Auf eine 0:7-Pleite im Auftaktspiel gegen die USA reagiert die Schweiz gegen Tschechien mit einer deutlichen Leistungssteigerung und siegt nach Verlängerung mit 2:1.
Nach 74 torlosen WM-Minuten bricht Wey den Bann! Weil Maurer zuvor mehrfach glänzend rettet, geht die Schweiz in Führung. Nach einem harten Check von Tschechiens Hymlárová gegen Herzig muss die Sünderin unter die Dusche. Eine fünfminütige Überzahl bremst die Schweiz mit einer eigenen Strafe zwar aus, doch beim Vier-gegen-Vier schlägt Wey eiskalt zu.
Nach der ersten Pause kann Maurer ihren Kasten nicht mehr sauber halten: Nach einem Fehlpass von Leemann geniesst Vocetkova zu viel Platz und trifft haargenau zum 1:1-Ausgleich. Obwohl der 1:0-Führungstreffer durch Wey bei Vier-gegen-Vier gefallen ist, können beide Teams ihre insgesamt zehn Versuche mit einer Frau mehr auf dem Eis nicht nutzen. Weil Maurer, die für Brändli zwischen den Pfosten steht, weiter stark pariert und die Schweiz offensiv zu selten zu zwingenden Aktionen kommt, gibt es nach 60 Minuten keine Siegerinnen.
Es ist Alina Müller, die die Schweiz jubeln lässt: nach einer schönen Vorarbeit von Bächler zieht die Captain zentral vor dem Tor per Slapshot ab und sichert der Schweiz den Extrapunkt. Weiter geht es für die Frauen-Nati bereits am Dienstag gegen die Aufsteigerinnen aus Österreich.
Fans: 312
Tore: 15. Wey (A. Müller) 0:1. 24. Vocetkova 1:1. 62. A. Müller (Bächler, Enzler) 1:2.
Strafen: 6 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 4 x 2 Minuten gegen Tschechien plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe.
Team: Maurer; Vallario, Rossel; Meriguet, Bächler; Wetli, Nina Harju; Frey, Tenenbaum; Zimmermann, A. Müller, Wey; Enzler, Herzig, Leemann; N. Müller, Balzer, Marti; Waser, Leibundgut, Nora Harju.