Darum gehts
- Sechseläuten in Zürich: Böögg wird heute vor 100'000 Zuschauern verbrannt
- Böögg-Kopf-Explosion soll Sommer vorhersagen, Kritiker sehen jedoch nur Wind-Einfluss
- 2024 wurde der Böögg wegen Sturmgefahr in Heiden verbrannt
Heute schlägt die grosse Stunde des Bööggs. Er wird in Brand gesteckt, denn heute findet das Sechseläuten statt. Gegen 3500 Zünfter, 350 Reiter und 100'000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden sich am Zürcher Limmatquai und rund ums Bellevue scharen. Sie alle warten gespannt auf den Höhepunkt: die Böögg-Verbrennung!
Besonders wichtig ist, wann der Kopf des Schneemannes in die Luft fliegt. Wenn es schnell geht, steht uns der Legende nach ein schöner Sommer bevor. Dauert es jedoch ewig, dann könnte der Sommer ins Wasser fallen. Blick wird die Verbrennung live mitverfolgen und tickern, damit du nicht verpasst, wie der Sommer 2026 wird.
«Wie schnell er brennt, entscheidet nur der Wind»
Der Schwyzer Bergbauer und Wetterschmöcker Roman «Jöri» Ulrich (54) hält derweil nicht viel von dem Brauch und der Sommerprognose. «Der Böögg hat nichts mit dem Sommer zu tun. Wie schnell er brennt, entscheidet nur der Wind», sagte er vergangene Woche zu Blick.
Vor zwei Jahren blieb der Böögg übrigens unangetastet, weil Windböen mit bis zu 80 km/h über die Limmatstadt fegten und das Risiko von fliegenden Funken und einer Massenpanik zu gross war. «Eine Tragödie» nannten es die Verantwortlichen pathetisch. Gebrannt hat der Böögg ein paar Wochen später dann doch noch: in Heiden. Appenzell Ausserrhoden war 2024 nämlich Gastkanton.