Lohn-Bschiss bei Team von Schweizer Yanic Niederhäuser
Knallharte Rekord-Strafe für NBA-Team aus Los Angeles

30 Millionen Dollar Busse, eine einjährige Sperre für den Besitzer und noch mehr: Die NBA straft die Los Angeles Clippers knallhart ab. Das Team des Schweizer Basketballstars Yanic Niederhäuser soll beim sogenannten Salary Cap getrickst haben.
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Kawhi Leonard steht im Mittelpunkt des Skandals um die Clippers.
Foto: IMAGO/Marty Jean Louis

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die NBA bestraft die Clippers wegen Gehaltsregelverstoss mit einer Busse von 30 Millionen Dollar
  • Der Schweizer Yanic Konan Niederhäuser ist ebenfalls betroffen, er spielt für den sanktionierten Klub
  • Die Clippers verlieren fünf Erstrundenpicks, Starspieler Leonard zahlt 700’000 Dollar Strafe
Lynn Piubel
Lynn PiubelReporterin Sport

Die NBA kennt keine Gnade! Die Los Angeles Clippers werden von der nordamerikanischen Basketballliga brutal abgestraft. Für die Verantwortlichen ist klar: Die Kalifornier haben bei der für jedes Team geltenden Gehaltsobergrenze getrickst und sich so einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft.

Im Zentrum des Skandals steht der NBA-Superstar Kawhi Leonard (35). Die Liga kommt nach einer fast einjährigen Untersuchung zum Schluss, dass die Clippers Leonard zusätzliche Einnahmemöglichkeiten ausserhalb seines normalen Spielervertrags verschafft haben. Damit habe der Klub die Regeln zur Gehaltsobergrenze, dem sogenannten Salary-Cap, umgangen.

Im US-Sport ist das eine Todsünde. In der geschlossenen Basketballliga, in der es keine Auf- und Absteiger gibt, sorgen Instrumente wie der Salary-Cap dafür, dass die Ungleichheit zwischen den Teams nicht überbordet. Doch genau da haben die Clippers offenbar ein Schlupfloch gesucht.

Ein Vertrag mit der mittlerweile pleitegegangenen Firma Aspiration ist dabei besonders in den Fokus der Ermittler gerückt. Leonard sollte für das Unternehmen Werbung machen und dafür insgesamt 28 Millionen Dollar erhalten. Auch mit weiteren Firmen soll es ähnliche Vereinbarungen gegeben haben. Das Problematische daran: Die Clippers halfen offenbar dabei, dass diese Deals mit Leonard zustande kamen. So kam der Starspieler zu deutlich mehr Geld, als die Clippers effektiv an Lohn in ihren Büchern auswiesen.

Harte Konsequenzen und Einspruch

Die Strafe fällt drastisch aus: Die Clippers müssen eine Busse in der Höhe von 30 Millionen Dollar abdrücken. Besitzer und Ex-Microsoft-CEO Steve Ballmer (70) wird für ein Jahr von allen NBA- und Teamaktivitäten ausgeschlossen, und auch die Geschäftsführerin und der Clippers-Präsident werden gesperrt. Kawhi Leonard, der inzwischen bei den Toronto Raptors spielt, kommt mit einer Geldstrafe von 700’000 Dollar davon.

Ebenfalls bitter: Beim Draft, bei dem sich die Teams alljährlich bei den besten Nachwuchstalenten bedienen dürfen, müssen die LA Clippers für die Jahre 2029 bis 2033 jeweils ihren Erstrundenpick abgeben. Zudem steht der Klub fünf Jahre lang unter besonderer Kontrolle der NBA.

Mittendrin ist auch ein Schweizer Spieler

Die Clippers sind mit der Entscheidung nicht einverstanden. Der Klub spricht von einer voreingenommenen Untersuchung und will die Strafen anfechten. Leonard selbst sagt, er habe nichts von einer möglichen Umgehung des Salary-Caps gewusst.

Für die Schweiz ist der Fall auch deshalb interessant, weil bei den Clippers Yanic Konan Niederhäuser (23) spielt. Der Center aus Fräschels FR wurde 2025 von Los Angeles an 30. Stelle gedraftet. Niederhäuser spielt nun für einen Klub, der vor einer schwierigen Zukunft steht.

Von einem Team, das in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Titel liebäugelte, sind die Clippers auf einen Schlag zum Sorgenkind der Liga geworden.

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