GCK-Coach kommt zum Handkuss
Michael Liniger gibt Nati-Debüt an der Bande

GCK-Headcoach Michael Liniger (40) assistiert in dieser Prospects-Woche Nati-Trainer Patrick Fischer.
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Michael Liniger (r.), Headcoach der GCK Lions in der Swiss League, schaut diese Woche als Assistent unserem Nati-Trainer Patrick Fischer über die Schultern.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Nicole Vandenbrouck

Michael Liniger strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Erst wenige Tage vor dem Prospects-Camp in Olten hat er erfahren, dass für ihn die Option besteht, im Nati-Staff reinzuschnuppern und Trainer Patrick Fischer für die beiden Partien gegen Deutschland zu assistieren.

«Für einen Headcoach ist es nicht einfach, dass dies Realität werden kann», so Liniger, der in der Swiss League Trainer der GCK Lions ist und sie erstmals seit sieben Jahren wieder in die Playoffs geführt hat. Doch die ZSC-Organisation lässt ihn für diese Möglichkeit in der Meisterschaftspause ziehen. «Ich freue mich riesig. Denn täglich möchte ich etwas dazulernen, ich bin ja noch in den Anfängen meiner Trainer-Zeit.»

Liniger spielte mit Fischer in der Nati

Als Klubtrainer bekommt Liniger nun einerseits einen Einblick, wie Einzelspieler aus verschiedenen Teams zu einer Einheit wachsen. Und andererseits, welche Eigenschaften diese Jung-Internationalen mitbringen müssen, um für die A-Nati-Luft infrage zu kommen. «Das kann ich dann meinen jungen Spielern bei GCK weitergeben.»

Dabei trifft der 40-Jährige im Camp auf Spieler, mit denen in der Swiss League als Aktiver selbst noch zusammengespielt hat. Dominik Diem (23), Roger Karrer (23) und Marco Miranda (21). Auch speziell. Auch mit Nati-Trainer Fischer spielte Liniger einst für die Schweiz in WM-Vorbereitungspartien. Mit ihm tauscht er sich nun intensiv aus. «Es finden gute Gespräche statt.»

«Will etwas zurückgeben»

Liniger hat als Nati-Assistent schon namhafte Ex-Spieler und Neu-Coaches als Vorgänger. Für die Turniere im November und Dezember 2019 stand Lars Leuenberger (44, derzeit SCB-Assistenztrainer) neben Fischer an der Nati-Bande. Letzte Saison kam Michel Zeiter (45) für zwei Turniere zum Handkuss. «Dass ich nun Teil dieser Swissness sein kann, ist wertvoll für mich. Ich hoffe, ich kann von den Werten sowohl etwas zurückgeben als auch weitervermitteln.»

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