Alterungsprozess bei unseren Hockey-Profis
Die National-League-Oldies lassen stark nach

Während Jahren waren sie Tor- und Punkte-Garanten. Doch jetzt ist bei einigen Routiniers der Hammermann gekommen.
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Flasche leer? Lakers-Star Roman Cervenka (38) hat stark nachgelassen.
Foto: keystone-sda.ch
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Die National League ist eine Altherren-Liga. Und das ist keineswegs despektierlich gemeint. Seit Jahren prägen Routiniers die Geschicke ihrer Teams. Vor allem auf den Ausländerpositionen.

Bestes Beispiel ist die vergangene Saison. Lakers-Tscheche Roman Cervenka, der vorletzte Woche seinen 38. Geburtstag feierte, war zum zweiten Mal in Folge NL-Topskorer, Biels Toni Rajala (32) war Playoff-Topskorer und Servette holte sich mit sechs Ausländern in fortgeschrittenem Hockey-Alter den Meistertitel: Valtteri Filppula (inzwischen 39), Daniel Winnik (38), Linus Omark (36), Teemu Hartikainen (33), Henrik Tömmernes (33) und Sami Vatanen (32).

Nun macht der Alterungsprozess auch vor Hockey-Profis und überragenden Skorern nicht Halt. Bei einigen ist die Produktion auf diese Saison hin massiv eingebrochen (siehe Grafik).

So kommt Cervenka, der in den vergangenen vier Saisons stets über einen Punkt pro Spiel gebucht hatte, in dieser Saison nur noch auf 0,6 Punkte pro Spiel. Beim meisterlichen Servette-Duo Filppula/Winnik und bei Langnau-Finne Harri Pesonen (35) hat sich der offensive Output mehr oder weniger halbiert.

NL-Topskorer ist ein 26-Jähriger

Auch beim 40-jährigen HCD-Captain Andres Ambühl, den man lange für unermüdlich und unvergänglich hielt, ist die Produktion in den vergangenen Saisons stetig gesunken. Das Gleiche gilt für zwei andere Schweizer (Fast-)Evergreens: Julien Sprunger (37, Fribourg) und Damien Brunner (37, Biel).

An die Spitze der Skorerliste hat sich derweil mit Luganos Nati-Stürmer Calvin Thürkauf ein 26-Jähriger gesetzt. In den Top Ten sind aber immer noch sechs Spieler, die über 30 Jahre alt sind. Der älteste? Chris DiDomenico (34). Beim Fribourg-Kanadier ist die Produktion, wie bei Zugs Tscheche Jan Kovar (33), moderat gesunken. Diese Saison kommt er auf 0,86 Punkte pro Spiel, in der Vorsaison in Bern waren es noch 1,15.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
42
53
90
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
43
41
81
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
43
27
75
5
ZSC Lions
ZSC Lions
43
23
74
6
Lausanne HC
Lausanne HC
45
18
73
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
43
-12
64
8
EV Zug
EV Zug
43
-12
64
9
SCL Tigers
SCL Tigers
44
2
60
10
SC Bern
SC Bern
43
-9
59
11
EHC Biel
EHC Biel
43
-20
55
12
EHC Kloten
EHC Kloten
43
-21
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
42
-42
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
44
-58
39
Playoffs
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