Darum gehts
- Falscher Handwerker in Hirzel verhaftet, wollte Rentnerpaare massiv abzocken
- 50-jähriger Franzose forderte bis zu 100'000 Franken für minderwertige Arbeiten
- Polizei griff ein nach Hinweis eines Sohnes, Verdächtiger wohnt im Kanton Waadt
Dreiste Abzocke im Kanton Zürich: Die Kantonspolizei hat am Dienstagmittag im Hirzel einen falschen Handwerker verhaftet. Der 50-jährige Franzose bot zwei Rentnerpaaren Arbeiten am Haus an – zu Wucherpreisen und weit unter dem branchenüblichen Standard.
Die Masche des Mannes war simpel, aber dreist: Er gab sich an der Haustür als Geschäftsführer einer Renovationsfirma aus. Nach Vertragsabschluss fand er angeblich immer wieder neue Schäden. So trieb er die Kosten gnadenlos in die Höhe. Einem Paar wollte er am Ende 100'000 Franken abknöpfen, dem anderen knapp 90'000 Franken.
Gewerbsmässiger Betrug und Wucher
Aufgeflogen ist der Schwindel nur dank eines aufmerksamen Angehörigen. Ein besorgter Sohn meldete der Polizei am Dienstagvormittag, dass fremde Personen am Haus seiner Eltern arbeiteten und dafür Zehntausende Franken verlangten.
Als die Patrouille anrückte, ertappte sie den Franzosen, der im Kanton Waadt wohnt, in der direkten Nachbarschaft. Er war gerade dabei, am nächsten Haus zu arbeiten. Die Handschellen klickten sofort.
Der Tatverdächtige muss sich nun vor der Staatsanwaltschaft verantworten. Ihm werden unter anderem gewerbsmässiger Betrug und Wucher vorgeworfen.