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Diese Schweizer Firmen lösen globale Probleme

Hitzewellen, Food-Waste, Energieverbrauch: Sechs Schweizer Unternehmen entwickeln Lösungen für Herausforderungen, die heute besonders spürbar sind. Sie stehen im Finale des Green Business Award und zeigen, wie Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell wird.
Jurypräsidentin Doris Leuthard und Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland.
Foto: David Biedert

Keine grünen Versprechen, sondern Lösungen, die Wirkung zeigen. Sechs Schweizer Unternehmen stehen im Finale des Green Business Award. Im September pitchen sie vor der Jury von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard. Erstmals wird der Award in zwei Kategorien vergeben: KMU / Corporates und ScaleUps. 

«Die Finalisten zeigen, wo die Wirtschaft ihren Hebel hat: in Gebäuden, Energie, Lieferketten, Produktion und Materialien. Ihre Lösungen entstehen in der Schweiz, adressieren aber Herausforderungen, die weltweit relevant sind», sagt Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland. 

Diese sechs Unternehmen stehen im Finale:

Kategorie KMU / Corporates

Was andernorts ungenutzt verpufft, wird in Genf zur Wärmequelle. Der Cloud-Anbieter Infomaniak aus Les Acacias speist die Abwärme seines unterirdischen Rechenzentrums D4 vollständig ins Fernwärmenetz ein. Im Winter werden damit rund 6'000 Wohnungen beheizt. Über 20 Jahre spart das System rund 58'000 Tonnen CO2.

Foto: Infomaniak

Gebäude gehören zu den grössten Energieverbrauchern der Schweiz. RetroFIT+ von BELIMO aus Hinwil analysiert Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen datenbasiert, erkennt Effizienzpotenziale und priorisiert Massnahmen. So sinken Energieverbrauch, CO2-Emissionen sowie Betriebs- und Investitionskosten – ohne umfassende Sanierung.

Foto: BELIMO

Als erste Druckerei weltweit erhielt die Vögeli AG aus Langnau BE Cradle to Cradle Certified® GOLD. Das Familienunternehmen produziert Magazine, Mailings, Verpackungen und Spiele nach dem Cradle to Cradle Certified® Prinzip. Eigens entwickelte Druckfarben und ausgewählte Materialien ermöglichen kreislauffähige Produkte ohne problematische Schadstoffe.

Foto: Vögeli AG

Kategorie ScaleUps

AgroSustain aus Renens setzt an, bevor Früchte und Gemüse verderben. Afondo, eine essbare Beschichtung, verlängert die Haltbarkeit frischer Produkte und erhält ihre Qualität entlang der Lieferkette. Das reduziert Lebensmittelverluste und macht Transporte besser planbar.

Foto: AgroSustain

OceanSafe aus Bern entwickelt mit naNea® ein Hochleistungsmaterial für Textilien, insbesondere als Alternative zu herkömmlichem Polyester. Es ist biologisch abbaubar, recycelbar und frei von kritischen Additiven. So entstehen weniger Mikroplastik und tiefere CO₂-Emissionen. Das Material lässt sich in bestehende Produktionsprozesse integrieren.

Foto: OceanSafe

Das Wettermodell EURO1k von Meteomatics aus St. Gallen berechnet Wetterdaten in einem Raster von einem Kilometer statt wie globale Modelle meist mit rund 20 Kilometern. Gewitter oder Hagel lassen sich so bis zu 72 Stunden im Voraus präziser prognostizieren. Das unterstützt beim Risikomanagement und der Planung erneuerbarer Energien.

Foto: Meteomatics
Das ist der Green Business Award

Der Green Business Award zeichnet seit 2019 jährlich die innovativsten Schweizer Unternehmen aus, die ökologischen Impact mit ökonomischem Erfolg verbinden. In der ersten Phase des Auswahlprozesses nominieren rund 40 nationale Scouts aus Wirtschaft und Wissenschaft die besten Lösungen ihrer Branche für den Award. Daraus wählt eine interdisziplinär zusammengesetzte Vorjury die drei Finalisten je Kategorie aus. Diese präsentieren sich mit einem Pitch vor der Hauptjury unter dem Vorsitz von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, die den Gewinner je Kategorie kürt. 

Dieser Jury gehören 14 weitere bekannte Persönlichkeiten an, u.a. Reto Knutti (ETH-Professor in Klimaphysik), Michèle Rodoni (CEO die Mobiliar), Pascal Grieder (CEO der Schweizerischen Post), Christoph Brand (CEO Axpo Gruppe) sowie Unternehmerin Patrizia Laeri. Der Gewinner in der Kategorie KMU / Corporates wird am 3. September 2026 am Maillot Vert Sommerfest in Luzern bekannt gegeben, jener in der Kategorie Scale-up am 12. Februar 2027 am Impact Circle Event in Gstaad. Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) begleitet den gesamten Awardprozess als Wissenschaftspartnerin. 

Axpo, die Mobiliar, die Schweizerische Post und Economiesuisse unterstützen den Award als Partnerinnen und gleichzeitig als Vorreiterinnen für Nachhaltigkeit in ihren Branchen.

Der Green Business Award zeichnet seit 2019 jährlich die innovativsten Schweizer Unternehmen aus, die ökologischen Impact mit ökonomischem Erfolg verbinden. In der ersten Phase des Auswahlprozesses nominieren rund 40 nationale Scouts aus Wirtschaft und Wissenschaft die besten Lösungen ihrer Branche für den Award. Daraus wählt eine interdisziplinär zusammengesetzte Vorjury die drei Finalisten je Kategorie aus. Diese präsentieren sich mit einem Pitch vor der Hauptjury unter dem Vorsitz von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, die den Gewinner je Kategorie kürt. 

Dieser Jury gehören 14 weitere bekannte Persönlichkeiten an, u.a. Reto Knutti (ETH-Professor in Klimaphysik), Michèle Rodoni (CEO die Mobiliar), Pascal Grieder (CEO der Schweizerischen Post), Christoph Brand (CEO Axpo Gruppe) sowie Unternehmerin Patrizia Laeri. Der Gewinner in der Kategorie KMU / Corporates wird am 3. September 2026 am Maillot Vert Sommerfest in Luzern bekannt gegeben, jener in der Kategorie Scale-up am 12. Februar 2027 am Impact Circle Event in Gstaad. Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) begleitet den gesamten Awardprozess als Wissenschaftspartnerin. 

Axpo, die Mobiliar, die Schweizerische Post und Economiesuisse unterstützen den Award als Partnerinnen und gleichzeitig als Vorreiterinnen für Nachhaltigkeit in ihren Branchen.

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