«Der Blitzer hat mich doppelt hops genommen»
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Tiktoker über jüngsten Vorfall:«Der Blitzer hat mich doppelt hops genommen»

Zürcher Influencer Noel Heller verliert Führerausweis
«Ich hatte noch die davon gehört»

Fitnessinfluencer Noel Heller bekam gleich zweimal Post wegen desselben Blitzers. Während er das erste Mal zu schnell gefahren ist und deshalb eine Busse erhalten hatte, sorgte beim zweiten Mal ein Instagram-Video für Ärger. Er nimmt es als Lernerfahrung mit viel Humor.
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Noel Heller hat mit einem ganz bestimmten Blitzer immer wieder Ärger. Bereits zum zweiten Mal bekommt er Post vom zuständigen Amt.
Foto: Screenshot TikTok / @noel.uncut

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Influencer Noel Heller verliert Führerschein wegen Video über Blitzer
  • Video erhielt 1000 Aufrufe, eine Drittperson erhob eine Anzeige
  • Unbekannte Geldstrafe und ein Monat Fahrverbot wegen Blitzer-Ortung
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

«Dieses Mal fahre ich extra vorsichtig», dachte sich Noel Heller (20) aus Zürich, als er Anfang Juni in der Nähe eines ihm schmerzlich bekannten Blitzers unterwegs war. Als er vorbildlich am Kasten vorbeifuhr, drehte der Influencer ein kurzes Video auf Instagram, um seinen Followern von seiner Vergangenheit mit dem Blitzer zu erzählen. 

Die Vorgeschichte: Vor etwas mehr als einem Jahr erhielt er eine Geldstrafe von über 800 Franken, weil er an dem Kasten vorbeidüste. «Mir war damals nicht bewusst, dass die Strecke aufgrund einer Baustelle statt mit Tempo 100 nur mit 80 km/h befahren werden durfte», erklärt der Influencer im Gespräch mit Blick. 

Seine Community versuchte noch, ihn zu warnen

Im Nachhinein hätte er diese Erinnerung besser für sich behalten. «Das Video hatte nach 15 Stunden bereits über 1000 Aufrufe und in den Kommentaren hatten einige die Polizei markiert», so Heller. Er selbst wusste zuerst nicht, was das Problem war. «Ich hatte noch nie davon gehört, dass es verboten ist, den Standort von einem Blitzer zu teilen», sagt er. Und weiter: «Ich dachte, die schreiben mir das, weil ich während der Fahrt kurz am Handy war.» 

Die Aufklärung in den Kommentaren bestätigte sich durch einen Google-Check, und daraufhin entfernte der Influencer sein Video von der Plattform. Leider klingelte bereits am nächsten Tag sein Telefon: «Schön um 8 Uhr morgens rief mich ein Beamter an», erzählt er. Offenbar hatte eine Drittperson den Vorfall angezeigt – bei einer Anzeige muss die Polizei Massnahmen ergreifen. 

Der Blitzer hat erneut gewonnen

Noel Heller muss nun für einen Monat den Führerausweis abgeben. Zudem erwartet ihn eine weitere Geldbusse in noch unbekannter Höhe. Sowohl der Fakt, dass er während der Fahrt am Handy war, als auch die Warnung vor dem Kasten wurden ihm laut eigener Aussage zum Verhängnis. Wer ihn angezeigt hat, weiss er nicht, aber für ihn gibt es nur einen Schuldigen: «Diesen Blitzer werde ich auf jeden Fall nicht mehr vergessen. Als ich dachte, ich wäre sicher, hat er mich einfach ein zweites Mal erwischt.» 

Tatsächlich herrscht in der Schweiz ein Verbot von entgeltlichen und öffentlichen Warnungen vor Verkehrskontrollen. Auch Blitzer-Apps und Radarwarngeräte sind nicht erlaubt. Auf Anfrage von Blick teilt das Bundesamt für Strassen (Astra) mit, dass damit die Wirksamkeit von Verkehrskontrollen sichergestellt werden sollte.

Die Beurteilung erfolgt individuell

Diese dienen der Erhöhung der Verkehrssicherheit, indem sie gefährliche Verhaltensweisen wie überhöhte Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss aufdecken oder indirekt verhindern. Warnungen vor den Kontrollen könnten diesen Zweck beeinträchtigen. 

Ob eine Warnung als öffentlich gilt, muss jedoch laut Astra immer im Einzelfall von den zuständigen Gerichten geprüft werden. Auch die Höhe der Sanktionen werde durch die strafrechtliche Beurteilung des konkreten Falles von den zuständigen Behörden festgelegt.

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