SCL Tigers – SC Bern 3:4 nV
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Es ist ein verrücktes Tatzenderby in Langnau, das am Schluss, wie schon beim letzten Mal, durch Baumgartner in der Overtime entschieden wird. Die «Auswärts-Monster», wie der scheidende SCB-Boss Lüthi sein Team nannte, schlagen wieder in der Fremde zu. Die Stadtberner gehen nach drei Siegen in Folge mit breiter Brust ins Spiel und dominieren das Startdrittel, können aber Boltshauser, der wie sein Goalie-Pendant Meyer wieder fit ist, nicht bezwingen. Und dann sind es die Langnauer, die kurz vor der ersten Pause in Führung gehen, als Mäenalanen eine herrliche Vorlage von Riikola verwertet.
Auf dem Weg in die Kabine geht es nach einem Schubser von Aaltonen hoch her, wobei SCL-Verteidiger Mathys und SCB-Leitwolf Merelä aneinandergeraten. In der Folge können die Langnauer den zweiten Abschnitt in Überzahl beginnen und nutzen dies zum 2:0. Erneut ist es Mäenalanen, der Goalie Zurkirchen bezwingt.
Der SCB, bei dem Loeffel kurzfrist krank abreist, braucht danach einige Zeit, bis er wieder zu seinem Spiel findet. Doch ein Powerplay bringt die Gäste ins Spiel zurück. Hardy Häman Aktell trifft dabei. Und fünf Sekunden vor der zweiten Pause schlägt der schwedische Verteidiger mit seinem fünften Saisontor wieder mit einem Weitschuss zu.
In diesem Berg- und Talfahrt-Derby können die Tigers aber durch Allenspach wieder ausgleichen. So fällt die Entscheidung erst in der Verlängerung. Und da ist es Baumgartner, der wie schon beim letzten Derby in Langnau, mit einer schönen Einzelaktion für die Entscheidung in der Overtime sorgt. So holt sich der SCB den siebten Auswärtssieg in Folge und überholen den punktgleichen Kantonsrivalen dank dem vierten Derby-Sieg in der Tabelle. Für die Tigers ist es derweil die vierte Niederlage in Folge. Und der Vorsprung auf den Strich und Biel beträgt nur noch drei Punkte, wobei die Langnauer ein Spiel mehr auf dem Konto haben.
Fans: 6000
Tore: 20. Mäenalanen (Riikola, Meier) 1:0. 22. Mäenalanen (Kinnunen, Rohrbach/PP) 2:0. 28. Merelä (Sgarbossa, Untersander/PP) 2:1. 35. Häman Aktell (Aaltonen) 2:2. 40. Häman Aktell (Kreis, Ejdsell) 2:3. 43. Allenspach (Baltisberger, Rohrbach) 3:3. 64. Baumgartner 3:4.
EHC Biel – Ajoie 6:3
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Die vorherigen drei Spiele hat Biel gegen Ajoie jeweils mit Hängen und Würgen gewonnen – einmal im Penaltyschiessen, einmal in der Verlängerung, einmal mit 2:1. Beim vierten Vergleich ist das Verdikt mit einem 6:3 am deutlichsten und dies obwohl der Tabellenletzte gerade ein Hoch durchlebt, vier der letzten fünf Spiele gewonnen hat. Eine noch bessere Bilanz als Ajoie kann derzeit nur Fribourg aufweisen.
Doch Biel geht die Aufgabe im dritten Spiel unter Christian Dubé äusserst seriös an. Bis zur 15. Minute erspielen sich die Seeländer einen 2:0 Vorsprung – Mark Sever, 21-jähriger Slowene mit Schweizer Lizenz, glänzt mit einem Tor und einer Vorlage. Ajoie meldet sich zwar mit dem Anschlusstreffer von Jonathan Hazen in Überzahl zurück, als Rodwin Dionicio eine Witz-Strafe erhalten hatte. Doch mit der Wut im Bauch bereitet Dionico das 3:1 von Fabio Hofer auf brillante Weise vor.
Auch auf das zweite Tor der Jurassier durch Christophe Cavalleri können die Bieler sogleich reagieren, Supertalent Jonah Neuenschwander trifft zum 4:2. Es ist das vierte National-League-Tor des 16-Jährigen, das insgesamt dritte gegen Ajoie. Anschliessend bereitet Neuenschwander spektakulär auch noch das 5:2 von Johnny Kneubuehler vor. Es ist die Entscheidung. Die junge wilden Bieler Sever, Dionico und Neuenschwander machen an diesem Abend den Unterschied, sorgen dafür, dass ihr Team nicht in die Ajoie-Falle tappt und es durch die drei Punkte im Strich-Kampf um einen Play-In-Platz noch spannender wird.
Fans: 6131
Tore: 11. Stampfli (Sever, Dionicio) 1:0. 15. Sever (Rajala, Burren) 2:0. 24. Hazen (Nättinen, Friman/PP) 2:1. 32. Hofer (Dionicio, Sylvegaard) 3:1. 45. Cavalleri (Honka, Veckaktins) 3:2. 47. Neuenschwander (Sallinen, Rajala) 4:2. 53. Kneubuehler (Neuenschwander, Burren) 5:2. 54. Rajala (Stampfli) 6:2. 54. Nättinen 6:3.
HC Davos – EV Zug 4:1
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Nach zwei Siegen zum Einstand macht Zugs neuer Trainer Groulx Bekanntschaft mit der stärksten Mannschaft der Liga. Der HCD legt sofort los. Kessler knöpft Tobias Geisser die Scheibe an der blauen Linie ab, zieht Richtung Tor und bezwingt Genoni nach nur 37 Sekunden.
Ehe die Gäste richtig ins Spiel kommen, steht es schon 2:0 für den Leader. Lemieux raubt dabei dem Zuger Goalie nicht nur die Sicht, sondern lenkt den Schuss von Jung wohl auch noch ab. Der EVZ, bei dem neu auch Hofmann verletzt fehlt, hat danach mehr vom Spiel, findet aber kein Mittel, den hellwachen Goalie Aeschlimann zu bezwingen.
Im Schlussabschnitt werden die Davoser dann wieder munterer in der Offensive. Im Powerplay erhöht Lemieux nach einem schönen Pässchen von Nussbaumer. So muss es Trainer Holden auch nicht bereuen, dass er Stürmer Zadina als überzähligen Ausländer draussen gelassen und Abwehrchef Dahlbeck, der zuletzt in Lugano fehlte, wieder ins Team eingefügt hat.
Lemieux bleibt aber nicht der einzige Doppeltorschütze. Wenig später bezwingt auch Kessler nach einem von Asplund gewonnen Bully Genoni ein zweites Mal. Danach kommt es zu einigen Gehässigkeiten. Lemieux packt dabei gleich zwei Zuger am Kragen und schleift sie übers Eis aus der heissen Zone. Später prügelt sich der US-Kanadier zur Begeisterung der HCD-Fans auch noch mit Riese Vozenilek. Für beide ist das Spiel zu Ende. Das beste Heimteam der Liga holt sich so den vierten Erfolg in Folge vor eigenem Anhang und ist nun bereits fix für die Playoffs qualifiziert und grün in der Teletext-Tabelle.
Fans: 6076
Tore: 1. Kessler 1:0. 6. Lemieux (Jung, Stransky) 2:0. 42. Lemieux (Nussbaumer, Kessler/PP) 3:0. 45. Kessler (Asplund) 4:0. 51. Senteler (M. Geisser, Herzog) 4:1.
Fribourg – Ambri 4:3 nV
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Fribourg Gottéron schlägt den HC Ambri-Piotta mit 4:3 nach Verlängerung und feiert damit den siebten Sieg in Serie. Fünf davon haben die Drachen erst nach der regulären Spielzeit für sich entschieden.
Die Partie beginnt zerfahren: viele Strafen, wenig Spielfluss. Diese unschöne Phase beendet Ludvig Johnson nach knapp sechs Minuten, als er das Skore beinahe ohne Gegenwehr eröffnet. Kurz nach der ersten Drittelspause steht derselbe Johnson erneut im Fokus – diesmal negativ. Nach einem gefährlichen Crosscheck muss er vorzeitig unter die Dusche.
Seine Farben spielen daraufhin fünf Minuten in Unterzahl, was Ambri spät, aber effizient ausnützt: Michael Joly erzielt den Ausgleich. Wenig später bringt Forementon die Gäste sogar in Führung, ehe Chris Bertschy für Fribourg wieder ausgleicht. Ein ähnliches Bild im dritten Drittel: Ambri geht erneut in Führung, Fribourg antwortet postwendend. Die Entscheidung fällt in der Verlängerung, wo Wallmark Fribourg mit dem Siegtreffer erlöst und die Partie unter Dach und Fach bringt.
Fans: 9372
Tore: 6. Johnson (Glauser) 1:0. 25. Joly (DiDomenico, Heed/ PP) 1:1. 30. Forementon (Bachmann, DiDomenico) 1:2. 30. Bertschy (Glauser, Streule) 2:2. 40. Bachmann (Tierney, DiDomenico) 2.3. 57. Walser (Nicolet, Reber) 3:3. 62. Wallmark (Rattie) 4:3.
EHC Kloten – ZSC Lions 2:4
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Der EHC Kloten verliert auch das vierte Derby in dieser Saison. Dabei macht den Zürcher Unterländern gegen die Lions ein andauerndes Problem zu schaffen: Die fehlende Effizienz im Abschluss. Sie benötigen zu viele Chancen für Tore.
Das System ihrer Angriffsauslösung bringt die Klotener öfter in die Bredouille, als dass es von Erfolg gekrönt ist. Sie sollen mit der Scheibe aus der Zone laufen, statt sie abzuspielen. Ein Gegner mit aggressivem Forechecking bremst sie früh aus und sorgt gleichzeitig für Torgefahr. Auch die Lions, aber sie nützen diese Erfolgsformel zu wenig aus.
Ihre zwei ersten Tore erzielen sie just nach einer Druckphase der Klotener. Denn sobald sie sich installiert haben im ZSC-Wohnzimmer, kommen sie auch zu mal besseren, mal durchschnittlicheren Chancen. Je länger sie jedoch unter Druck sind, desto wahrscheinlicher verspringt ihnen irgendwann der Puck. So kann Balcers Andrighetto lancieren, der bei Goalie Waeber haargenau in die kleine Lücke der weiten Ecke trifft. Ex-Kloten-Junior Gruber erhöht auf 2:0, indem er den Abpraller nach Geerings Schuss verwertet, obwohl ihm dabei Smirnovs am Arm hängt.
Der ZSC will den Sieg locker heimschaukeln, muss aber nach dem Ausgleich in den Schlussminuten nochmals rackern. Grant profitiert davon, dass Wolf den Abschlussmoment verpasst, eilt davon und lässt Frödén den Sieg doch noch eintüten.
Fans: 6296
Tore: 13. Andrighetto (Balcers) 0:1. 38. Gruber (Geering) 0:2. 44. Meyer (Klok, Wolf) 1:2 57. Ramel (Délemont, Meyer) 2:2. 60. Frödén (Grant) 2:3. 60. Andrighetto (Malgin) 2:4 (ins leere Tor).
Lugano – SCRJ Lakers 7:3
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker
Die mit einer Formkrise kämpfenden Rapperswiler schöpfen zunächst Hoffnung, weil mit den Langzeitverletzten Lawrence Pilut und Mauro Dufner gleich zwei Eckpfeiler in die Verteidigung zurückkehren. Doch die Lakers erwischen einen fürchterlichen Start und präsentieren sich im ersten Drittel in einem desolaten Zustand. Mit dem Kopf und den Beinen stets zu spät, dazu auch noch völlig undiszipliniert. Allein in den ersten 19 Minuten nehmen sie vier kleine Strafen, nach 14 Minuten steht es bereits 3:0 für Lugano und Rappi muss froh sein, nicht noch heftiger unter die Räder geraten zu sein.
Doch die Pausenansprache von Rappi-Trainer Johan Lundskog in Verbindung damit, dass die Tessiner den Gegner offensichtlich nicht mehr ganz so ernst nehmen, sorgt für einen wundersamen Umschwung. Innert 36 Sekunden gelingen den Lakers zwei Tore. Auch Tyler Moy, der zuvor acht Spiele ohne Tor geblieben war, trifft. Lugano-Trainer Thomas Mittel gibt zwar sofort mit einem Time-Out Gegensteuer, doch gegen Malte Strömwalls brillanten Pass auf Moy, der den Doppelpack schnürt, haben die Tessiner kein Mittel. Rappi gleicht die Partie innert 15 Minuten aus.
Es bleibt ein Spiel auf Messersschneiden bis in die Schlussphase und bis Mika Henauer die eine Strafe zu viel für die SCRJ Lakers aufgebrummt erhält. Einen Schuss von Captain Calvin Thürkauf lenkt der vor dem Rappi-Tor postierte Zach Sanford vermutlich noch leicht ab, danach legen die plötzlich wieder euphorisierten Luganesi noch drei Tore nach, während die Lakers komplett einbrechen. Sie verlieren zum dritten Mal in Folge und finden sich nun mitten im Strichkampf um einen Play-In-Platz wieder. Das Rappi-Hoch des Herbstes ist weit weg. Sehr weit weg.
Fans: 5072
Tore: 4. Carrick (Fazzini) 1:0. 11. Perlini (Sekac, Emanuelsson/PP) 2:0. 15. Morini (Aebischer) 3:0. 22. Henauer (Lammer) 3:1. 22. Moy (Maillet) 3:2. 37. Moy (Strömwall) 3:3. 55. Sanford (Thürkauf, Fazzini/PP) 4:3. 58. Simion 5:3. 59. Sanford (Simion) 6:3 (ins leere Tor). 60. Emanuelsson (Müller) 7:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 43 | 56 | 93 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 44 | 42 | 83 | |
3 | HC Lugano | 44 | 31 | 78 | |
4 | Genève-Servette HC | 44 | 9 | 77 | |
5 | ZSC Lions | 44 | 25 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 45 | 18 | 73 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 44 | -16 | 64 | |
8 | EV Zug | 44 | -15 | 64 | |
9 | SC Bern | 44 | -8 | 61 | |
10 | SCL Tigers | 45 | 1 | 61 | |
11 | EHC Biel | 44 | -17 | 58 | |
12 | EHC Kloten | 44 | -23 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 44 | -42 | 49 | |
14 | HC Ajoie | 45 | -61 | 39 |












