Darum gehts
- Ein Mann fuhr am Dienstag mit einem gemieteten E-Bike durch den Milchbucktunnel in Zürich
- Die Kantonspolizei Zürich traf den Velofahrer an und begleitete ihn aus dem Tunnel
- Das Befahren der Autobahn mit Velo oder gewöhnlichem E-Bike ist verboten, es droht eine Anzeige
Am Milchbuck in Zürich ist normalerweise schon genug los. Trams rattern über die Gleise, Busse halten, Autos drängen sich durch die Strassen. Am Dienstag sorgte zudem ein ganz spezieller Verkehrsteilnehmer für Aufsehen.
Auf dem Instagram-Kanal szene_isch_zueri wurde ein Video gepostet, auf dem ein Mann, ganz offensichtlich auf einem gemieteten Elektrovelo, seelenruhig vor sich hin radelt. Selbst als er bemerkt, dass er gefilmt wird, sieht er keinen Anlass, sein Vorhaben zu hinterfragen.
Dabei hat der Mann dort überhaupt nichts verloren. Denn der Tunnel ist für den motorisierten Strassenverkehr vorgesehen – Velos und gewöhnliche E-Bikes sind dort tabu. Und das aus gutem Grund: Zwischen den vorbeibrausenden Autos kann es für Zweiradfahrer schnell lebensgefährlich werden.
Polizei begleitet Velofahrer aus dem Tunnel
Wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage von Blick bestätigt, wurde ihr der Vorfall am Dienstag, 27. Oktober, gegen 11.25 Uhr gemeldet. «Der Kantonspolizei Zürich wurde gemeldet, dass ein Velolenker im Milchbucktunnel (Autobahn A1L) unterwegs ist», teilt sie mit. «Der Velofahrer konnte angetroffen und aus dem Tunnel begleitet werden.»
Übersetzt heisst das, es könnte teuer werden. Denn: «Das Befahren von Autobahnen mit einem Fahrrad ist verboten; man riskiert eine Anzeige an die Untersuchungsbehörde.»
Dass sich Velofahrer in die Röhre verirren, ist allerdings kein neues Phänomen. Während der Rad-WM 2024 landeten gleich mehrere im Milchbucktunnel. Die Kantonspolizei Zürich reagierte damals und stellte bei der Einfahrt zusätzliche Veloverbotsschilder auf. Genützt haben diese im aktuellen Fall offensichtlich nicht.