Linke und SVP gegen Wolkenkratzer
Stadtzürcher Parlament streicht Hochhauszonen zusammen

Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwochabend die Hochhausgebiete verkleinert und strenger reguliert. FDP und GLP erwägen ein Referendum gegen die Entscheidung.
Kommentieren
1/4
Nach dem Willen des Gemeinderates sollen Hochhausgebiete in der Stadt Zürich rar bleiben.
Foto: KEYSTONE/GAETAN BALLY

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Stadtzürcher Gemeinderat verschärfte am Mittwoch die Hochhausrichtlinien
  • In Schwamendingen dürfen Hochhäuser z.B. nur noch maximal 40 Meter hoch sein
  • FDP und GLP erwägen ein Referendum gegen die neuen Vorschriften
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Hochhäuser polarisieren. Das war am Mittwochabend im Gemeinderat deutlich zu spüren. Während GLP und FDP sich klar für die neuen Hochhausrichtlinien der vom Stadtrat vorgeschlagene Hochhausgebiete aussprachen, hielten SP, Grüne, AL und SVP kräftig dagegen.

Der Gemeinderat stimmte denn auch mehreren Anträgen zu, die zu einer Verkleinerung und Fokussierung der Gebiete führen.

Der Stadtzürcher Gemeinderat will die Hochhausgebiete entlang der Gleise und im Zentrum von Zürich-Nord konzentrieren. In den Aussenquartieren soll es deutlich weniger Hochhausgebiete geben, als der Stadtrat vorgeschlagen hatte.

SP gegen hohes Bauen

In Schwamendingen darf im Hochhausgebiet statt der vom Stadtrat vorgesehenen 80 Meter nur 40 Meter in die Höhe gebaut werden und für 60 Meter hohe Häuser verlangt das Parlament eine Gestaltungsplanpflicht.

«Wenn wir Hochhausgebiete nicht zulassen, ist das nicht gegen mehr Wohnraum, sondern lediglich gegen das höhere Bauen» betonte Marco Denoth von der SP. Die SP sei für Hochhäuser mit Gegenleistung und sozialer Verantwortung ohne Verdrängung von Menschen aus den Quartieren und aus der Stadt.

SVP und Grüne für einmal einig

Hochhäuser ja, aber nur an den richtigen Orten und nicht zum Beispiel an der Limmat, forderten die Grünen. Allerdings erachteten sie es als schwierig Hochhäuser preisgünstig zu erstellen.

Als ein Mammutprojekt bezeichnete Reto Brüesch von der SVP die Hochhausrichtlinien. Bei diesen handele es sich aber um kein Verdichtungselement, machte er deutlich. Es werde werde weder mehr gebaut noch gebe es mehr Wohnungen und mehr Grünflächen.

Die AL sei schon immer Hochhauskritisch gewesen, sagte Tanja Maag. Unterschiedliche Vorstellungen von Städtebau würden hier aufeinander prallen.

FDP spricht von «Hochhausverhinderungsrichtlinie»

Flurin Capaul von der FDP bezeichnete die vom Gemeinderat bestimmten Änderungen als «Hochhausverhinderungsrichtlinie». Zudem erachtet er einige Bestandteile der Vorlage als nicht genehmigungsfähig. Deshalb werde die Partei nächste Woche über ein Referendum diskutieren.

Von einer verschlimmbesserten Vorlage sprach auch Nicolas Cavalli von der GLP. Diese sei so nicht mehr tragbar. Er forderte den Stadtrat auf, die Vorlage zurückzuziehen. Andernfalls werde sich die GLP der FDP anschliessen und ein Referendum in Erwägung ziehen.

Auch Die Mitte/EVP Fraktion erachtet die Bauvorschriften als zu kompliziert. Das Bauen werde dadurch eingeschränkt, weshalb sie ebenfalls die Vorlage ablehnen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen