Darum gehts
- Biel gewinnt 5:4 gegen SCRJ Lakers nach spektakulärer Aufholjagd
- Captain Gaëtan Haas beendet Torflaute und lobt Teamleistung
- Biel ist wieder auf Tuchfühlung mit den Play-In-Plätzen
Während Zug mit seinem neuen Trainer Benoît Groulx (57) ein Sechspunkte-Wochenende einfuhr, sah es beim zweiten Team, das in dieser Woche den Trainer gewechselt hat, am Samstag nicht danach aus, als würde die Massnahme sogleich fruchten. Ein Punkt aus zwei Spielen – für eine solche Ausbeute hätte Biel Martin Filander (44) nicht feuern und Christian Dubé (48) installieren müssen.
Doch dann, mit einem in der 57. Minute eingefahrenen 3:4-Rückstand und einer drohenden Heimpleite gegen die SCRJ Lakers, stand die Mannschaft auf. Captain Gaëtan Haas (33) nahm die Angelegenheit höchstpersönlich in die Hand, traf nach 12 Spielen ohne Tor mit einem Schuss wie ein Strahl zum Ausgleich. Die Initialzündung. Petr Cajka (25) bescherte Biel 113 Sekunden vor Schluss schliesslich sogar noch einen spektakulären 5:4-Sieg.
Die klare Ansage von Captain Haas
Dank diesem Dreier bleibt das auf Rang 11 liegende Biel im Kampf um einen Play-In-Platz auf Tuchfühlung mit den vor ihnen liegenden Bern und Langnau, sogar die siebtklassierten Lakers sind lediglich noch neun – statt bis zur besagten 57. Minute 15 Punkte – entfernt. Dubé kann aufatmen, er ist nicht auf einer Mission Impossible unterwegs.
Im Interview mit Mysports verblüfft Haas mit einer bemerkenswerten Aussage, als er auf den Kraftakt gegen die Lakers angesprochen wird. «Seit einigen Tagen sind wir wieder ein Team auf dem Eis, blocken Schüsse, sind kompakt, spielen als Mannschaft und als Mannschaft konnten wir das Spiel noch drehen», sagt der Captain. Will heissen: Unter Filander lag einiges im Argen. Wohl noch mehr, als man bisher vermutet hat.
Der Fall Grossmann
Was fällt nach dem ersten Dubé-Wochenende als Biel-Übungsleiter auf? Das 5:4-Spektakel gegen die SCRJ Lakers entschädigt die Fans auf einen Schlag für einige blutleere Auftritte zuvor – auch wenn die Fehlerquote zu hoch ist. Es sind mehr Leben, mehr Energie und mehr Emotionen zu sehen. Als Haudrauf geht ausgerechnet Altmeister Robin Grossmann (38) voran, der Rappis Gian-Marco Wetter (25), als dieser dem Tor zu nahe kommt und ihn auf Goalie Harri Säteri (36) checkt, eine blutige Nase verabreicht.
Unter Filander sass Grossmann zuletzt überzählig auf der Tribüne, unter Dubé ist er zurück auf dem Eis und agiert in der ersten Verteidigung. Dass der WM-Silberheld von 2013 den Trainerwechsel eine gute Sache findet, versteht sich von selbst. Offensichtlich ist er nicht der Einzige.

