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Uni-Besetzer in Basel:Polizei beginnt mit der Räumung

Personalien von 63 Personen aufgenommen
Uni Basel fordert bei Polizei Daten zu Besetzern an

Nach den viel beachteten Pro-Palästina-Protesten von Studenten an der Universität Lausanne demonstrierten auch Menschen an anderen Hochschulen in der Schweiz. Wir halten dich im Ticker auf dem Laufenden.
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Am Dienstag versammelten sich Protestierende in der Universität Zürich.
Foto: Cécile Rey

Dienstagvormittag auf der Zürcher Polyterasse hinter dem Hauptgebäude der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH). Zwei bis drei Dutzend Studierende protestieren gegen Israels militärische Operation im Gazastreifen. Sie tragen Kufiya-Schals, Palästinenser-Fahnen und ein Banner: «Keine Technologie für den Krieg.».

Zwei Stunden zuvor sind die Studenten aus ihren Vorlesungen gestürmt, um den Eingang des ETH-Hauptgebäudes zu besetzten. «Plötzlich wurde es mega laut. Ich dachte zuerst, der Alarm sei losgegangen», erzählt ein Maschinenbau-Student (21) gegenüber Blick. Er beobachtet mit anderen Studenten den Protest.

Auch Erik Awat (23) sieht sich den Protest an. «Wenn es keine unbewilligte Aktion wäre, würde ich auch dort sitzen», sagt der Student mit libanesischen Wurzeln. «Ich halte diese Doppelstandards nicht aus. Wenn Russland die Ukraine angreift, ist das schrecklich. Wenn Israel dasselbe tut oder sogar Schlimmeres, ist es okay», sagt Awat.

Anti-israelische Slogans

Mathematik-Student Philipp Reinhard will sich nicht positionieren. Er findet aber: «Sie demonstrieren für ein Ende des Krieges. Da kann man eigentlich nicht dagegen sein.»

Die Protestierenden fordern einen Waffenstillstand in Gaza. Und, dass die ETH die Zusammenarbeit mit israelischen Unis beendet. Aber sie rufen auch Parolen wie «from the river to the sea» – ein Slogan, der immer wieder an Anti-Israel-Demonstrationen auftaucht.

Umweltwissenschaftsstudent Noah (19) ist jüdisch – und geschockt. Er sagt: «Solche Hasstiraden, die Israel das Existenzrecht absprechen, haben an der ETH nichts zu suchen.» Er sei für Meinungsvielfalt und stehe auch nicht hinter allem, was das israelische Militär mache. «Aber solche Sprüche sind eine Provokation. Entsprechend finde ich es gut, wenn die Polizei einschreitet.»

Die ETH Zürich zeigt sich unterdessen hart gegenüber den Protestierenden, man habe sie mehrfach aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Unbewilligte Aktionen toleriere man nicht. «Zudem stehen die Räume der Universität nicht für politischen Aktivismus zur Verfügung», heisst in einer Medienmitteilung. Die Polizei schreitet ein.

Etwa eine Stunde dauert es, bis die Polizisten die Demonstranten einzeln heraus begleitet oder getragen haben. Insgesamt werden 28 Personen kontrolliert und angezeigt.

Proteste auch in der Westschweiz

An Universität Genf protestierten am Dienstag ebenfalls 100 bis 200 Studenten. Sie prangern «die Untätigkeit der Universität angesichts der israelischen Besatzung» an. Dasselbe an der École polytechnique fédérale Lausanne (EPFL): Dort räumten die Demonstrierenden das Gebäude am späteren Dienstagnachmittag freiwillig, nachdem das Uni-Präsidium zusammen mit der Kantonspolizei Waadt ein Ultimatum gestellt hatte.

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Räumung durch Polizei droht:Pro-palästinensische Demonstranten besetzen Uni-Gebäude

Das Géopolis-Gebäude der Universität Lausanne hingegen bleibt weiterhin besetzt. Rund 200 Professorinnen und Wissenschaftler haben ein Unterstützungsschreiben zugunsten der Studierenden unterzeichnet. Am Montagabend liessen die Demonstrierenden bereits ein erstes Ultimatum der Schulleitung verstreichen. Die Veranstalter verkünden am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst X, man werde bleiben, bis die Leitung auf die Forderungen eingehe.

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