Hier lässt Fribourg die letzte Playoff-Chance sausen
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Fribourg verpasst die Playoffs
«Wir erfuhren es am Telefon»

«Wir haben 72 Punkte geholt. In jeder anderen Saison hätte das für die Playoffs gereicht», sagt ein enttäuschter Gottéron-Captain Julien Sprunger.
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Grosse Enttäuschung: Fribourg-Topskorer und -Captain Julien Sprunger zwischen Ralph Stalder und Noah Schneeberger (rechts).
Foto: Keystone
Christoph Schär

Während Lausanne, Langnau, Ambri und Lugano jubeln, herrscht bei Gottéron der grosse Frust. Die Fribourger verpassen die Playoffs definitiv, schon zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren.

Bis das allen klar ist, dauert es nach dem Spiel am Samstag in Lausanne aber einen Moment. Gottéron rettet sich kurz vor Schluss in die Verlängerung, verliert dann aber das Penaltyschiessen. Der eine Punkt ist zu wenig. Weil Servette und der ZSC, die am Montag aufeinandertreffen, aufgrund der Direktbegegnungen nicht mehr beide überholt werden können und die Fribourger auch gegen Lugano eine negative Bilanz haben.

«Als wir vom Eis gingen, war uns das noch nicht klar», sagt Stürmer Samuel Walser. «Erst als wir in der Garderobe aufs Telefon schauten, merkten wir, dass es rechnerisch nicht mehr möglich ist.» Topskorer Julien Sprunger, der den letzten Penalty verschoss, spricht von einer sehr grossen Enttäuschung. «Die Playoffs verspielt haben wir aber nicht in Lausanne, sondern schon früher.»

Das Hauptproblem sei die fehlende Konstanz gewesen. «Nach zwei, drei guten Spielen kam wieder ein unglaublich schlechtes. Immer, wenn wir gewinnen mussten, gelang uns das nicht. Wie in den letzten Heimspielen gegen Genf und Lugano.» Und Walser sagt: «Es gingen uns so viele Punkte durch die Lappen, die wir hätten gewinnen müssen.»

Schlechtestes Power- und Boxplay

Für Captain Sprunger, der in seiner 16. Saison mit Gottéron zum siebten Mal die Playoffs verpasst, ist das Scheitern kein Zufall. «Wir haben das schlechteste Powerplay der Liga und das schlechteste Boxplay der Liga. Dafür haben wir einfach keinen Schlüssel gefunden.» Und weiter: «Dafür haben wir manchmal gegen einen sehr guten Gegner ein fast perfektes Spiel gezeigt. Das war die ganze Saison über ein komisches Gesicht von Gottéron.»

Dass das Verpassen der Playoffs personelle Konsequenzen hat, ist nicht anzunehmen. Trainer Mark French hat noch einen Vertrag bis 2021, Sportchef Christian Dubé gar bis 2023. Für Julien Sprunger sind ohnehin keine einschneidenden Massnahmen notwendig. «Wir haben gute Spieler, ein gutes System und einen super Trainer. Wir haben kein Problem in der Garderobe, wir haben nur eines auf dem Eis.» Doch auch das relativiert der 33-Jährige. «Wir haben 72 Punkte geholt. In jeder anderen Saison hätte das für die Playoffs gereicht.»

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
48
65
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
48
29
85
4
HC Lugano
HC Lugano
48
34
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
48
1
79
6
Lausanne HC
Lausanne HC
48
19
78
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
48
-12
70
8
EV Zug
EV Zug
48
-17
70
9
SC Bern
SC Bern
48
-6
66
10
SCL Tigers
SCL Tigers
48
1
64
11
EHC Biel
EHC Biel
48
-22
61
12
EHC Kloten
EHC Kloten
48
-20
58
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
48
-46
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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