In seinem Umfeld sind die Erwartungen an Christian Fassnacht (32) vor dem Gastspiel bei GC offenbar gross gewesen. «Ich habe vor dem Spiel einige Nachrichten erhalten, dass ich im Letzigrund wieder ein Tor machen müsse. Von dem her ist die Pflicht erfüllt», erklärt der YB-Goalgetter nach einer Partie, in der er das letztendlich vorentscheidende 2:0 für die Berner erzielt.
Auch wenn es dieses Mal, anders als bei seinem letzten Auftritt im Letzigrund Anfang September, als er drei Tore zum 4:2-Sieg gegen den FC Zürich beisteuerte, bei einem Treffer bleibt: Fassnacht schraubt weiterhin an seiner eindrücklichen Letzigrund-Bilanz. In 25 Liga-Gastauftritten für Thun und YB bei einem der beiden Stadtzürcher Klubs kommt er auf 16 Tore.
«Viel Zeit im Letzigrund verbracht»
Und scheint von seiner Ausbeute selbst etwas überrascht – er schätzt seine Anzahl Letzigrund-Tore nach kurzem Zögern nämlich auf zwölf. Sein Erfolgsgeheimnis? «Ich bin halt in Zürich aufgewachsen und habe viel Zeit im Letzigrund verbracht. Vielleicht kommt es noch von da», meint der ehemalige FCZ-Junior.
Für sein Team sind die Spiele gegen GC zuletzt aber alles andere als ein Zuckerschlecken gewesen: Von den letzten sechs Spielen gegen die Grasshoppers haben die Berner keines gewinnen können. Für Fassnacht hat GC auch dieses Mal kein schlechtes Spiel gezeigt, aber: «Am Schluss haben wir sicher die grössere Qualität und das breitere Kader und haben sie immer im Griff gehabt.»
Es sind die entscheidenden Komponenten beim Sieg gegen den Angstgegner der jüngsten Vergangenheit. «Der Fluch ist gebrochen, da bin ich froh», resümiert der glückliche YB-Goalgetter nach seinem nächsten grossen Auftritt im Letzigrund.