EHC Biel für 9 Tage im Warte-Modus
«Wir müssen scharf bleiben»

Abwarten und Tee trinken. Das heisst es aktuell für den ersten Playoff-Finalisten EHC Biel. Es kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch.
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Auch Biels Zauber-Goalie Harri Säteri kann derzeit nichts anderes tun als warten.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die Spieler des EHC Biel können über Ostern ihre Hockeystöcke zur Seite legen, sich in Ruhe der Eiersuche widmen und daneben am Samstagabend gemütlich vom Sofa aus zuschauen, ob Servette in der anderen Halbfinal-Serie seinen ersten Matchpuck nutzt und ihnen in den Final folgt. Eine neuntägige Pause mitten in den Playoffs, bevor es am kommenden Freitag losgeht – das ist viel. Es besteht die Gefahr, dass der Flow verloren geht.

Bienne a renversé le score lors de la dernière période.
5:34
ZSC Lions – EHC Biel 3:5:Vom 1:3 zum 5:3 – Lööv schiesst ZSC in die Ferien

Doch darüber beklagen mag sich beim Team der Stunde nach der 4:0-Gala in der Halbfinal-Serie gegen die ZSC Lions keiner. Vielmehr sieht man bei den Seeländern die Vorteile. «Wenn ich zwischen Rhythmus und Pause wählen kann, dann nehme ich immer die Pause», sagt Sportchef Martin Steinegger (51). Er weiss aber auch: «Es wird eine Herausforderung für die Coaches, die richtige Dosierung zwischen Erholung und hoher Trainingsintensität zu finden. Das Wichtigste ist, dass die Jungs scharf bleiben.»

Vorteile gegen Zug

Darüber macht sich Stürmer Etienne Froidevaux (34) keine Sorgen: «Wir können das schon bewältigen, wir sind alle Profis.» Er freut sich über die Pause: «Auch wenn es nur vier Spiele waren, so war es gegen die ZSC Lions doch auch eine harte Serie. Ein paar Tage ausruhen und die Bobos pflegen, tut uns sicher gut.»

Und wen hätten die Seeländer als Gegner lieber? Servette oder Zug? «Das kann ich nicht sagen, es sind beides zwei starke Mannschaften – auch mit unterschiedlichen Qualitäten», betont Steinegger. Er würde sich jedoch freuen, «wenn sie noch möglichst lange spielen würden.» Womit klar ist, dass er zumindest vorläufig dem EVZ die Daumen drückt.

Der (Noch-)Meister wäre auch aufgrund der bisherigen Saisonbilanz der bessere Gegner: Gegen Zug erspielte Biel neun von zwölf möglichen Punkten, gegen Servette nur vier von acht. Und gegen Zug hätte Biel den Heimvorteil, gegen Servette nicht. Steinegger dazu: «Ohne Heimrecht würde es zwar etwas schwieriger, aber wir haben im Viertelfinal gegen Bern und im Halbfinal gegen den ZSC auch jeweils zweimal auswärts gewonnen.»

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
18
37
47
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
18
4
33
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
19
-6
32
4
SCL Tigers
SCL Tigers
19
10
29
5
EV Zug
EV Zug
13
22
28
6
SC Bern
SC Bern
17
-1
28
7
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
18
13
27
8
Lausanne HC
Lausanne HC
20
-10
26
9
HC Ajoie
HC Ajoie
19
-6
25
10
HC Davos
HC Davos
19
-10
24
11
EHC Biel
EHC Biel
18
-3
23
12
HC Lugano
HC Lugano
18
-6
22
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
19
-19
19
14
EHC Kloten
EHC Kloten
19
-25
18
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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