Darum gehts
- Die SCRJ Lakers schlagen Ambri und Kloten nach fünf Niederlagen, die Rote Laterne geht an Kloten
- Fabrice Herzog ist gegen Ambri erstmals im Klubhockey überzählig, danach kündigt er Kampf an
- Nach 16 Spielen hat Herzog kein Tor, einen Assist und eine Minus-8-Bilanz bei Rapperswil vorzuweisen
Die Erleichterung nach den zwei Siegen am Wochenende gegen Ambri (6:3) und Kloten (2:1) ist im Lager der SCRJ Lakers gross. Die Rote Laterne konnte so an die Zürcher Unterländer weitergereicht werden. «Wir sind nach den fünf Niederlagen zuvor als Team zusammengestanden, spielen wieder aggressiver, es ist mehr Tempo drin, wir laufen mehr», sagt Stürmer Fabrice Herzog (31).
Wobei für ihn selbst dieses Wochenende höchst unerfreulich begann: Am Freitag gegen Ambri war der WM-Silbergewinner mit der Nati von 2024 überzählig. Erstmals überhaupt in seiner Karriere. «Im Klubhockey habe ich das noch nie erlebt. Ich war zu Beginn, als ich von den Junioren hochkam, vielleicht mal 13. Stürmer. Aber auf die Tribüne musste ich noch nie.»
Vom Nati-Camp zum Rappi-Sorgenkind
Es sei hart gewesen, als ihn Trainer Johan Lundskog (42) vor vollendete Tatsachen gestellt habe, «aber wenn die Leistung nicht stimmt, kann das vorkommen.» Den Kopf in den Sand steckt er deswegen nicht und kündigt stattdessen an: «Ich kämpfe mich zurück!»
Dabei schien den SCRJ Lakers mit der Verpflichtung von Herzog auf diese Saison ein Coup gelungen zu sein. Einen Spieler dieser Robustheit und spielerischen Qualität von internationalem Format bekommen die Rosenstädter selten. Bei Zug erhielt Herzog nach einer schwierigen Phase, in der ihm auch die Nachwehen einer Rückenverletzung zu schaffen machten, letzte Saison zwar keinen neuen Vertrag mehr. Dennoch gehörte er in der Schlussphase der Meisterschaft beim EVZ zu den Besten und zeigte anschliessend auch im WM-Camp der Nati ansprechende Leistungen – auch wenn es am Ende nicht für ein WM-Ticket reichte.
«Vielleicht will ich zu viel»
Dass er als Rappis Schweizer Königstransfer nach 16 Spielen jedoch noch ohne Tor, mit lediglich einem Assist und einer persönlichen Minus-8-Bilanz dasteht, ist entsprechend eine riesige Enttäuschung. «Wenn ich die Lösung wüsste, würde ich es sofort anpacken. Irgendwie habe ich mich in der Linie noch nicht gefunden, die Sicherheit und Lockerheit fehlen noch. Vielleicht will ich auch zu viel», sagt Herzog offen. Aber er arbeite weiter und verliere den Glauben nicht: «Ich weiss, was ich kann! Aber es liegt an mir, dies auch zu zeigen.»
Wichtig ist ihm zu betonen, dass es ihm bei Rappi – abgesehen von seinen Leistungen und dem Freitagabend auf der Tribüne – gefällt. «Es ist ein tolles Team, und es sind gute Jungs.» Umso wichtiger wäre es Herzog, wenn er für sie einen grösseren Beitrag leisten könnte. Am Samstag gegen Kloten holte ihn Lundskog ins Kader zurück, allerdings nur, weil Sandro Zangger (32) verletzt ausfiel. Und um ein Haar wäre ihm als Reaktion das erste Saisontor geglückt – es brauchte eine herausragende Parade von Kloten-Goalie Davide Fadani (25), um dieses zu verhindern. Auf den erlösenden Dosenöffner muss Fabrice Herzog weiterhin warten.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 14 | 25 | 36 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 15 | 3 | 27 | |
3 | Genève-Servette HC | 15 | -5 | 24 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 15 | 14 | 24 | |
5 | Lausanne HC | 17 | -1 | 24 | |
6 | SC Bern | 13 | 5 | 23 | |
7 | SCL Tigers | 16 | 3 | 23 | |
8 | HC Ajoie | 16 | -2 | 22 | |
9 | HC Davos | 16 | -8 | 21 | |
10 | EV Zug | 10 | 9 | 19 | |
11 | EHC Biel | 15 | -3 | 19 | |
12 | HC Lugano | 14 | -3 | 18 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 16 | -15 | 17 | |
14 | EHC Kloten | 16 | -22 | 15 |