«Solidarität statt Aufrüstung»
Aktivisten besetzen Zürcher Lindenhof – Polizei im Einsatz

Am Freitagabend haben Aktivisten den Lindenhof in der Zürcher Altstadt besetzt. Die Gruppierung kündigte an, den Platz für politische Veranstaltungen, Redebeiträge und Konzerte nutzen zu wollen. Die Stadtpolizei Zürich ist mit einem grösseren Aufgebot vor Ort.
Kommentieren
1/6
Am Freitagabend ist die Stadtpolizei Zürich mit einem grösseren Aufgebot am Lindenhof angerückt.
Foto: BRK News

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Aktivisten besetzen Lindenhof in Zürich mit Protest gegen Aufrüstung und Migrationspolitik
  • Polizei mit Helmen und Schutzausrüstung vor Ort
  • Besetzung bis Sonntag geplant, inklusive Polit- und Musikprogramm ab Freitagabend
Sandra_Marschner_Praktikantin News_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

«Solidarität statt Aufrüstung» prangt am Freitagabend auf einem Transparent am Zürcher Lindenhof. Angebracht wurde die Botschaft von Aktivisten, die seit den Abendstunden und für die nächsten Tage den Lindenhof in der Altstadt besetzen wollen. Wie BRK News berichtet, waren rund um den Lindenhof mehrere Polizeifahrzeuge und zahlreiche Einsatzkräfte zu sehen. An verschiedenen Zugängen standen Polizisten, teilweise mit Helm und Schutzausrüstung. Auch Angehörige des Konsulatsschutzes waren vor Ort. Ob und welche weiteren Massnahmen die Polizei plant, war zunächst nicht bekannt. 

Die Aktivisten bezeichnen das besetzte Areal selbst als «Festung Lindenhof». In einer über Telegram verbreiteten Mitteilung begründen die Verantwortlichen die Aktion unter anderem mit den Kriegen und Konflikten weltweit, der europäischen Migrationspolitik, der Aufrüstung sowie der Rolle von Technologie- und Rüstungsunternehmen. Sie kündigten an, während der kommenden Tage auf dem Lindenhof ein «vielfältiges Polit- und Musikprogramm» durchzuführen. 

Organisatoren wollen sich von Polizei nicht einschüchtern lassen

Für Freitagabend sind mehrere Konzerte, Redebeiträge und DJs angekündigt. Am Samstag soll das Programm bereits am Morgen weitergehen. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen zu Palästina, Migration und Grenzen, Überwachung, Datenzentren sowie Anti-Imperialismus. 

Am Abend riefen die Organisatoren über Telegram weitere Personen dazu auf, zur Besetzung zu kommen. Dabei schrieben sie, man solle sich von der Polizei nicht einschüchtern lassen. Gleichzeitig verwiesen sie auf alternative Wege zum Lindenhof von der Seite See beziehungsweise Limmat. Gemäss dem veröffentlichten Programm soll die Besetzung bis Sonntag dauern. Für Sonntagnachmittag sind weitere Veranstaltungen vorgesehen, ab 17 Uhr kündigen die Organisatoren den Abbau und die Reinigung des Platzes an. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen