Fünf Spiele, sechs Tore
Probe-Stürmer wird zum «Luoto-Sechser» für den SCB

Am Tag vor dem Saisonstart verpflichtete der SCB Joonas Luoto mit einem Try-out-Vertrag und der Option, ihn bis Ende Saison zu verpflichten. Das ist nun bereits mehr als eine Option.
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Willkommen in Bern, Joona Luoto!
Foto: keystone-sda.ch
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Der Start ist geglückt. Der SCB hat aus den ersten fünf Spielen zehn Punkte geholt. Dabei zahlt es sich auch aus, dass man aus einem Fehler aus dem Vorjahr gelernt hat. Damals verzichtete man auf die Verpflichtung eines Ausländers, obwohl zu Beginn mit DiDomenico (gesperrt), Kahun und Gélinas (beide verletzt) gleich drei ausfielen.

Diesmal reagierte man sofort, als klar war, dass Colton Sceviour und Corban Knight den Start verletzt verpassen würden, und verpflichtete einen Tag vor dem Auftakt Joona Luoto (25). Der Finne, der die letzte Saison in der Organisation der Columbus Blue Jackets vorwiegend in der AHL bei Cleveland verbracht hatte, erhielt einen Try-out-Vertrag bis Mitte November.

Und der 1,90 Meter grosse Stürmer wurde zum «Luoto-Sechser». Dank sechs Toren in fünf Spielen dürfte er den Jackpot knacken. Der SCB wird gar nicht anders können, als die Option in seinem Vertrag zu ziehen und ihn bis Ende Saison zu behalten. «Wenn er so weitermacht, wird es keine grosse Diskussion darüber geben», sagt Sportchef Andrew Ebbett (40) schmunzelnd. Ins Budget sollen auch acht Ausländer passen.

«Die Tore sind ein Bonus»

Das Modell mit Reserve-Ausländern dürfte in der Liga Schule machen. Knight (diese Woche) und Sceviour (wohl nächste Woche) stehen bald auch zur Verfügung. «Es dürfte immer wieder Verletzungen geben. Mit der Erhöhung von vier auf sechs Ausländer ist auch die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Ausländer ausfallen», sagt Ebbett. Zudem können die Berner sechs Feldspieler einsetzen und Goalie Adam Reideborn ab und an eine Pause gönnen. Philip Wüthrich (Shutout gegen die SCL Tigers) habe gezeigt, dass er bereit sei, so Ebbett.

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Sollte Luoto – was etwas viel verlangt wäre – seine Tor-Kadenz aufrechterhalten, würde er auf 62 Saisontreffer kommen und den NL-Rekord von Lugano-Legende Kent Johansson aus der Saison 1984/85 (57 Tore) übertreffen. «Die Tore sind ein Bonus», sagt Ebbett. Noch wichtiger sei, dass der Finne mit gutem Beispiel vorangehe und seinen Teamkollegen zeige, wie der neue Trainer Jussi Tapola (49) spielen will. «Luoto bewegt seine Füsse permanent.»

Luoto, der sich bei seinem Stammklub fit hielt, kennt den Erfolgscoach und seine Launen aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Tappara. Unter ihm schaffte er als 19-Jähriger den Durchbruch und war 2022 als Playoff-MVP massgeblich am Meistertitel des Teams aus Tampere beteiligt.

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30
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3
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26
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5
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38
26
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6
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19
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