«Mein Wecker hat nicht geklingelt»
Fribourg-Matchwinner Marchon verpasste Teambus nach Kloten

Weil sein Wecker nicht klingelte, verpasste Fribourg-Stürmer Nathan Marchon den Bus nach Kloten. Sportchef Zenhäusern half ihm aus der Patsche. Unzufrieden nach dem 4:1-Sieg ist Trainer Rönnberg: «Wir müssen ein ernstes Wort reden.»
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Nathan Marchon erzielte in Kloten in der Schlussphase zwei Tore.
Foto: Nico Ilic

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nathan Marchon verschlief und verpasste den Bus nach Kloten
  • Sportchef Gerd Zenhäusern brachte ihn bis Grauholz nach
  • Beim 4:1 in Kloten traf er doppelt

Viereinhalb Stunden vor dem Duell gegen Kloten erlebte Nathan Marchon einen Schreckmoment. «Mein Wecker hat nicht geklingelt», gibt er lachend zu. «Mein Handy war im Flugmodus und ich war deshalb nicht erreichbar. Als ich es wieder einschaltete, sah ich, dass ich zahlreiche verpasste Anrufe hatte. Gerd Zenhäusern, der Masseur und sogar meine Freundin. Als ich niemandem antwortete, riefen sie auch sie an.»

Das ist dem 29-Jährigen noch nie passiert. Und er brauchte einen Moment, bis er realisiert, was los ist. «Ich fühlte mich, als hätte ich eine Weile geschlafen», erzählt er. «Ich schaute auf die Uhr. Es war 15.15 Uhr, und ich wusste, dass der Bus bereits abgefahren ist. Zum Glück bin ich nicht erst um 17.30 Uhr aufgewacht», sagt der Gottéron-Stürmer grinsend. Als er diesen Lapsus erklärt, steht er mit nacktem Oberkörper vor der Garderobe. «Im Stress habe ich mein T-Shirt zu Hause vergessen.»

Zenhäusern wird zum Chauffeur

Marchon musste also eine Lösung finden, um zu seinen Teamkollegen zu gelangen, die bereits auf der Autobahn unterwegs waren. Und beim Freitagsverkehr Richtung Zürich zählt jede Minute. Schliesslich schlüpfte Sportchef Gerd Zenhäusern in die Rolle des Chauffeurs, um mit seinem Spieler den Teambus einzuholen. «Er sagte mir im Auto, dass es nicht schlimm sei und ihm das auch schon passiert sei», so Marchon. Erst in Bern auf der Raststätte Grauholz konnte er zusteigen. «Das Team musste eine Viertelstunde auf mich warten.»

Seine Ankunft im Bus war also alles andere als triumphal. «Mir ging es schlecht. Ich ging in den oberen Stock, setzte mich hin und hielt den Kopf unten.» Marchon tat alles, um dem Blick seines Trainers Roger Rönnberg, der unten sass, nicht zu begegnen. Dieses Missgeschick schien seinen Fokus auf dem Eis jedoch nicht zu trüben. Denn die Schlafmütze wurde zum Matchwinner. Als Doppeltorschütze (2:1, 4:1) trug er massgeblich zum Gottéron-Sieg bei. Den Teamcar hatte er verpasst – das Tor nicht.

Unzufriedener Rönnberg trotz Sieg

Bis der Sieg aber eingetütet war, musste Fribourg seinen Motor ankurbeln. Kein Wunder also, war Trainer Rönnberg trotz des Resultats alles andere als zufrieden. Zwei Drittel lang habe sie Goalie Ludovic Waeber im Spiel gehalten. Was der Schwede in der zweiten Pause seinem Team sagte? «Dass wir mehr Schlittschuhlaufen müssen. Wir sind ja praktisch still gestanden», moniert der 55-Jährige. «Das war weit weg von unseren Standards. Wir müssen ein ernstes Wort miteinander reden.»

Der Meistertrainer kritisiert, dass der Fokus fehlte und die Vorgaben nicht eingehalten wurden. Dass der erkämpfte Sieg das Selbstvertrauen der Spieler hochhält, sieht Rönnberg pragmatisch als Vorteil für ihn: «Das macht es einfacher für mich, die Spieler zu kritisieren.»

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
7
15
21
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
9
2
15
3
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
8
6
14
4
HC Davos
HC Davos
8
1
13
5
SCL Tigers
SCL Tigers
8
1
12
6
HC Ajoie
HC Ajoie
8
0
11
7
Lausanne HC
Lausanne HC
8
-3
11
8
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
8
-6
11
9
EV Zug
EV Zug
5
9
10
10
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
8
-9
9
11
HC Lugano
HC Lugano
6
1
8
12
SC Bern
SC Bern
6
-1
8
13
EHC Biel
EHC Biel
7
-2
7
14
EHC Kloten
EHC Kloten
8
-14
6
Playoffs
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