Darum gehts
- Der Zürichsee-Fährenbetrieb schliesst tief gebaute Fahrzeuge wegen tiefem Wasserstand aus
- Tiefe des Seespiegels macht Rampen zu steil für Sportwagen und Lastwagen
- Betreiber transportieren derzeit noch leichte Lastwagen und Reisecars ohne Einschränkungen
Der ausserordentlich tiefe Wasserstand des Zürichsees wirbelt den Verkehr durcheinander und hat auch Einfluss auf den Betrieb der Zürichsee-Fähre. Nach schweren Lastwagen sind ab sofort auch tief gebaute Fahrzeuge wie Sportwagen nicht mehr auf der Fährverbindung zwischen den beiden Seeufern zugelassen.
Die Betreiber erklären: «Der derzeit ausserordentlich tiefe Wasserstand des Zürichsees wirkt sich unmittelbar auf unsere Landungsanlagen aus.» Die Fähren werden über Rampen be- und entladen, die den Höhenunterschied zwischen der Landungsanlage und dem Schiff ausgleichen. Sinkt der Seespiegel, liegt das Schiff entsprechend tiefer, während die Landungsanlage auf ihrem festen Niveau bleibt.
Übergang zu steil
Dadurch vergrössert sich der Höhenunterschied zwischen Rampe und Schiff, und die Rampe wird steiler. Je tiefer der Wasserstand, desto steiler ist somit der Übergang zwischen Landungsanlage und Fähre – was die Nutzung der Rampen erschwert und die Situation insbesondere beim Ein- und Aussteigen sowie beim Be- und Entladen anspruchsvoller macht.
Aus diesem Grund kann die Zürichsee-Fähre gewisse Fahrzeuge nicht mehr transportieren. Betroffen sind:
- Schwere Lastwagen und schwere Sonderfahrzeuge
- Tief gebaute Fahrzeuge, also Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit oder tiefliegender Frontschürze. Dazu gehören auch Sportwagen und Limousinen, die bereits ab Werk tief gebaut sind, ebenso flache Anhänger und Tieflader
Normal möglich sind:
- Personenwagen, Lieferwagen und leichte Lastwagen mit üblicher Bodenfreiheit, die steile Rampen ohne Aufsetzen bewältigen
- Töffs und Velos
- Zu Fuss
Keine fixen Limits
Massgebend sei nicht die Fahrzeugkategorie, sondern die Bodenfreiheit. Als Faustregel gilt: «Wenn Ihr Fahrzeug auf steilen Tiefgaragenrampen, an Trottoirabsenkungen oder auf Bahnübergängen regelmässig aufsetzt, wird es auch auf unserer Rampe aufsetzen.»
Die Fähre betont ausdrücklich, dass sich der Pegel jeden Tag verändere: «Wir verzichten bewusst auf starre Gewichts- oder Höhenangaben. Leichte Lastwagen und Reisecars können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch transportieren.» Je nach Entwicklung des Wasserstands könne es sein, dass das bald nicht mehr der Fall ist.
Die Verbindungen und der Fahrplan sind durch den tiefen Pegelstand nicht beeinträchtigt.