Steigerung in den Playoffs
Ist das nicht Betrug an den Fans?

Die Playoffs begeistern. Doch die Differenz zum Eishockey, das in der Quali gespielt wird, ist verdächtig gross.
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In den Playoffs laufen die Spieler erst so richtig heiss.
Foto: keystone-sda.ch
Stephan Roth

Im Fussball tobt derzeit die Diskussion über die angedachte Einführung von Playoffs. FCZ-Präsident Ancillo Canepa behauptet, dass diese unfair und langweilig seien. Solche Stimmen gab es auch, als im Eishockey 1985 die Playoffs eingeführt wurden.

Die anfänglichen Bedenken verpufften allerdings schnell. Bald einmal elektrisierte die Alles-oder-nichts-Phase die Fans. Und von Langeweile in der Qualifikation faselten nur noch Leute, die sich ohnehin nicht richtig fürs Eishockey interessieren. Schliesslich sorgten die Strich-Kämpfe für ausreichend Nervenkitzel.

Und kaum jemand kam auf die Idee, am sportlichen Wert eines Playoff-Meisters zu zweifeln. Selbst 2016 nicht, als sich der SCB als Quali-Achter, der sich erst in der letzten Runde die Teilnahme gesichert hatte, erneut den Titel krallte.

Die Playoffs fordern den Sportlern alles ab. Endlich sieht man, wie sie an ihre Grenzen gehen. Die Intensität, das hat man auch in den letzten Wochen wieder beobachten können, macht einen massiven Sprung. Wenn ein Spiel nicht Playoff-Temperatur erreicht, wie das Startspiel der Viertelfinal-Serie zwischen den ZSC Lions und Biel, fällt das sofort auf.

«Spieler nehmen nicht jedes Spiel so enorm ernst»

Dass eine solch eklatante Steigerung vom einen Tag auf den anderen überhaupt möglich ist, wirft dann aber auch Fragen auf. Warum wird nicht schon in der Quali permanent Vollgas gegeben? Ist das nicht Betrug am zahlenden Zuschauer, der während 52 Quali-Runden oft mit Eishockey light Vorlieb nehmen muss?

«Die Spieler nehmen hier vielleicht nicht jedes Spiel so enorm ernst», hatte Bert Robertsson, der schwedische Assistenzcoach der SCRJ Lakers, nach seiner Ankunft bald festgestellt. «Mein Eindruck ist, dass es hier mehr Stimmungsspieler gibt. Es gibt Typen, die könnten in der NHL spielen, aber sie wollen einen einfacheren Ort zum Spielen. Ein leichteres Leben.»

Würde auch in der Regular Season schon so intensiv gespielt, müsste Nati-Coach Patrick Fischer bei Olympia jeweils nicht noch lange warten, bis seine Spieler auf Touren kommen. Doch das ist nicht die Schuld der Playoffs, sondern auf ein gewisses Mass an Minimalismus zurückzuführen. Denn im Fussball hat man noch keine Playoffs und längst nicht in jedem Spiel wird gespielt, als ob es kein Morgen gäbe.

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Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
18
37
47
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
18
4
33
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
19
-6
32
4
SCL Tigers
SCL Tigers
19
10
29
5
EV Zug
EV Zug
13
22
28
6
SC Bern
SC Bern
17
-1
28
7
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
18
13
27
8
Lausanne HC
Lausanne HC
20
-10
26
9
HC Ajoie
HC Ajoie
19
-6
25
10
HC Davos
HC Davos
19
-10
24
11
EHC Biel
EHC Biel
18
-3
23
12
HC Lugano
HC Lugano
18
-6
22
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
19
-19
19
14
EHC Kloten
EHC Kloten
19
-25
18
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