Der neue SIHF-Präsident Marc Lüthi (65) hat gesprochen. Viele Fragen bleiben aber noch offen. Der ehemalige SCB-Boss bestätigt zwar die vielen Baustellen beim Verband während der Pressekonferenz in Fribourg, doch wie er sie angehen möchte, lässt Lüthi derzeit noch offen. Er hat keinen Zehn-Punkte-Plan für sein neues Amt, wie er bereits Sierre-Boss Chris McSorley bei einem Gespräch vor den Wahlen offenbarte.
Vielmehr möchte sich Lüthi nun ein Bild von der gesamten Situation des Verbandes verschaffen. Dafür nutzt er nun die ersten 100 Tage im Amt und schiebt auch gleich einen Medienriegel vor. Während dieser Zeit wird sich der neue SIHF-Präsident nicht öffentlich äussern. Immerhin bestätigt Lüthi bei der Pressekonferenz, dass es nicht gleich zu Entlassungen kommen wird. Der ehemalige SCB-Boss wolle zuerst viele Gespräche mit vielen Leuten innerhalb des Verbands führen.
Kommunikation ist dabei das Schlagwort dieser Pressekonferenz. Lüthi betont mehrfach, dass möglichst viele Gespräche zwischen den Regionalverbänden, den Profiligen und dem Verband stattfinden müssen, um Lösungen für die angesprochenen Baustellen zu finden. Dabei nimmt er besonders das Projekt, eine U23-Mannschaft in der Swiss League spielen zu lassen, als Beispiel. Davon habe er aufgrund einer Funkstille zwischen der National League und der Swiss League nichts mitbekommen. Deshalb könne sich Lüthi auch nicht dazu äussern.
Konkret wird der neue SIHF-Präsident in einem Punkt: Lüthi verspricht, sein Amt nicht bereits nach einem Jahr abzugeben.
Das wars
Damit schliesst Marc Lüthi die Pressekonferenz in Fribourg. Hier folgt in gleich ein Fazit. Vielen Dank fürs Mitlesen.
Lüthi hat zunächst nicht geplant Präsident zu werden
Lüthi über seine Entscheidung das Amt als SIHF-Boss zu übernehmen: «Das hier, das war nicht geplant. Urs Kessler hat entschieden, dass er seine vier Jahre nicht macht. Ich war mit Urs Kessler auf Ibiza, dann sind die Telefone losgegangen und dann hab ichs mir überlegt und dachte, dass es eine Chance sein wird. Ich habe mich dann dafür entschieden es zu machen.»
Zeithorizont
Lüthi gibt während der PK keine Zeitangaben, verspricht aber, dass er nicht bereits nach einem Jahr als SIHF-Boss abtreten wird.
Lüthi ist noch SCB-Fan
Lüthi: «Ich werde mir sicher einige Spiele anschauen. Ich werde nie mein Herz verleugnen können. Mich interessiert nicht mehr was der SCB kommerziell macht. Mich interessiert, wie sich der SCB auf dem Eis schlägt.» Lüthi bestätigt aber auch, dass er sich Spiele der SL, Nati, Frauen-Nati und der Amateuren anschauen wird.
Lüthi als Hoffnungsträger?
Lüthi: «Wahrscheinlich ist es wirklich so, meine Vorgänger haben nicht nach Hockey gerochen. Das kann man mir nicht vorwerfen. Ich überlege mir gar nicht, ob ich ein Hoffnungsträger bin oder nicht. Ich komme aus dem Klub und Ligahockey und verstehe den Verband bis zu einem Stück weis. Ich habe aber einen der das Versteht (deutet auf Anner). Ich muss gar nicht alles wissen über den gesamten Verband. Ich muss alles richtig zusammenfügen. Ich weiss, was die Liga will und wie sie tickt.» Lüthi sieht sich dabei nicht als Hoffnungsträger.
U23 in der SL
«Ich kenne das Projekt nicht», sagt Lüthi über eine Mannschaft in der Swiss League. Dabei stellt der neue Verbandsboss klar, dass zwischen der NL und SL kaum gesprochen wurde. «Ich kann mich zu diesem Projekt nicht äussern, weil ich es schlicht nicht kenne.» Das möchte Lüthi zukünftig aber ändern.
Skepsis vom Amateurbereich
Anner: «Die Wahl des Präsidenten kommt vom Leistungssport und die andere Seite sagt einfach Ja dazu. Aber ihr wisst es genau, wie es abgelaufen ist. Die zwei letzten Präsidenten haben Fragen bei den Regionalpräsidenten aufgeworfen.» dafür wurden laut Anner «Special Hearings» mit Lüthi organisiert.
Gespräch mit McSorley
«Ich hatte das letzte Vorbereitungsgespräch gestern Morgen mit Sierre. Ich bin seit Ewigkeiten mit McSorley befreundet. Ihm habe ich gesagt, dass ich nicht mit einem Zehnpunkteprogramm komme. Wir müssen alle miteinander offen Gespräche suchen.»
Lüthi über seine Stimmen
«Das Vertrauen habe ich Anner zu verdanken. Wer gegen mich gestimmt hat, ist mir gerade nicht bewusst. Das ist mir aber auch egal. Ich werde daran arbeiten, sie zu überzeugen.»
Was ist mit der Swiss League?
«Ich denke, wenn ich ein Rezept hätte, wenn andere ein Rezept hätten, hätten wir das schon lange durchgesetzt. Wir müssen beginnen dreidimensional zu denken. Die Swiss League war immer ein Thema. Heute, hier und jetzt, wenn ich eine Lösung hätte, hätte ich sie bereits vorgestellt. Es ist nicht so einfach. Deshalb müssen wir auf der Grünen Wiese beginnen – und das zusammen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |














