Zutaten für den ZSC-Sieg: Ein Stockschlag, eine umstrittene Strafe, drei Powerplay-Tore und eine Keilerei.
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Derek Grant führt den ZSC in Spiel 1 der Halbfinal-Serie gegen Zug mit einem Hattrick zum Sieg.
Foto: keystone-sda.ch

Drei Treffer schenkt der ZSC den Zugern in einer fünfminütigen Überzahl ein – die es so gar nicht hätte geben sollen. EVZ-Verteidiger Hansson wird für einen Stockschlag zwischen die Beine von Andrighetto unter die Dusche geschickt. Dabei trifft der Schwede jedoch zuerst den Stock seines Gegners und nicht direkt dessen Weichteile. Eine harte Strafe. Die Zuger sind bedient, allen voran Goalie Genoni, der sich nach dem vierten Gegentor innert sechs Minuten auswechseln lässt.

Dabei haben die Zuger bis dahin vieles unter Kontrolle, vor allem ihren Slot. Zürichs Pässe über kurze Distanzen unterbinden sie mühelos und nehmen ihnen so den Schwung. Im Mitteldrittel verwalten sie ihren Mini-Vorsprung abgeklärt, die Lions brauchen geschlagene zehn Minuten für ihren ersten Schuss aufs Tor.

Ein Check und eine anschliessende Keilerei ist es, die beim ZSC den Propfen löst. Marti spediert Zugs Schlumpf in die Bande. Danach entladen sich die Emotionen wie bei einem kurzen Sommergewitter. Andrighetto beackert Wingerli, weil der EVZ-Schwede sich Checker Marti vorknöpfen will. Das setzt bei den Zürchern Energien frei. Balcers’ Ausgleichstreffer nach überstandenem Boxplay ist erst ihr dritter Schuss auf den EVZ-Kasten. Doch danach flutscht es im Zweiminutentakt.

Derek Grant erstickt Zugs Comeback-Hoffnung

Nach Bengtssons 2:4 kann man ein kurzes Aufflackern von bitteren Erinnerungen nicht verdenken. In Duellen zwischen den Zürchern und den Zugern ist es schon mehrfach vorgekommen, dass ein Spiel nach einem Drei-Tore-Rückstand noch gedreht worden ist. Es gibt eine Historie von irren Wenden.

ZSC-Topskorer Grant sorgt aber rasch dafür, dass diese Erinnerungen verblassen. Der Kanadier komplettiert seinen Hattrick. Bemerkenswert: Es ist sein zweiter in Serie. Im letzten Viertelfinal-Spiel gegen Biel schiesst er beim 4:0-Sieg ebenfalls drei Tore. Ein viertes Tor hat er in diesem Halbfinal-Auftakt auch noch auf dem Stock, hämmert jedoch an den Pfosten (45.).

So oder so beschert er den ZSC Lions einen Start nach Mass in diese Serie. Ein solches Zeichen hat man von ihnen erwartet, bekanntlich haben sie sich die Hände gerieben für die Revanche-Chance für das Final-Drama 2022. Damals dreht der EVZ einen 0:3-Rückstand in der Serie und holt den zweiten Titel in Folge. Was ebenfalls zu dieser Erinnerung gehört: Auch damals gewinnen die Zürcher das erste Spiel der Serie.

Fans: 12'000 (ausverkauft)

Tore: 15. Hansson (Kovar, Wingerli/PP) 0:1. 32. Balcers (Malgin, Ch. Baltisberger) 1:1. 35. Grant (Andrighetto/PP) 2:1. 36. Malgin (Andrighetto/PP) 3:1. 38. Grant (Kukan, Andrighetto/PP) 4:1. 40. Bengtsson (Senteler, Biasca) 4:2. 42. Grant (Hollenstein, Geering) 5:2.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
8
16
23
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
10
3
18
3
SCL Tigers
SCL Tigers
9
5
15
4
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
9
-5
14
5
HC Ajoie
HC Ajoie
9
1
14
6
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
9
5
14
7
HC Davos
HC Davos
9
0
13
8
Lausanne HC
Lausanne HC
10
-7
12
9
HC Lugano
HC Lugano
8
3
11
10
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
9
-8
11
11
EV Zug
EV Zug
6
8
10
12
EHC Biel
EHC Biel
8
-1
10
13
SC Bern
SC Bern
7
-2
9
14
EHC Kloten
EHC Kloten
9
-18
6
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