Darum gehts
- Wegen des tiefen Zürichseepegels fehlen der Expovina vier grosse Ausstellungsschiffe der Messe
- Am Bürkiplatz entsteht ein 1000 Quadratmeter grosser Pavillon, sechs Schiffe bleiben im Einsatz
- Kleine Schiffe können wegen des tiefen Pegels keine Passagiere mehr ein- und aussteigen lassen
Der historisch tiefe Seepegel im Zürichsee hat im Oktober bereits dem Laufkraftwerk Höngg an der Limmat den Stecker gezogen. Jetzt wirkt sich der Pegelstand auch auf die Expovina-Weinschiffe vom 29. Oktober bis 12. November aus. Denn: Wenige Wochen vor der Durchführung musste die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft der Expovina mitteilen, dass vier grosse Ausstellungsschiffe für die Weinmesse nicht zur Verfügung stehen. Das warf die bestehenden Pläne über den Haufen.
Den Stecker ziehen muss die grösste Herbstmesse der Schweiz zum Glück aller Weinliebhaber aber nicht, wie der Veranstalter am Freitag in einer Mitteilung schreibt. Die Verantwortlichen konnten innert zehn Tagen eine Lösung finden – auch dank der Unterstützung der Stadt Zürich, heisst es weiter. Die 71. Ausgabe der Weinschiffe ist gestrandet – zumindest teilweise.
Die grossen Schiffe fahren im Kursbetrieb
Beim Bürkliplatz wird direkt am Zürichsee ein 1000 Quadratmeter grosser Pavillon aufgebaut, in dem die Aussteller unterkommen. Die Zürcher Weinmesse findet damit erstmals gleichzeitig auf dem Wasser und an Land statt. Zudem bleiben der Weinmesse sechs der ursprünglich zehn eingeplanten Schiffe erhalten.
Die Reduktion einzelner Angebote liess sich dennoch nicht vermeiden. Die Besucher dürften davon bei über 200 Ausstellern und knapp 4000 Weinen aus 34 Ländern aber kaum etwas merken. Etwa ein Viertel der Weine stammt aus der Schweiz.
Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft benötigt die vier grossen Schiffe für ihren Kursbetrieb: Normalerweise fährt sie während der Weinmesse mit den kleineren Schiffen. Doch bei diesen können die Passagiere wegen des tiefen Pegels nicht mehr ein- und aussteigen.