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Klimaschutz, der sich rechnet: 30 Firmen beweisen es

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil statt Kostenfaktor – 30 Schweizer Unternehmen zeigen, wie das geht. Für den achten Green Business Award sind sie nominiert: KMU und Scale-ups, die beweisen, dass ökologisches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören.
Cédric Habermacher (Green Business Switzerland), Fajer Mushtaq (Oxyle), Reto Knutti (Jury-Mitglied) und Doris Leuthard (Jurypräsidentin) (v.l.n.r.) bei der letzten Preisverleihung.

Ein Genfer Rechenzentrum, das 6'000 Wohnungen heizt. Ein Sarner Start-up, das Gasleckagen per Drohne in Echtzeit aufspürt. Ein Zürcher Hotel, das Energie, Wasser und Ressourcen systematisch einspart. Was diese Unternehmen eint: Sie haben Nachhaltigkeit nicht als Nebenprojekt, sondern als Kern ihres Geschäftsmodells begriffen.

Genau das zeichnet der Green Business Award aus – zum achten Mal. Dieses Jahr mit einer Neuerung: Erstmals werden zwei Kategorien getrennt vergeben. Die Kategorie KMU prämiert etablierte Unternehmen, die ihr bestehendes Geschäftsmodell konsequent in Richtung Klimaschutz transformiert haben. Die Kategorie Scale-up richtet sich an junge Unternehmen, die mit neuen Technologien Klimaschutz von Grund auf als Geschäftsmodell denken.

«Wenn die Wirtschaft wirklich Teil der Lösung sein soll, brauchen wir beide: die disruptiven Technologien der Scale-ups und die Breite etablierter Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell transformieren», sagt Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland.

Von Abwärme bis grünen Wasserstoff

Die nominierten Lösungen zeigen die ganze Bandbreite: Die Infomaniak Network SA leitet die Abwärme ihres Rechenzentrums ins städtische Heiznetz ein und wärmt damit bis zu 6'000 Haushalte. Die JURA Materials AG ersetzt im Zement einen besonders emissionsintensiven Rohstoff durch lokalen Schweizer Ton – das senkt CO₂-Ausstoss und Abhängigkeit von Importen zugleich. Textilcolor AG hat seinen Färbeprozess optimiert und senkt damit den CO₂-Ausstoss um 56 %, während gleichzeitig mehr produziert werden kann. Und Novamem AG macht die Herstellung von grünem Wasserstoff mit einer neuen Filtertechnologie deutlich stromsparender.

Bewertet werden die Nominierten von einer Hauptjury unter dem Präsidium von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, der 14 weitere bekannte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft angehören – darunter ETH-Klimaphysiker Reto Knutti und Mobiliar-CEO Michèle Rodoni. Die Gewinner werden im September 2026 (Kategorie KMU) und Februar 2027 (Kategorie Scale-up) bekannt gegeben.

«Die Rettung unseres Planeten ist kein Wohltätigkeitsprojekt, sondern das Geschäftsmodell der Zukunft», sagt Jury-Präsidentin Doris Leuthard. Die Nominierten des Green Business Award liefern den Beweis dafür – jedes Jahr aufs Neue.

Die vollständige Liste der Nominierten sowie weitere Informationen zum Green Business Award finden Sie unter greenbusinessaward.ch

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