Die Schweden sind nur in der Startphase überrumpelt vom Offensivdrang der Schweizer. Die Nati erspielt sich sogleich Topchancen, von denen sie aber keine verwertet. Doch danach erleidet sie einen akuten Druckabfall, nachdem die «Tre Kronor» im ersten Powerplay nach einem Zuckerpässchen von Sörensen (Fribourg) durch Wallmark (ZSC) in Führung gehen.
In Puckbesitz sind die Schweden sattelfester und zwingen die Schweizer, darauf zu reagieren, statt dass sie das Geschehen selber bestimmen könnten. Kaum mehr Schüsse aufs Tor von Goalie Enroth bringt das Team von Patrick Fischer zustande. Auch, weil man sich mit Strafen immer wieder ausbremst.
Schweden kontrolliert Spiel
Die Schweden, die die letzten zehn Duelle gegen die Schweiz gewonnen haben, kontrollieren auch dieses Spiel. Ihr Manko: Sie machen zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Selbst im Powerplay – 39 Sekunden in doppelter Überzahl – lässt die Effizienz zu wünschen übrig. Dass die Nati so lange den 0:1-Rückstand hält, ist ein Hoffnungsschimmer. Und gleichzeitig ein Zeichen dafür, dass die junge Schweizer Truppe den erfahrenen Schweden standhält und ihnen nicht so viele Freiheiten lässt, damit sie in optimale Abschlusspositionen kommen.
Aber ebenso ein Zeichen, dass es ihr offensiv an Durchschlagskraft fehlt. Zumindest gegen diese Schweden, denn gegen Weltmeister Finnland hatten die Schweizer fünf Tore erzielt (5:6 n.P.).
Eine «Stolperfalle» besiegelt das Schicksal der Nati: In der eigenen Zone können die Schweizer Sörensen am Puck nicht entscheidend stören. Künzle rutscht im ungünstigsten Moment aus und stellt Vouardoux, der dem Schweden hinterher eilen will, dabei noch das Bein. Lindberg (SCB) vollendet zur Entscheidung.
Tore: 9. Wallmark (Sörensen, Persson/PP) 1:0. 57. Lindberg (Sörensen, Pudas) 2:0.